Journal Hämatologie

Multiples Myelom

Multiples Myelom
 3 Min|
Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom: Selinexor ermöglicht doppelten Substanzklassenwechsel

Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom: Selinexor ermöglicht doppelten Substanzklassenwechsel

Bei Betroffenen mit refraktärem oder rezidiviertem Multiplen Myelom (rrMM) können Resistenzen gegenüber bereits eingesetzten Substanzklassen zunehmen [1-6]. Mit dem XPO1-Inhibitor Selinexor steht eine Substanzklasse zur Ver­fügung, die sich einen komplett anderen Wirkort als Proteasom-Inhibitoren (PI), immunmodulatorische Wirkstoffe (IMiDs) und Anti-CD38-Antikörper zu Nutze macht. Erkrankte können bereits nach einer Vortherapie wirksam und ­sicher ­behandelt werden, wie die Ergebnisse der Phase-III-Studie BOSTON gezeigt haben [7-10].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Multiples Myelom

r/r MM: Etentamig zeigt signifikanten Vorteil gegenüber Standardtherapie

Die Phase-III-Studie CERVINO zeigt bei mit einem Proteasom-Inhibitor, einer immunmodulatorischen Substanz und einem Anti-CD38-Antikörper vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (r/r MM) signifikante Vorteile für den bispezifischen BCMA/CD3-Antikörper Etentamig gegenüber einer vom Prüfarzt gewählten Standardtherapie (SAT) [1, 2]. Bei den dualen primären Endpunkten, der objektiven Ansprechrate (ORR) und dem progressionsfreien Überleben (PFS), war Etentamig SAT signifikant überlegen.
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 2 Min|

Lenalidomid-Erhaltung beim Multiplen Myelom: Zeitlich begrenzt oder unbegrenzt?

Lenalidomid wird beim neu diagnostizierten multiplen Myelom bislang als Erhaltungstherapie bis zum Progress der Erkrankung eingesetzt. Wie lange diese Erhaltungstherapie tatsächlich erfolgen sollte, war jedoch unklar. Eine randomisierte Phase-III-Studie mit 516 Patient:innen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom mit Standardrisiko, die keine autologe Stammzelltransplantation erhielten, verglich nun eine zeitlich unbegrenzte mit einer auf zwei Jahre befristeten Lenalidomid-Erhaltungstherapie.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
T-Zellen bei Multiplem Myelom und AML nur teils aktiviert

T-Zellen bei Multiplem Myelom und AML nur teils aktiviert

Ein Team unter der Leitung von Forschenden aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Stammzellinstitut HI-STEM* sowie der Medizinischen Klinik V des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) hat beim Multiplen Myelom und bei akuter myeloischer Leukämie die T-Zellen im Knochenmark charakterisiert: Eine definierte Gruppe tumorreaktiver T-Zellen kann Krebszellen erkennen und grundsätzlich bekämpfen, ist aber häufig nicht ausreichend aktiviert. Trotzdem hat die Anzahl dieser Zellen Einfluss auf die Prognose. Eine spezielle Gensignatur weist die tumorreaktiven T-Zellen aus und könnte den Erfolg von Immuntherapien vorhersagen.
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 3 Min|

Überlebensvorteile durch Teclistamab beim multiplen Myelom nach ein bis drei Vortherapien

Teclistamab ist ein bispezifischer Antikörper, der gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und CD3 gerichtet ist. Seine Wirksamkeit als Monotherapie in frühen Therapielinien beim rezidivierten oder refraktären multiplen Myelom (r/r MM) war bislang unklar. Eine internationale randomisierte Phase-III-Studie mit 593 Patient:innen, die zuvor ein bis drei Therapielinien einschließlich eines Anti-CD38-Antikörpers und Lenalidomid erhalten hatten, liefert nun neue Ergebnisse. Teclistamab verbesserte das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) signifikant im Vergleich zur Standardtherapie mit Pomalidomid, Bortezomib und Dexamethason oder Carfilzomib und Dexamethason. Die Rate kompletter Remissionen war unter Teclistamab deutlich höher, allerdings traten auch Infektionen vom Grad 3 oder 4 häufiger auf.
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 2 Min|

