Lymphome | Beiträge ab Seite 3
Beiträge zum Thema Lymphome
Multiples Myelom
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ASH 2025
Multiples Myelom: Studienübersicht mit Prof. Dr. Katja Weisel Weisel
Das Multiple Myelom (MM) nahm auf dem amerikanischen Hämatologenkongress ASH 2025 großen Raum ein, allein 2 von insgesamt 6 Late-breaking abstracts galten dieser Entität. Das Jahr 2025 stellt einen Meilenstein dar, weil das MM von einer unheilbaren zu einer heilbaren Erkrankung geworden ist, wie v.a. die PERSEUS- und CARTIDUDE-1-Studie zeigen konnten. In Kürze will die International Myeloma Society (IMS) Kriterien der Heilung in einem Konsens definieren. In der aktuellen Folge des JOURNAL ONKOLOGIE Podcast ordnet Prof. Dr. Katja Weisel, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, im Gespräch mit Antje Blum die wichtigsten Studien ein: Vom Smoldering Myelom (SMM) über das neu diagnostizierte MM (NDMM) bis zum refraktären/rezidivierten MM finden Sie hier die Studien kurz zusammengefasst. Hören Sie sich die Folge exklusiv auf journalonko.de an!
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Multiples Myelom
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Multiples Myelom: Neue Europäische Leitlinie für Diagnostik und Therapie
Das Multiple Myelom (MM) ist mit einer geschätzten, altersstandardisierten Inzidenz von 6,9 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner in 2024 die zweithäufigste hämatologische Neoplasie [1]. Aus der Vorstufe einer monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) entsteht über ein asymptomatisches Smoldering Multiples Myelom (SMM) eine symptomatische Erkrankung. In einer beispiellosen Entwicklung der medikamentösen Therapieoptionen mit mehr als 10 Neuzulassungen in den vergangenen 5 Jahren hat sich die Behandlung in der Erstlinie und im Rezidiv in den vergangenen Jahren nochmals substanziell verändert. Die European Hematology Association (EHA) hat gemeinsam mit dem European Myeloma Network (EMN) 2025 eine aktualisierte Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des MM herausgegeben, in der die rasanten Entwicklungen insbesondere neuer immuntherapeutischer Strategien und deren Integration in frühere Therapielinien berücksichtigt wird [2]. Zuvor war 2021 die letzte Vorgängerversion der Leitlinie erschienen [3].
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Multiples Myelom
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Therapie des Multiplen Myeloms bei älteren Patient:innen
Das Multiple Myelom (MM) ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters, bei der die Überlebensrate mit zunehmendem Alter abnimmt. Die Inzidenz von Myelomerkrankungen ist in den letzten Jahren insbesondere bei älteren Patient:innen deutlich gestiegen [1]. Gleichzeitig konnte durch die rasante Entwicklung der Therapielandschaft und den Einsatz neuer Substanzen und Therapien (bispezifische Antikörper, CAR-T-Zellen) eine dramatische Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) beim MM erreicht werden. Obwohl bei älteren im Vergleich zu jüngeren Myelom-Patient:innen häufiger ein höheres Internationales Staging System (ISS)-Stadium, eine schlechtere Nierenfunktion und eine Anämie vorliegen, haben insbesondere die älteren Myelom-Patient:innen in den letzten Jahren wesentlich vom Einsatz neuer Substanzen profitiert [2]. Die Therapie älterer MM-Patient:innen erfordert jedoch besondere Vorsicht, da sie fragiler sind und eine höhere Anfälligkeit für Toxizitäten aufweisen.
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Multiples Myelom
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Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom
Update der LINKER MM1-Studie bestätigt Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten zu Linvoseltamab
Zur Behandlung von Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom (r/r MM) stellen bispezifische Antikörper (bsAb) einen empfohlenen Therapiestandard dar [1]. Die Wirkstoffklasse ermöglicht mehrfach vorbehandelten Erkrankten tiefe und anhaltende Remissionen. Sie stellt heute eine Alternative zu Chimären Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapien dar. Dies gilt insbesondere, wenn eine Behandlung mit CAR-T-Zellen nicht verfügbar ist oder sich Patient:innen für diese Therapieoption z.B. altersbedingt und/oder aufgrund von Komorbiditäten nicht eignen bzw. selbst eine Entscheidung gegen eine Behandlung mit CAR-T-Zellen treffen.
