News
Medizin
Neue Therapieansätze bei T-Zell-Leukämie im Kindesalter
Kinder und Jugendliche mit einer schwer behandelbaren Form von Blutkrebs – der T-Zell akuten lymphoblastischen Leukämie (T-ALL) – sollen künftig wirksamer behandelt werden können. In einer internationalen Studie wird untersucht, ob ein zusätzliches Medikament die Leukämiezellen empfindlicher für Chemotherapie machen und so deren Wirkung verstärken kann. Durchgeführt wird die Studie unter Leitung von Prof. Dr. Gunnar Cario an der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie des UKSH, Campus Kiel. Das Kieler Studienzentrum für Leukämie im Kindes- und Jugendalter koordiniert das Vorhaben und erhält dafür eine Förderung in Höhe von über 2,4 Millionen Euro durch die Deutsche Krebshilfe.
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Gesundheitspolitik
Hausärzt:innen gegen Bestellregeln von Grippeimpfstoff
Weil sie Grippeimpfstoffe lange im Voraus bestellen müssen, können Arztpraxen nach eigenen Angaben nicht schnell genug auf eine höhere Nachfrage reagieren. Hausärzt:innen fordern daher, von finanziellen Risiken bei solchen Bestellungen befreit zu werden. „Unsere Praxen haben aktuell keinerlei Möglichkeit, auf eine stärkere Nachfrage angemessen zu reagieren. Grund ist die extrem rigide Bestellregelung, die uns keinerlei Flexibilität erlaubt“, betonen Nicola Buhlinger-Göpfarth und Markus Beier, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
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Medizin
Hämophilie A-Therapie: Fokus verschiebt sich auf Gelenkgesundheit und körperliche Aktivität
Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurden neue Daten präsentiert, die den Fokus in der Behandlung von Hämophilie A verschieben. Weg von der reinen Blutungsrate hin zu funktionellen Endpunkten wie Gelenkgesundheit und physische Belastbarkeit [1]. Zudem bietet der vielversprechende Wirkstoff-Kandidat NXT007 einen spannenden Ausblick auf die nächste Generation therapeutischer Innovationen in der Therapie der Hämophilie A [2, 3].
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen: Reform muss bei den Ausgaben ansetzen
Die gesetzlichen Krankenkassen haben vor Reformen im Gesundheitswesen zulasten der Versicherten gewarnt. Der Chef des Spitzenverbands der Krankenkassen, Oliver Blatt, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zu Vorschlägen wie einer Wiedereinführung der Praxisgebühr oder einer höheren Zuzahlung der Versicherten bei Krankenhausaufenthalten: „All diese Vorschläge eint, dass sie den Weg des geringsten Widerstandes suchen und alle zulasten von Patient:innen und Beitragszahlenden gehen.“ Die Kassen seien der Ansicht, dass es grundlegende Strukturreformen brauche, die bei den Ausgaben ansetzen.
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Gesundheitspolitik
Merz kritisiert Fehltage wegen Krankheit
Wegen des hohen Krankenstands stellt Bundeskanzler Friedrich Merz erneut die telefonische Krankschreibung infrage. Darüber müsse man mit dem Koalitionspartner SPD sprechen, sagte der CDU-Vorsitzende im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg. Bei SPD, Grünen, Linken und BSW traf das auf Kritik. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gab ihm hingegen recht.
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Medizin
Alzheimer-Medikament zeigt Wirkung bei Sichelzellanämie
Das seit Langem zugelassene Alzheimer-Medikament Memantin könnte künftig auch Patient:innen mit Sichelzellanämie helfen. Erste klinische Daten einer internationalen Forschungsgruppe, dass der Wirkstoff gut verträglich ist, die Beschwerden verringert und die Lebensqualität trotz Erbkrankheit verbessert.
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Gesundheitspolitik
Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus
Die meisten Kinder, die zurzeit wegen einer akuten Atemwegsinfektion ins Krankenhaus kommen, haben eine Grippe. „ Im Moment liegen die Influenza-Fälle über denen mit Sars-Cov-2 und RSV“, sagt Nicole Töpfner, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Presse-Agentur.
