Journal Hämatologie

Aktuelles

Forschende aus Großbritannien untersuchten die Machbarkeit und Sicherheit einer T-Zell-Therapie mit chimären Antigenrezeptor (CAR)-T-Zellen bei erwachsenen Patient:innen mit rezidivierender/refraktärer (RR) B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie (B-ALL). Das Besondere daran: Die T-Zellen wurden aus geeigneten Spender:innen gewonnen und daraus ein gegen CD19-gerichtetes CAR-T-Produkt hergestellt. Die allogene CAR-T-Zell-Therapie erwies sich als sicher und wirksam – vorausgesetzt, vor der Infusion erfolgte eine Lymphozytendepletion. Dieser Befund ist bedeutsam, da die Notwendigkeit einer zusätzlichen Depletion bei bereits lymphopenen Patient:innen bislang unklar war.
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Podcasts

Stammzelltransplantation: Koordinierte Menschlichkeit

Was bedeutet die Stammzellspende – für den Spender und den Empfänger? Ist jugendliches Alter der Spender ein entscheidender Erfolgsfaktor? Diese Folge soll junge Menschen dazu ermutigen, sich für eine Stammzellspende bei der DKMS registrieren zu lassen. Prof. Dr. Johannes Schetelig stellt im Gespräch mit Chefredakteurin Antje Blum neue Daten zum Spenderalter vor. In Einspielern berichtet Zeljana über ihre Stammzellspende und Nella, wie sie ihre Stammzelltransplantation durchgestanden hat.
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Multiples Myelom

Multiples Myelom – Highlights vom ASH 2025

Allein 2 von insgesamt 6 Late-breaking abstracts galten auf dem ASH 2025 dem Multiplen Myelom (MM). Das Jahr 2025 stellt einen Meilenstein dar, weil das MM von einer unheilbaren zu einer heilbaren Erkrankung geworden ist, wie v.a. die PERSEUS- und CARTIDUDE-1-Studie zeigen konnten. In der aktuellen Folge des JOURNAL ONKOLOGIE Podcast ordnet Prof. Dr. Katja Weisel, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, im Gespräch mit Antje Blum die wichtigsten Studien ein: zum Smoldering Myelom (SMM), zum neu diagnostizierten MM (NDMM) und refraktären/rezidivierten MM finden Sie hier die Studien kurz zusammengefasst, von AQUILA, GEM-CESAR und dreamm-9 über GMMG-HD7, LINKER-MM4, COBRA, MIDAS und die iMMagine-1-Studie bis hin zu den „Late-Breakern“ MajesTEC-3 und inMMyCAR.
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Multiples Myelom
Neuartige CAR-T-Zelltherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom

Neuartige CAR-T-Zelltherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom

Die neuartige gegen GPRC5D gerichtete CAR-T-Zelltherapie RD118 erzielte in einer Phase-I-Studie bei stark vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom (r/r MM) eine Gesamtansprechrate von 94,4%. Die Therapie zeigte auch bei Patient:innen, die zuvor eine gegen BCMA gerichtete CAR-T-Behandlung erhalten hatten, eine hohe Wirksamkeit bei überschaubarem Sicherheitsprofil.
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Medizin
Neuartiges Immunzytokin gegen akute myeloische Leukämie entwickelt

Neuartiges Immunzytokin gegen akute myeloische Leukämie entwickelt

Forschende vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung am DKFZ-Partnerstandort Tübingen haben mit Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung ein Immunzytokin entwickelt. Das modifizierte Immunzytokin (MIC-Molekül) aktiviert gezielt Immunzellen gegen Leukämiezellen und kann die schwerwiegenden Nebenwirkungen vermeiden, die bisher verfügbare Immunzytokine auslösen. In Labor- und Tiermodellen zeigten die MIC-Moleküle eine starke und vor allem gezielte Immunaktivierung gegen die Leukämie – ein vielversprechender Schritt in Richtung klinische Anwendung.
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Im Spotlight

Immunmodulatorische Metaboliten prädiktiv für die Outcomes nach allogener Stammzelltransplantation

Fünf immunmodulatorische Metaboliten des Darmmikrobioms waren prädiktiv für die Ergebnisse nach einer allo­genen Stammzelltransplantation (alloSCT) bei Patient:innen mit hämatologischen Neoplasien, wie unsere Studie zeigen konnte [1, 2]. Die 5 Metaboliten waren signifikant mit dem Gesamtüberleben (OS) und dem Rezidivrisiko 2 Jahre nach alloSCT verbunden. Ein daraus entwickelter Risiko-Index könnte zukünftig genutzt werden, um Mikrobiom-basierte, prädiktive Tests für das Ansprechen auf eine Immuntherapie zu entwickeln.
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Medizin

