Journal Hämatologie

Aktuelles

Multiples Myelom
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Isatuximab beim Myelom: Subkutane Gabe mit Einsparpotenzial

Nach EU-Zulassung der neuen Darreichungsform ist Isatuximab ab 1. Juli 2026 in Deutschland auch subkutan beim multiplen Myelom verfügbar. Die neue Applikationsweise gilt für alle bestehenden intravenösen Indikationen. Daten aus mehreren Settings stützen ihre klinische Einordnung. Das initial identische Induktionsschema für Personen mit und ohne Eignung für eine Hochdosistherapie ermöglicht Therapieflexibilität.
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Im Spotlight
 7 Min|
Entzündliche Stromazellen und T-Zellen vermitteln das Remodeling der Knochenmarknische bei klonaler Hämatopoese und Myelodysplasie

Entzündliche Stromazellen und T-Zellen vermitteln das Remodeling der Knochenmarknische bei klonaler Hämatopoese und Myelodysplasie

Somatische Mutationen in hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen (HSPCs) können eine klonale Hämatopoese mit unbestimmtem Potenzial (Clonal Hematopoiesis of Indeterminate Potential; CHIP) auslösen und zur Entwicklung myelodysplastischer Syndrome (MDS) führen. CHIP tritt bei mehr als 10% der über 65-Jährigen auf. Die genetischen Treibermutationen in diesen Zellen sind gut charakterisiert, jedoch blieb bisher weitgehend unklar, wie sie ihre unmittelbare Umgebung im Knochenmark beeinflussen. In einer umfassenden Studie mit 84 Personen analysierte eine internationale Forschergruppe nun das zelluläre und molekulare Profil des Knochenmarks über das Spektrum von gesunder Alterung über CHIP bis zur Myelodysplasie.
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Non-Hodgkin-Lymphom
 2 Min|

R/R LBCL: Effektivität eines Bridging-Regimes beeinflusst Wirksamkeit und Sicherheit von CAR-T-Zelltherapien

Anlässlich des 31. EHA in Stockholm (Schweden) erläuterten Fachmediziner, unter anderem wie effektive Regime zur Überbrückung der Zeit bis zur CAR-T-Zelltherapie-Infusion (Bridging-Therapy), die Behandlungsergebnisse in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit beim rezidivierten/refraktären großzelligen B-Zell-Lymphom (R/R LBCL) zugunsten eines höheren Ansprechens und weniger Toxizität beeinflussen könnten [1].
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Medizin
 3 Min|

Follikuläres Lymphom: EU-Zulassung für Epcoritamab + Rituximab und Lenalidomid

Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Epcoritamab erteilt. Der subkutan zu verabreichende bispezifische Antikörper mit begrenzter Therapiedauer kann nun als Kombination mit Rituximab und Lenalidomid (R2) bei Erwachsenen mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt werden. Die chemotherapiefreie Kombinationstherapie ist auf 12 Zyklen begrenzt. Mit ihr können FL-Patient:innen in der EU erstmals ab dem ersten Rezidiv eine auf einem bispezifischen Antikörper basierende Behandlung erhalten. In der Zulassungsstudie EPCORE FL-1 war Epcoritamab + R2 gegenüber R2 bereits bei einem medianen Follow-up von 14,8 Monaten in beiden primären Endpunkten signifikant überlegen: in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Gesamtansprechrate (ORR). R2 zählt bislang zu den Standardtherapien des r/r FL.
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Non-Hodgkin-Lymphom
 2 Min|
EHA 2026

R/R LBCL: Neue Ansätze und eine differenzierte Tumorbiologie

Neue Konzepte jenseits von TCRTs (T-Cell redirecting therapies), wie ein niedermolekular-induzierter, zielgerichteter Proteinabbau (TPD, targeted protein degradation) zum Beispiel mit Golcadomid, haben das Potenzial den wirkstofftauglichen (druggable) Strukturraums und die therapeutischen Möglichkeiten beim großzelligem B-Zell-Lymphom (LBCL) zu erweitern, schilderte Prof. Dr. Eliza Hawkes, Fachärztin im Bereich Hämatologie und Onkologe in Melbourne (Australien) anlässlich des 31. EHA in Stockholm.
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

CEPHEUS-Studie bei NDMM: Hoher klinischer Nutzen für Daratumumab-basiertes Quadruplet in der nicht-Transplantations-geeigneten Situation