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Gesundheitspolitik
Sparpaket für Krankenkassen: Details bleiben unklar
Auf Patienti:nnen rollt eine Sparwelle im Gesundheitswesen zu – aber die Details bleiben bis zum Frühjahr offen. Ende März werde die beauftragte Kommission ihre Finanzierungsvorschläge machen, dann werde bis zur Sommerpause ein Gesetzentwurf vorgelegt, sagte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in Berlin. Bis Oktober soll das Gesetz beschlossen sein.
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Gesundheitspolitik
Wie neue Pläne für Medizin-Cannabis polarisieren
Legales Cannabis wird tonnenweise für Konsum auf Rezept importiert - doch Regierungspläne gegen Missbrauch stoßen auf unterschiedliche Reaktionen. Polizei- und ÄrzteschaftVertreter:innen begrüßen einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für Verschärfungen bei Medizinal-Cannabis. Patientenverbände und die Cannabisbranche warnen gegenüber dem Gesundheitsausschuss des Bundestags dagegen vor einer solchen Verschärfung. Das zeigen Stellungnahmen zu einer Anhörung des Gesundheitsausschusses in Berlin.
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Medizin
CHIP-Mutationen erhöhen Herzrisiko bei älteren Patient:innen
Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich blutbildende Stammzellen verändern und ungewollte Zellklone produzieren. Man spricht dann von „klonaler Hämatopoese mit unbestimmtem Potenzial", auf Englisch: „clonal hematopoiesis of indeterminate potential“ – abgekürzt CHIP. Einige dieser mutierten Blutzellen stehen im Verdacht, Entzündungsprozesse zu befeuern. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen neu auslösen und bereits bestehende kardiovaskuläre Probleme verschärfen. Wissenschaftler:innen des Uniklinikums Freiburg und der Charité – Universitätsmedizin Berlin wollen den genauen Mechanismus bei diesen sogenannten CHIP-Mutationen entschlüsseln, die besonders häufig bei Patient:innen mit Vorhofflimmern vorkommen. Die Deutsche Herzstiftung treibt diese in Fachkreisen viel beachtete Grundlagenforschung jetzt mit Fördergeldern in Höhe von rund 70.000 Euro voran.
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Gesundheitspolitik
Zahl der Organspender erreicht höchsten Stand seit 2012
In Deutschland hat es 2025 mehr Organspender gegeben als in den vergangenen Jahren. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) meldet den höchsten Stand seit 2012.
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Gesundheitspolitik
Menstruationsurlaub? Minister setzt auf Krankmeldung
Frauen mit starken Regelschmerzen sollten sich nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheits- und Arbeitsminister Andreas Philippi problemlos krankmelden können. „Wenn Frauen extrem darunter leiden, sollten sie zum Arzt gehen und dann auch krankgeschrieben werden“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.
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Im Spotlight
VEXAS-auslösende UBA1-Mutationen: Kanonische und nicht-kanonische Varianten im Vergleich
Die schwere inflammatorische und hämatologische Erkrankung VEXAS wird von Mutationen in UBA1 hervorgerufen. Neben der häufigsten kanonischen Form M41 gibt es jedoch weitere. In einer Screeningstudie des Münchner Leukämielabors fielen jetzt rund ein Drittel der entdeckten Varianten in die Kategorie nicht-kanonisch [1]. Funktionell resultierten zwar sämtliche untersuchte UBA1 -Mutationen in einem Rückgang der globalen Polyubiquitinierung – jedoch war bei den kanonischen nur die rein zytoplasmatische Isoform UBA1b betroffen, bei nicht-kanonischen sowohl die Proteinfunktion im Zellkern als auch im Zytoplasma beeinträchtigt. Klinisch traten die M41-Mutationen meist als Myelodysplastische Syndrome (MDS) in Erscheinung, in der Regel ohne Co-Mutationen neben UBA1 . Patient:innen mit nicht-kanonischen Varianten trugen häufiger Co-Mutationen, und das Erkrankungsspektrum umfasste mehr maligne Diagnosen.