Isatuximab beim Myelom: Subkutane Gabe mit Einsparpotenzial

Nach EU-Zulassung der neuen Darreichungsform ist Isatuximab ab 1. Juli 2026 in Deutschland auch subkutan beim multiplen Myelom verfügbar. Die neue Applikationsweise gilt für alle bestehenden intravenösen Indikationen. Daten aus mehreren Settings stützen ihre klinische Einordnung. Das initial identische Induktionsschema für Personen mit und ohne Eignung für eine Hochdosistherapie ermöglicht Therapieflexibilität.
Lesen Sie mehr 
EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

CEPHEUS-Studie bei NDMM: Hoher klinischer Nutzen für Daratumumab-basiertes Quadruplet in der nicht-Transplantations-geeigneten Situation

Moderne Quadruplet-Therapien unter Einbeziehen eine Anti-CD38-Antikörpers werden heute sowohl bei Erkrankten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) eingesetzt, die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sind (TE) als auch bei jenen, die Transplantations-ungeeignet (TI) sind – ein echter Paradigmenwechsel in der ersten Therapielinie. Wie groß der klinische Nutzen einer Vierfachtherapie aus dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Dara-VRd) speziell für TI-Erkrankte ist, bestätigten die finalen Daten der Phase-III-Studie CEPHEUS für diese Population, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 1 Min|

CEPHEUS-Daten untermauern Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie

Die finale Analyse der Phase-III-Studie CEPHEUS zeigt einen nachhaltigen Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie DVRd (Daratumumab plus Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason) bei nicht-transplantationsgeeigneten Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom. Die Ergebnisse wurden auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentiert und von PD Dr. Johannes Waldschmidt, Universitätsklinikum Würzburg, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz erläutert.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Isatuximab als subkutane Darreichungsform zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen

Die Europäische Kommission hat Isatuximab subkutan (SC) in Kombination mit den jeweils zugelassenen Standardtherapien für die Behandlung von Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) in allen bestehenden Indikationen der intravenösen (IV) Formulierung von Isatuximab zugelassen. Isatuximab ist die erste onkologische Therapie in der EU, die wahlweise als manuelle SC-Injektion oder mittels On-Body Delivery-System (OBDS) appliziert werden kann. Die manuelle Injektion erfolgt vergleichbar wie bei anderen monoklonalen Antikörpern.
Lesen Sie mehr 
EHA 2026
 4 Min|
Multiples Myelom
EHA 2026

Hochrisiko-Smouldering-Myelom: Tieferes Ansprechen und längere progressionsfreie Zeit mit Teclistamab vs. Rd

Der gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und CD3 gerichtete bispezifische Antikörper Teclistamab führt bei Erkrankten mit Hochrisiko-Smouldering-Myelom (HR-SMM) im Vergleich zu Lenalidomid/Dexamethason (Rd) zu tieferen Remissionen, erhöhter MRD (messbare Resterkrankung)-Negativität und einem verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS). Das zeigen die Daten der Phase-II-Studie Immuno-PRISM, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 präsentiert wurden [1].
Lesen Sie mehr 
EHA 2026
 2 Min|
Bi-specific t-cell engager conceptual illustration
EHA 2026

MonumenTAL-3: Neuer T-Zell-Engager beim Multiplen Myelom in früheren Therapielinien?