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DLBCL
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ASH-News zur CAR-T-Zelltherapie
Axi-Cel zeigt konsistenten Überlebensvorteil auch bei vulnerablen Patienten mit r/r (D)LBCL
Die Zweitlinientherapie (2L) mit der gegen CD19 gerichteten CAR-T-Zelltherapie Axicabtagen ciloleucel (Axi-Cel) bietet beim rezidivierten/refraktären (diffus) großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r [D]LBCL) konsistente Vorteile auch bei Patientena, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSCT) infrage kommen. Dies bestätigt eine gepoolte Analyse der Studien ZUMA-7 und ALYCANTE, die auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando, USA, vorgestellt wurde [1]. Damit eröffnet Axi-Cel eine Chance auf Heilung für ein breites Patientenkollektiv: Langzeit-Follow-ups der pivotalen Studien ZUMA-1 (3L) und ZUMA-7 (2L) zeigen in der Kurve zum Gesamtüberleben (OS) im Zeitverlauf bei etwa 50% der Patienten ein Plateau [2, 3].
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Multiples Myelom
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Erstlinientherapie des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms
Isatuximab plus VRd: Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der 4-Fachkombination
Quadruplet-Regime haben sich in der Erstlinie des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms (NDMM) etabliert. Mit der Kombination aus Isatuximab (Isa), Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d; IsaVRd) liegt auf Basis der Phase-III-Studien IMROZ und GMMG-HD7 sowohl für Patient:innen, die für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSZT) nicht geeignet bzw. geeignet sind, eine konsistente Evidenz vor [1, 2]. IsaVRd ermöglicht tiefe Remissionen und einen signifikanten Vorteil im progressionsfreien Überleben (PFS). Durch das einheitliche Induktionsschema für beide Patientengruppen bis zur Woche 18 unterstützt das IsaVRd-Regime zudem eine flexible Therapieplanung in Abhängigkeit vom Ansprechen, einschließlich der Option einer autoSZT, berichteten Expert:innen im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK)0 [1-3]. Ein weiterer Vorteil: Die Kosten für Isatuximab sind nach der Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)-Neuverhandlung gesunken [4].
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Non-Hodgkin-Lymphom
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Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom
EORTC-Update: Neue Real-World-Daten bestätigten Überlebensvorteil unter Mogamulizumab
Für die Subtypen des kutanen T-Zell-Lymphoms Mycosis fungoides (MF) und Sézary-Syndrom (SS) ist die Evidenz zum klinisch relevanten Endpunkt Gesamtüberleben (OS) moderner Antikörpertherapien oft begrenzt [1]. Auf dem EORTC-CLTGa-Kongress 2025 wurden neue Real-World-Daten präsentiert, die ein verlängertes OS unter Mogamulizumab im Vergleich zu Brentuximab vedotin (BV) zeigten [2]. Zusammen mit einer weiteren Studie bei SS können diese Ergebnisse eine verbesserte Prognose für Betroffene bedeuten [1].
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DLBCL
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EMBT 2026
CAR-T bei LBCL und Myelom: neue Daten und Perspektiven
Im Rahmen eines Industriesymposiums auf dem EBMT-Kongress standen Lisocabtagen-Maraleucel (Liso-cel) beim großzelligen B-Zell-Lymphom (LBCL) und Idecabtagen-Vicleucel (Ide-cel) beim Multiplen Myelom im Fokus. Real-World-Daten und Langzeitbeobachtungen zeigen Verträglichkeitsvorteile und offene Fragen zum klinischen Einsatz.
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Medizin
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Mogamulizumab verlängert Überleben bei T-Zell-Lymphomen
Für Patient:innen mit den beiden Formen kutaner T-Zell-Lymphome (CTCL), Mycosis fungoides (MF) und dem aggressiveren Sézary-Syndrom (SS), gibt es vielversprechende Nachrichten: Neue, unabhängige Real-World-Daten belegen den Gesamtüberlebensvorteil von Mogamulizumab bei MF- und SS-Patient:innen im Vergleich zu weiteren Therapien [1, 2, a, b].
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Multiples Myelom
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Rezidiviertes, refraktäres Multiples Myelom
Teclistamab: Evidenz aus Studien und Real-World-Daten
In der Behandlung des rezidivierten und refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) schließen bispezifische Antikörper (bsAb) eine therapeutische Lücke. Klinische Studien und wachsende Real-World-Erfahrungen unterstützen die hohe Effektivität der bsAb in der klinischen Praxis. Zugleich rückt die Möglichkeit ambulanter Behandlungskonzepte stärker in den Fokus und eröffnet neue Wege in der Versorgung von Patient:innen.
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Medizin
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Der Einfluss der Lymphknoten-Architektur auf Lymphome
Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) gelang es erstmals, die Organisation von Immunzellen im menschlichen Lymphknoten zu kartieren. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie Heidelberg (EMBL), dem Berlin Institute of Health (BIH) der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Basel durchgeführt. Sie konnten zeigen, warum die Architektur des Lymphknotens bei bösartigen Lymphomen schrittweise abgebaut wird. Die Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden um Prof. Dr. Sascha Dietrich (UKD) in der Fachzeitschrift Nature Cancer [1].