Moderne Quadruplet-Therapien unter Einbeziehen eine Anti-CD38-Antikörpers werden heute sowohl bei Erkrankten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) eingesetzt, die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sind (TE) als auch bei jenen, die Transplantations-ungeeignet (TI) sind – ein echter Paradigmenwechsel in der ersten Therapielinie. Wie groß der klinische Nutzen einer Vierfachtherapie aus dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Dara-VRd) speziell für TI-Erkrankte ist, bestätigten die finalen Daten der Phase-III-Studie CEPHEUS für diese Population, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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Follikuläres Lymphom
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Follikuläres Lymphom: Bispezifischer Antikörper wird in der Erstlinie vs. CIT untersucht

Die Erstlinienbehandlung (1L) beim follikulären Lymphom (FL) wird weitestgehend von Chemo-Immuntherapie (CIT)-Regimen bestimmt, wodurch ein langfristiger Vorteil im Gesamtüberleben (OS) erreicht werden kann. Dies betreffe jedoch nur eine Subgruppe der Patient:innen, bei den meisten Betroffenen schreite die Erkrankung dennoch fort, erklärte Dr. Tara Graff, Iowa, USA, auf dem EHA-Kongress 2026.
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EHA 2026
 4 Min|
ATG/ATLG bleibt Standard zur GvHD-Prophylaxe bei allo-SCT
EHA 2026

ATG/ATLG bleibt Standard zur GvHD-Prophylaxe bei allo-SCT

Sowohl Post-Transplant Cyclophosphamide (PTCy) als auch Anti T-Lymphozyten-Globulin (ATLG) oder Anti-Thymozyten-Globulin (ATG)– gewonnen aus Blut von Kaninchen, die mit der Jurkat-T-Zelllinie bzw. humanen Thymozyten immunisiert wurden – werden im Kontext einer allogenen Stammzelltransplantation (allo-SCT) zur Prophylaxe einer Graft-versus-host-Erkrankung (GvHD) bei HLA-kompatiblen nicht-verwandten oder verwandten Spender:innen eingesetzt. Erstmals wurden nun beide Strategien in einer großen Phase-III-Studie mit Nicht-Unterlegenheits-Design direkt miteinander verglichen, und zwar im Hinblick auf Überlebensparameter und ihre Fähigkeit, der GvHD vorzubeugen. Prof. Johannes Schetelig von der Bereichsleitung Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden, stellte die Daten, die mit ATG/ATLG einen Sieger hervorbrachten, beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vor [1].
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Multiples Myelom
 1 Min|

CEPHEUS-Daten untermauern Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie

Die finale Analyse der Phase-III-Studie CEPHEUS zeigt einen nachhaltigen Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie DVRd (Daratumumab plus Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason) bei nicht-transplantationsgeeigneten Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom. Die Ergebnisse wurden auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentiert und von PD Dr. Johannes Waldschmidt, Universitätsklinikum Würzburg, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz erläutert.
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EHA 2026
 2 Min|
EHA 2026

CLL: 3-Jahres-Daten der Beobachtungsstudie NAOS: Acalabrutinib 1L und ≥2L

Die Ergebnisse aus der bisher größten europäischen und französischen Beobachtungsstudie NAOS zur Behandlung von Patient:innen mit CLL in der Erstlinie (1L) sowie nach 2 oder mehr Vortherapien (≥2L) bei refraktärer/rezidivierender (rr) Erkrankung mit dem Bruton-Tyrosinkinase (BTKi) Acalabrutinib unterstützen die Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien (RCT). Die Ergebnisse von NAOS mit einem Follow-up von 3 Jahren wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-kongress präsentiert [1].
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Medizin
 3 Min|

Isatuximab als subkutane Darreichungsform zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen

Die Europäische Kommission hat Isatuximab subkutan (SC) in Kombination mit den jeweils zugelassenen Standardtherapien für die Behandlung von Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) in allen bestehenden Indikationen der intravenösen (IV) Formulierung von Isatuximab zugelassen. Isatuximab ist die erste onkologische Therapie in der EU, die wahlweise als manuelle SC-Injektion oder mittels On-Body Delivery-System (OBDS) appliziert werden kann. Die manuelle Injektion erfolgt vergleichbar wie bei anderen monoklonalen Antikörpern.
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