News
EHA 2026
EHA 2026
Smoldering Multiples Myelom mit hohem Risiko: Erste Ergebnisse zum frühen Einsatz des T-Zell-Engagers Elranatamab in Phase-II-Studie ERASMM
Ein früher Einsatz eines Immunzell-stimulierenden bi-spezifischen Antikörpers (T-Zell-Engager) könnte beim Smoldering Multiplen Myelom (SMM) sinnvoll sein, da zu diesem Zeitpunkt das Immunsystem nicht durch vorangegangene Therapien beeinträchtigt ist. In der Phase-II-Studie ERASMM wurde der T-Zell-Engager Elranatamab (Elra; anti-BCMA-/anti-CD3-Antikörper) bei Patient:innen mit SMM untersucht. Erste Ergebnisse präsentierte Dr. Cyrille Touzeau, Nantes, Frankreich, auf dem EHA-Kongress [1].
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
RR NHL: CD19/CD20-adressierende In-vivo-CAR-T-Zelltherapie LB2051 zeigt vielversprechende Aktivität bei guter Verträglichkeit
In‑vivo‑CAR‑T‑Zellen, die in Patient:innen selbst erzeugt werden und keine Lymphodepletion erfordern, könnten in Zukunft möglicherweise eine Off-the-shelf-Alternative für Ex‑vivo‑CAR‑T‑Zelltherapien bei Erkrankten mit rezidivierten/refraktären Non-Hodgkin-Lymphomen (RR NHL) darstellen. Das zumindest legen vorläufige Daten einer Phase-I-Studie aus China mit einer First‑in‑Class In-vivo‑CAR-T-Zelltherapie mit dualem CD19/CD20‑Targeting nahe, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Pädiatrische B-ALL: T-Zell-Engager wirksamer und weniger toxisch als Chemotherapie
Die Therapie der pädiatrischen akuten lymphatischen B-Zell-Leukämie (B-ALL) ist eine Erfolgsgeschichte. Weil aber nicht alle Patient:innen geheilt werden können und überdies die Toxizität der sehr aggressiven Therapien hoch ist, führt zum Beispiel die Berlin-Frankfurt-Münster-Gruppe (BFM) in Zusammenarbeit mit der italienischen Associazione Italiana di Ematologia e Oncologia (AIEOP) weiter Therapieoptimierungsstudien durch. Mit einer Hochrisiko-Kohorte ihrer Phase-III-Studie 2017 hat dieses Konsortium nun einen weiteren Erfolg erzielt, den sie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm präsentieren konnte.
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
SUCCESSOR-2-Studie: Dreierkombi aus Mezigdomid, Carfilzomib und Dexamethason senkt das Progressionsrisiko beim RRMM
Es gibt – gerade im Zeitalter moderner Quadruplet-Therapien – immer mehr Erkrankte mit Multiplem Myelom (MM), die nach Versagen der Erstlinientherapie bereits Anti-CD38-Antikörper- und Lenalidomid(Len)-exponiert oder gar -refraktär sind, was die Behandlungsoptionen für die Zweitlinie einschränkt. Mit Mezigdomid, einem potenten CELMoD (Cereblon E3 Ligase Modulator) als Add-on zur Standardtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd) konnte nun im Phase-III-Setting der SUCCESSOR-2-Studie gegenüber alleinigem Kd eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) von Erkrankten mit rezidiviertem/refraktärem (RRMM) und vorheriger Anti-CD38-Antikörper- und Len-Exposition erreicht werden – über alle Subgruppen hinweg. Damit qualifiziert sich die neue Triplette als ein möglicher neuer Behandlungsstandard ab der 2. Linie beim RRMM, wie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2026 zu hören war [1].
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Presidential-Symposium II: Die Zukunft für Hämophilie-Patient:innen gestalten
Die Entwicklung der Hämophilie-Therapie lässt sich als ein Weg von einer lebensbedrohlichen Erkrankung hin zu einer heute weitgehend kontrollierbaren chronischen Erkrankung zusammenfassen. Als letzter Vortrag während des 2. Präsidentensymposiums beim EHA 2026 skizierte Dr. Pratima Chowdary, University Collage, London, diesen Weg und wies auf die Zukunft einer personalisierten Medizin auch für Hämophilie-Patient:innen hin [1].
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Neue krankheitsmodifizierende Medikation bei Sichelzellkrankheit
Anämie und Hämolyse sind die Hauptprobleme bei der Sichelzellkrankheit und Ursachen akuter und chronischer Komplikationen sowie erhöhter Mortalität. Ein Medikament, das bereits zur Behandlung der kongenitalen Pyruvatkinase-Defizienz zugelassen ist, scheint auch krankheitsmodifizierend bei der Sichelzellkrankheit zu wirken, wie eine bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellte globale Phase-III-Studie ergab.