Nachts im (Deutschen) Museum – Vision Zero e.V. Neujahrsempfang

Vision Zero ist ein präventionsorientiertes Konzept mit dem Ziel, vermeidbaren Schaden zu eliminieren. Ursprünglich im Straßen- und Arbeitsschutz angewandt, überträgt die Vision Zero Oncology dieses Grundprinzip auf die Krebsmedizin: Ziel ist die Minimierung vermeidbarer Krebserkrankungen und -todesfälle sowie verspäteter Diagnosen durch systematische, gerechte und evidenzbasierte Maßnahmen. Auf dem Neujahrsempfang der Vision Zero e.V., der am 22. Januar 2026 im Deutschen Museum in München stattfand, diskutierten Expert:innen darüber, was die Onkologie heute und in der Zukunft wirklich braucht.
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Entitätsübergreifend
Das Bild zeigt eine junge Krebspatientin mit rosa T-Shirt und grünem Kopftuch auf einem Sofa, die von einer anderen jungen Frau umarmt wird.

Langzeitnachsorge junger erwachsener Krebsüberlebender: Empfehlungen, Lücken und Perspektiven

Junge Erwachsene, die eine Krebserkrankung überleben (young adult cancer survivors, YACS), können mit vielfältigen physischen, psychischen und sozialen Langzeitfolgen konfrontiert werden. Da spezifische Leitlinien zur Langzeitnachsorge für YACS oft fehlen, werden meist Empfehlungen aus der Kinderonkologie übernommen. Zu den häufigsten somatischen Spätfolgen zählen Sekundärneoplasien, endokrine Störungen, kardiovaskuläre, renale und Knochen­erkrankungen sowie Fertilitätsstörungen. Nur durch eine strukturierte, individuell angepasste, interdisziplinäre und lebenslange Nachsorge können Langzeitfolgen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Besondere Bedeutung kommt der Beratung zu Lebensstil, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen zu. In Deutschland existieren bereits einige spezialisierte Nachsorgeangebote. Der weitere Ausbau zu einer flächendeckenden Versorgung ist nicht nur für YACS essenziell, sondern langfristig ressourcen- und kostensparend.
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Medizin
Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie

Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universitätsmedizin Magdeburg hat eine bislang wenig beachtete Schwachstelle im Stoffwechsel von Zellen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) identifiziert. CLL ist die häufigste Form von Blutkrebs im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy, könnten künftig dazu beitragen, neue Behandlungsstrategien für Patient:innen zu entwickeln, bei denen bisherige Therapien nicht mehr ausreichend wirken. Die Studie wurde unter der Leitung der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie Magdeburg durchgeführt und entstand in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnergruppen aus Zürich, Rotterdam, Düsseldorf, Regensburg, Erlangen und Heidelberg.
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Medizin
Neue Therapieansätze bei T-Zell-Leukämie im Kindesalte

Neue Therapieansätze bei T-Zell-Leukämie im Kindesalter

Kinder und Jugendliche mit T-Zell akuter lymphoblastischer Leukämie (T-ALL) sollen künftig wirksamer behandelt werden können. In einer internationalen Studie wird untersucht, ob ein zusätzliches Medikament die Leukämiezellen empfindlicher für Chemotherapie machen und so deren Wirkung verstärken kann. Durchgeführt wird die Studie unter Leitung von Prof. Dr. Gunnar Cario an der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie des UKSH, Campus Kiel.
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Sichelzellkrankheit

Gentherapie bei Sichelzellkrankheit: Ein Wendepunkt?

Die Sichelzellkrankheit stellt die Pädiatrie und Hämatologie vor komplexe Herausforderungen, durch schmerzhafte Krisen, akute Notfälle und langfristige Organschäden der Betroffenen. Eine neu zugelassene CRISPR‑Cas-basierte Gentherapie könnte die Versorgung grundlegend verändern, doch sie verlangt präzise Indikationsstellung, interdisziplinäre Expertise und sorgfältiges Langzeitmonitoring. Weitere konservative Therapiemöglichkeiten als Armamentarium zu haben, wäre daher wünschenswert, betonte PD Dr. Lena Oevermann im Podcast O-Ton Onkologie.
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Medizin

Hämophilie A-Therapie: Fokus verschiebt sich auf Gelenkgesundheit und körperliche Aktivität

Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurden neue Daten präsentiert, die den Fokus in der Behandlung von Hämophilie A verschieben. Weg von der reinen Blutungsrate hin zu funktionellen Endpunkten wie Gelenkgesundheit und physische Belastbarkeit [1]. Zudem bietet der vielversprechende Wirkstoff-Kandidat NXT007 einen spannenden Ausblick auf die nächste Generation therapeutischer Innovationen in der Therapie der Hämophilie A [2, 3].
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