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ASH 2025
ASH 2025
B-ALL: Modifiziertes Behandlungsschema unabhängig vom MRD-Status verbessert Gesamtüberleben
Erhielten Patient:innen mit B-Vorläufer-akuter lymphoblastischer Leukämie (B-ALL) unabhängig vom Status der minimalen Resterkrankung (MRD) in der Erstlinie ein modifiziertes Behandlungsschema mit dem bispezifischen Antikörper Blinatumomab (Blina), verbesserte sich die Gesamtüberlebenszeit (OS) in dieser Kohorte. Zudem waren die Ergebnisse bei jüngeren Patient:innen verbessert, die eine strukturierte Behandlung im klinischen Setting erhielten.
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Gesundheitspolitik
US-Regierung: weniger empfohlene Impfungen für Kinder
US-Präsident Donald Trumps Regierung rät künftig zu deutlich weniger Impfungen für Kinder als bislang. Die Impfempfehlung solle nur noch für die elf „schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten“ gelten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. „Eltern können ihren Kindern weiterhin alle Impfungen verabreichen lassen, falls gewünscht“, schrieb Trump weiter. Die Kosten dafür würden weiter von den Krankenkassen übernommen.
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Gesundheitspolitik
Viele warten länger als 30 Tage auf Facharzttermin
Jeder vierte gesetzlich Versicherte wartet in Deutschland länger als 30 Tage auf einen Facharzt-Termin. 30% empfinden die Wartezeit als zu lang, wie aus einer Umfrage des Krankenkassen-Spitzenverbands weiter hervorgeht.
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MDS
Negative Phase-III-Daten zu Venetoclax beim MDS – wie geht es damit jetzt weiter?
Die Phase-III-Studie VERONA verfehlte ihre Hauptziele. Was bedeutet das für zusätzliches Venetoclax beim myelodysplastischen Syndrom (MDS)? Das Aus zwar nicht, aber man sollte sich auf eine echte Hochrisikopopulation konzentrieren, urteilte ein deutscher Experte. Und in der Schnelligkeit des Ansprechens sieht er sogar eine echte Chance für eine spezielle Subgruppe. Für Imetelstat wurden auf dem ASH außerdem prädiktive Marker präsentiert, die wohl in wenigen Zyklen anzeigen, wer ansprechen wird und wer nicht.
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Gesundheitspolitik
Ärztepräsident fordert Zucker- und Alkohol-Abgabe
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, wirbt für eine neue Abgabe auf Alkohol, Tabak und Zucker. Bei einer wirkungsvollen zweckgebundenen Verwendung könnte sich wahrscheinlich „eine Mehrheit dem anschließen“, sagte Reinhardt bei einer Neujahrspressekonferenz der Bundesärztekammer in Berlin. „Es wäre sinnvoll, das zu tun und die daraus entstehenden Einnahmen dem Gesundheitswesen zuzuführen.“
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Entitätsübergreifend
ASH 2025
Relevante Studiendaten aus CLL17, EPCOR-FL1 und Verona
Im Rahmen eines virtuellen ASH-Previews wurden Daten zu chronischer lymphatischer Leukämie, follikulärem und primär mediastinalem B-Zell-Lymphom sowie zum myelodysplastischen Syndrom vorgestellt. Die Ergebnisse aus CLL17, EPCOR-FL1 und Verona liefern neue Hinweise auf Wirksamkeit, Sicherheit und Grenzen aktueller Therapiestrategien.
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Gesundheitspolitik
Deutsche wünschen sich Schulfach „Gesundheit“
Laut einer Umfrage ist eine Mehrheit der Menschen in Deutschland für die Einführung des Unterrichtsfachs „Gesundheit“. 71% der Befragten der Umfrage von YouGov im Auftrag der Krankenversicherung Hanse Merkur gaben an, dass es das Schulfach geben sollte, „um von klein auf zu lernen, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen“.
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