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Ermutigende Daten für R-Pola-mini-CHP vs. R-mini-CHOP bei älteren, gebrechlichen Erkrankten
Die laufende randomisierte akademische Phase‑III‑Studie POLAR BEAR der Nordic Lymphoma Group evaluiert, ob hochbetagte, gebrechliche Patient:innen mit diffus großzelligem B‑Zell‑Lymphom (DLBCL) vom Einbeziehen des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Polatuzumab Vedotin (Pola) in die erste Behandlungslinie profitieren können. Im Regime R-Pola-mini-CHP ersetzt Pola dabei das Zytostatikum Vincristin in R-mini-CHOP, dem Behandlungsstandard für ältere gebrechliche Population [1]. Erste Daten der Studie, die beide Kombinationsregime direkt miteinander vergleicht, seien ermutigend, berichtete Prof. Dr. Mats Jerkeman von der Lund University in Lund, Schweden, beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 [2].
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Wie man die Wirkung von bispezifischen T-Zell-Engagern optimieren könnte
T-Zell-Engager sind bispezifische Antikörper, die an Antigene auf Tumorzellen und auf zytotoxischen T-Lymphozyten zugleich binden und dadurch die T-Zellen direkt zur Lyse der malignen Zelle veranlassen – so zumindest die Theorie. Die Wirkung ist aber nicht sicher vorherzusagen, was einerseits an Escape-Mechanismen der Tumorzellen liegen, andererseits aber auch durch Hemmung der T-Zellen bedingt sein kann. Chinesisch-amerikanische Hämatologen haben einen solchen T-Zell-intrinsischen inhibitorischen Mechanismus aufgeklärt und die Ergebnisse bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellt.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Weitere Verdi-Proteste an Kliniken am Montag
An deutschen Krankenhäusern gehen am Montag Proteste gegen Kürzungen im Gesundheitswesen weiter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat bundesweit Service-Beschäftigtean mehr als 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu Aktionen aufgerufen. Es kann dabei nach Angaben eines Verdi-Sprechers auch zu kleineren Einschränkungen in den Häusern kommen. Gefordert werden gute Bedingungen und Bezahlung für Bereiche wie Reinigung, Küche, Wäscherei, Logistik, Patiententransport, Empfang, Technik, Sterilisation oder Sicherheitsdienst.
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Keine Hinweise auf sekundäre Malignome oder Vektortoxizität bei CAR-T-Zell-Therapie
Nach einer T-Zell-Therapie mit chimären Antigen-Rezeptor (CAR)-T-Zellen wurden in seltenen Fällen sekundäre Malignome (sekundäre primäre Malignität; SPM) beobachtet. Eine Analyse stützt nun die langfristige Sicherheit einer CAR-T-Zell-Therapie mit Lisocabtagene Maraleucel (Liso-cel) oder Idecabtagene Vicleucel (Ide-cel) bei > 1.300 Patient:innen und einem klinischen Follow-up von über 8 Jahren, ergänzt um Daten von rund 12.000 Patient:innen aus Post-Marketing-Studien. Es gab keine Hinweise für SPM mit einem T-Zell-Ursprung oder für eine Toxizität der lentiviralen Vektoren (LVV). Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress präsentiert [1].
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Apothekenreform passiert Bundesrat
Apotheken können künftig mehr Leistungen wie Impfungen, Vorsorge und Tests anbieten und in bestimmten Fällen auch verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept abgeben. Eine entsprechende Reform der schwarz-roten Koalition, die der Bundestag bereits verabschiedet hatte, ließ der Bundesrat in Berlin passieren.
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Brexu-cel beim RR MCL: Zellprofil, frühe Expansion und Ausgangsmerkmale in Zusammenhang mit der Ansprechdauer
Die auf dem EHA-Kongress 2026 präsentierten Daten der ZUMA-2-Studie (Kohorte 3) zeigen, dass Brexucabtagen-Autoleucel (brexu cel) bei BTKi-naiven Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Mantelzelllymphom (RR MCL) hohe Ansprechraten erzielt. Anhaltende Remissionen (18 Monate) wurden über alle Krankheitsstadien hinweg beobachtet (1).