Beim Multiplen Myelom (MM) haben neben Immunmodulatoren, Proteasom-Inhibitoren, CD38-Antikörpern und CAR-T-Zellen auch bispezifische Antikörper, v.a. T-Zell-Engager, in den letzten Jahren die Therapie umgekrempelt. Talquetamab, bisher in späteren Therapielinien eingesetzt, scheint einer bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellten Phase-III-Studie zufolge auch in frühen Stadien bemerkenswerten Erfolg zu haben [1].
Lesen Sie mehr 
EHA 2026
 3 Min|
Nachhaltiger klinischer Nutzen von Belantamab Mafodotin bei RRMM auch bei hohem Risiko
EHA 2026

Nachhaltiger klinischer Nutzen von Belantamab Mafodotin bei RRMM auch bei hohem Risiko

Therapien, die auf das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) abzielen, haben die Behandlungslandschaft beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) grundlegend verändert. Bereits in der Erstanalyse der DREAMM-8-Studie, in der Belantamab Mafodotin (BPd) untersucht worden war, zeigte sich eine deutliche Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im BPd-Arm. Während des EHA-Kongresses wurde eine Post-hoc-Analyse der Patient:innen vorgestellt, die im BPd-Arm der DREAM-8-Studie sehr lange überlebt hatten [1].
Lesen Sie mehr 
EHA 2026
 3 Min|
EHA 2026

Cilta-Cel punktet erneut beim Multiplem Myelom: Zytogenetische Untergruppenanalyse der Studie Cartitude-4

Bei vorbehandelten Patient:innen mit Lenalidomid-refraktärem multiplem Myelom hatten sich in der CARTITUDE-4-Studie schon signifikante Vorteile hinsichtlich des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens durch Ciltacabtagene Autoleucel (Cilta-Cel) gezeigt [1]. Während des EHA-Kongresses wurde eine Subgruppenanalyse dieser Studie von Patient:innen vorgestellt, die ein hohes zytogenetisches Risiko hatten und eine Überbrückungstherapie bekommen hatten [2]. 
Lesen Sie mehr 
EHA 2026
 2 Min|
Multiple Myeloma multiplex leukemia cancer 3d color render illustration
EHA 2026

Multiples Myelom: Herstellung von Anitocabtagene Autoleucel im Rahmen klinischer Studien

Im Rahmen des EHA-Kongresses 2026 wurden die ersten Erfahrungen mit der klinischen Studienherstellung von Anitocabtagene Autoleucel (Anito-cel) präsentiert. Die gepoolten Daten aus den Studien iMMagine-3 und GEM-AnitoFIRST zeigen, dass Anito-cel bei Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem (RRMM) oder neu diagnostiziertem multiplem Myelom (NDMM) mit hoher Zuverlässigkeit und in einer medianen Durchlaufzeit von 18 Tagen hergestellt werden kann [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Melflufen als strategische Option in der Therapie des RRMM

Melflufen als strategische Option in der Therapie des RRMM

Die Zahl der verfügbaren Therapien beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) wächst. Damit steigt auch die Herausforderung, die Therapiesequenzen sinnvoll zu gestalten. Welche Rolle spielen dabei Leitlinien und Real-world-Daten – und wo ist jenseits von CAR-T-Zellen und bispezifischen Antikörpern noch therapeutischer Spielraum? Welchen Stellenwert hat ein Peptid-Drug-Konjugat (PDC), das unabhängig von Antigenen wie BCMA oder GPRC5D wirkt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines von Oncopeptides unterstützten Expertensymposiums im Rahmen des Treffens des European Myeloma Network (EMN).
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 18 Min|
Multiples Myelom

Eine orthopädische Mitbehandlung von Patient:innen mit Multiplem Myelom

Durch moderne Medikamentenkombinationen konnten das Gesamtüberleben sowie die Therapieverträglichkeit von Patient:innen mit einem Multiplen Myelom (MM) signifikant verbessert werden [1-3]. Gleichzeitig steigt damit auch der Wunsch, einem aktiven und möglichst uneingeschränkten Lebensstil nachgehen zu können. Eine körperliche Belastung wird jedoch oft vermieden, da Unsicherheiten hinsichtlich der Stabilität der knöchernen Veränderungen bestehen. Anhand des hier geschilderten Fallbeispiels (siehe Folgeseite) werden Ansatzpunkte einer orthopädischen Mitbehandlung von MM-Patient:innen dargestellt, mit dem Ziel, die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates allgemein zu verbessern und die Durchführung der bevorzugten sportlichen Aktivitäten wieder zu ermöglichen.
Lesen Sie mehr