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Medizin
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Stammzelltherapie bei Multiplem Myelom: Ambulante Behandlung möglich
Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der sich Plasmazellen, die normalerweise für die Produktion von Antikörpern zuständig sind, unkontrolliert im Knochenmark vermehren. Ein Therapieansatz ist die autologe Stammzelltransplantation, d.h. Behandlung mit Stammzellen des eigenen Körpers. Dies geht allerdings häufig mit wochenlangen Aufenthalten im Krankenhaus einher. Mit Methoden des Maschinellen Lernens hat ein Forschungsteam nun aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen Teile der Therapie sicher ambulant durchgeführt werden können.
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Medizin
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Zulassungserweiterungen für Nivolumab beim Hodgkin-Lymphom in den USA und der EU
Der Checkpoint-Inhibitor Nivolumab hat sowohl in den USA und als auch in der EU eine Zulassungserweiterung für zwei neue Indikationen beim klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) erhalten. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA erteilte die Zulassung für Nivolumab in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab 12 Jahren mit zuvor unbehandeltem cHL im Stadium III oder IV. In der EU hat die Europäische Kommission Nivolumab in Kombination mit Brentuximab vedotin für die Behandlung von Kindern ab 5 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis zum Alter von 30 Jahren mit rezidiviertem oder refraktärem cHL nach einer vorangegangenen Therapielinie zugelassen.
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Medizin
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RRMM: Elranatamab ermöglicht verlängerte Therapiepausen ohne Wirksamkeitsverlust
Auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando wurden neue Analysen zu Elranatamab [1] bei Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplem Myelom (RRMM) präsentiert. Eine retrospektive Analyse der MagnetisMM-3-Studie zeigt, dass verlängerte Behandlungspausen möglich sein können, ohne die Wirksamkeit der Therapie zu gefährden [2]. Zusätzlich bestätigen erste internationale Real-World-Daten die Wirksamkeit von Elranatamab auch außerhalb klinischer Studien [3].
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Medizin
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Multiples Myelom: Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie SUCCESSOR-2
Aktuelle Interimsergebnisse der Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 zeigen unter oralem Mezigdomid in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens bei Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom im Vergleich zu Carfilzomib und Dexamethason allein.
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Medizin
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Belantamab-Mafodotin für Menschen mit RRMM ab April verfügbar
Belantamab-Mafodotin steht ab dem 1. April in Deutschland zur Verfügung und ist bei Erwachsenen zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (BVd) bei Patient:innen indiziert, die bereits mindestens eine Therapie erhalten haben oder bei Patient:innen in Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason (BPd), die bereits mindestens eine Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben.
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Medizin
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Gesamtgenomsequenzierung entschlüsselt Resistenzmechanismen beim hepta-refraktären Multiplen Myelom
Forschende des Uniklinikums Würzburg (UKW) zeigen in einer multizentrischen Studie, wie sich Resistenzmechanismen beim hepta-refraktären Multiplen Myelom mithilfe der Gesamtgenomsequenzierung entschlüsseln lassen. Die in der Fachzeitschrift Leukemia veröffentlichte Studie belegt: Sind Zielantigene wie BCMA oder GPRC5D noch vorhanden, kann eine erneute Immuntherapie wirksam sein – ein wichtiger Schritt hin zu präziserer Therapieentscheidung selbst nach sieben Vortherapien [1].
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Multiples Myelom
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DKK 2026
Therapie des rezidivierten Multiplen Myeloms: Überlebensvorteil bei frühem Einsatz der CAR-T-Zelltherapie
Die einmalige Infusion von Ciltacabtagen-Autoleucel (Cilta-cel) führt bei Patient:innen mit rezidiviertem Multiplem Myelom (MM) zu einer signifikanten Verlängerung des progressionsfreien (PFS) und des Gesamtüberlebens (OS).
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Lymphome
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EBMT and EHA European CAR T-cell Meeting 2026
CAR-T-Zelltherapien bei RR LBCL und RRMM: Real-World-Daten zum Thema Sicherheit zeigen Unterschiede auf
Mit der steigenden Verfügbarkeit von CAR-T-Zelltherapien wächst auch das Interesse an den beobachteten Nutzen-Risiko-Profilen aus der Versorgungsforschung. Da klinische Head-to-Head-Studien fehlen, können Real-World-Daten wichtige Einblicke für Therapieentscheidungen liefern, so die Einschätzung von Dr. med. Gabriel Brisou, Hämatologe in Marseille, Frankreich.
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CLL
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DKK 2026
CLL: Nicht-kovalenter BTKi Pirtobrutinib überzeugt nach BTKi-Vortherapie
Pirtobrutinib ist seit April 2025 als erster nicht-kovalenter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Erkrankter mit rezidivierter oder refraktärer CLL (r/r CLL) nach BTKi-Vorbehandlung zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 hatte die Substanz bei Erkrankten mit r/r CLL nach BTKi-Vortherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Zeit bis zur nächsten Therapie gegenüber einer Vergleichstherapie signifikant verlängert – bei guter Verträglichkeit [1].
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