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome: Tafasitamab + Lenalidomid verstärkt Wirkung von R-CHOP
Es kommt Bewegung in die Erstlinientherapie aggressiver Non-Hodgkin-Lymphome: Patient:innen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) sowie anderen hochgradigen B-Zell-Lymphomen (HGBL) profitieren von der Zugabe von Tafasitamab und Lenalidomid zum 2 Jahrzehnte alten Standard R-CHOP, wie die bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellte Phase-III-Studie frontMIND nahelegt [1].
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
RR/MRD+ AML: Switchable allogene CAR-T-Zellen zeigen vielversprechende Aktivität
In einer Phase-IA-Studie konnten erstmals bei Erkrankten mit CD123‑positiver rezidivierter/refraktärer (RR) oder messbare Resterkrankung‑positiver (MRD+) akuter myeloischer Leukämie (AML) mit Hilfe einer gegen CD123 gerichteten „switchable“ allogenen CAR‑T‑Technologie tiefe und anhaltende Remissionen bei handhabbarem Sicherheitsprofil erreicht werden. Prof. Dr. Martin Wermke vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden stellte die aus seiner Sicht „extrem vielversprechenden“ Daten beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract vor [1].
Lesen Sie mehr
Hämophilie
Auf den Ausgleich kommt es an: Effektives Rebalancing mit Marstacimab bei Hämophilie
Rebalancing-Strategien sind ein neuer Ansatzpunkt im Management der Hämophilie. Sie weisen das Potential auf, das natürliche Gleichgewicht zwischen Blutung und Gerinnung wiederherzustellen. Der monoklonale Antikörper Marstacimab zielt gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor, wodurch die FXa- und Thrombinproduktion gesteigert und das gestörte Hämostasegleichgewicht ausbalanciert wird.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Verbände fordern Hitzeschutz in der Krisenvorsorge
Deutschland ist auf Extremhitze als Krisenlage aus Sicht von Gesundheits- und Klimaexperten bisher nicht ausreichend vorbereitet. Mehr als 150 Institutionen und Verbände aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft fordern daher, Hitzeschutz systematisch in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz zu integrieren.
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
DLBCL: Real-world-Analyse deutet auf Überlebensvorteil mit Polatuzumab Vedotin-Kombination in asiatischer Studienkohorte hin
Frühe Daten einer Real-world-Analyse deuten auf einen signifikanten Überlebensvorteil mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Polatuzumab Vedotin (Pola) plus R-CHP* im Vergleich zu R-CHOP** bei asiatischen Patient:innen mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) hin, insbesondere bei hohem Risikoprofil (IPI-Score 3 –5) und beim nicht keimzentrumsartigen (GCB)-Subtyp. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress vorgestellt [1].
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
MonumenTAL-3: Neuer T-Zell-Engager beim Multiplen Myelom in früheren Therapielinien?
Beim Multiplen Myelom (MM) haben neben Immunmodulatoren, Proteasom-Inhibitoren, CD38-Antikörpern und CAR-T-Zellen auch bispezifische Antikörper, v.a. T-Zell-Engager, in den letzten Jahren die Therapie umgekrempelt. Talquetamab, bisher in späteren Therapielinien eingesetzt, scheint einer bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellten Phase-III-Studie zufolge auch in frühen Stadien bemerkenswerten Erfolg zu haben [1].
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Covid-Impfstoffdeals: Gutachten sieht Verstoß der EU-Kommission
Milliarden für Impfdosen, aber keine volle Transparenz? Ein Gutachter am höchsten europäischen Gericht rügt die EU-Kommission. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.
Lesen Sie mehr
EHA 2026
EHA 2026
14- vs. 28-Tages-Schema von Ven/Aza: Gleichwertigkeit nicht bei allen molekularen Subgruppen
Die Kombination aus dem BCL2-Inhibitor Venetoclax (Ven) und der hypomethylierenden Substanz Azacitidin (Aza) – mit kontinuierlichem Ven über 28-Tage (AV28) – ist Erstlinien-Standard für Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML), die für eine intensive Chemotherapie nicht geeignet sind. Im klinischen Alltag wird Ven allerdings häufig mit verkürzter Dauer verabreicht, ohne dass dafür belastbare Evidenz vorliegt. In der randomisierten Phase-II-Studie OPTI-AML wurde das Standardschema erstmals direkt mit einer verkürzten Ven-Applikation über 14 Tage (AV14) verglichen. Wie beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 zu hören war, war das verkürzte Schema dem Standard im Hinblick auf die nach 2 Zyklen erreichte Rate an kompletten Remissionen (CR) nicht gleichwertig, zumindest nicht bei bestimmten molekularen Subgruppen [1].
Lesen Sie mehr