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Gesundheitspolitik
Rechnungshof: Milliarden für Ärzt:innen bringen nichts
Trotz Mehrausgaben im Milliardenbereich für eine bessere Terminvergabe bei den Ärzt:innen hat sich die Versorgungslage für die Versicherten laut Bundesrechnungshof verschlechtert. Das entsprechende Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von 2019 sollte mit zusätzlichen Vergütungsregelungen Wartezeiten für Versicherte reduzieren. „Dies wurde nicht erreicht“, so der Rechnungshof in einem neuen Bericht. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, „Politico“ berichtete zuerst darüber.
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Gesundheitspolitik
DAK: Hunderttausende Kinder als Passivraucher in Autos
Mehr als 750.000 Kinder und Jugendliche werden nach Zahlen der Krankenkasse DAK in privaten Autos mit Zigarettenrauch belastet. 10,9% der Schulkinder sind oft oder sehr oft Tabakrauch im Auto ausgesetzt, rund 36% manchmal, wie aus dem DAK-Präventionsradar hervorgeht. Das Kieler Institut für Therapie-und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) befragte dazu im Schuljahr 2024/2025 mehr als 26.500 Schüler:innen in 14 Bundesländern. Ein weiteres Ergebnis: Kinder und Jugendliche mit einem niedrigen sozialen Status fahren häufiger in einem privaten Auto mit, in dem geraucht wird, als Minderjährige aus höheren sozialen Schichten.
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Gesundheitspolitik
Patientenschützer fordert genug Sprechstunden
Für schnellere Facharzttermine in Deutschland sieht die Deutsche Stiftung Patientenschutz auch die Ärzt:innen selbst gefordert. Vertraglich zugesichert seien wöchentlich 25 Stunden Präsenzzeiten für Kassenpatient:innen, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Diese müssten auch eingehalten werden. Die Patient:innen stattdessen in Krankenhäusern behandeln zu lassen, gehe wegen deren Überlastung dagegen an der Realität vorbei.
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Medizin
Beschleunigte Alterung bei Krebsüberlebenden: Chronische Erkrankungen treten früher auf
Krebstherapien im Kindes- und Jugendalter haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Heute überleben mehr als 85% der jungen Patient:innen mindestens fünf Jahre nach der Diagnose. Mit dem Erreichen des Erwachsenenalters sehen sich die Überlebenden jedoch erhöhten Risiken für Zweitkrebserkrankungen, kardiovaskuläre Ereignisse und andere behandlungsbedingte Spätfolgen gegenüber. Eine wegweisende Simulationsstudie beleuchtet nun erstmals systematisch das Phänomen der „beschleunigten Alterung“ bei über 22.000 Überlebenden von Krebserkrankungen im Kindesalter.
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Gesundheitspolitik
Weniger Steuern auf Arzneien, mehr auf Tabak
Die Krankenkasse DAK-Gesundheit schlägt angesichts drohender neuer Finanzlücken bei den gesetzlichen Krankenversicherungen im nächsten Jahr eine Erhöhung der Steuern auf Tabak und Alkohol vor. Damit sollte eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel und Hilfsmittel von 19% auf 7% finanziert werden, wie ein Stufenplan der Kasse vorsieht. Für die Ausgaben der Krankenkassen sollte außerdem bis zum Ende der Wahlperiode 2029 festgelegt werden, dass sie nur im Einklang mit den Einnahmen steigen.
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Gesundheitspolitik
Zum Facharzttermin in sechs Wochen: Warken gelobt Besserung
Patient:innen müssen immer länger auf einen Facharzttermin warten. Die Wartezeiten sind nach aktuellen Zahlen auf sechs Wochen im Schnitt angestiegen. Der Ruf nach Verbesserungen wird lauter. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verspricht den Versicherten künftig schnellere Termine bei tatsächlichem Bedarf. „Wenn ein schneller Termin medizinisch notwendig ist, so soll er auch gewährt werden“, sagte Warken in Berlin.
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Medizin
CHMP empfiehlt Zulassung von Belumosudil zur Behandlung der chronischen Graft-versus-Host-Erkrankung
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittela-Agentur (EMA) empfiehlt in einer positiven Stellungnahme die bedingte Zulassung des ROCK2-Inhibitors Belumosudil zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg mit chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD), wenn andere Behandlungsoptionen einen begrenzten klinischen Nutzen bieten, nicht geeignet sind oder ausgeschöpft wurden.
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Gesundheitspolitik
CDU gegen Zahnarztkosten-Vorstoß
Der Vorschlag des CDU-Wirtschaftsrats nach Streichung der Krankenkassen-Zahnarzt-Bezahlung wird in der CDU bis in die Führung hinein breit abgelehnt. „Einzelne Vorschläge wie die jüngste Debatte um die Zahnarztkosten sind nicht zielführend“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann dem „stern“. CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken stellte fest: „Die Forderung, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der GKV zu streichen, wird nicht umgesetzt.“ Bereits der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer hatte gesagt: „Derartige Pläne gibt es in der Bundesregierung nicht.“
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Medizin
Neue Studiendaten zur Gentherapie bei Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie bei Kindern
Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) wurden erstmals klinische Daten zur Gentherapie mit Exagamglogene autotemcel (Exa-cel) bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren mit schwerer Sichelzellkrankheit (SCD) oder transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie (TDT) präsentiert. Zudem wurden Follow-up-Daten aus Studien mit Patient:innen ab zwölf Jahren vorgestellt. Exa-cel ist eine nicht-virale, ex vivo, auf CRISPR/Cas9-Geneditierung basierende Zelltherapie für geeignete Patientinnen und Patienten mit SCD oder TDT, bei der die Patienten-eigenen hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen in der erythroid-spezifischen Enhancer-Regiondes BCL11A-Gens durch einen präzisen Doppelstrangbruch editiert werden.
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Gesundheitspolitik
Push-Mitteilungen bei E-Patientenakten geplant
Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) sollen für Versicherte attraktiver werden. Ab Herbst soll es in der App eine Funktion mit Push-Benachrichtigungen geben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortete. „Dadurch erhalten Versicherte umgehend die Information zu neuen Dokumenten und Inhalten in ihrer ePA und können sich aktiv damit befassen.“ Ab Jahresende soll für Ärzt:innen außerdem eine Volltextsuche verfügbar sein, was einen großen Mehrwert im Praxisalltag biete.
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Multiples Myelom
Neuartige CAR-T-Zelltherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom
Die neuartige gegen GPRC5D gerichtete CAR-T-Zelltherapie RD118 erzielte in einer Phase-I-Studie bei stark vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom (r/r MM) eine Gesamtansprechrate von 94,4%. Die Therapie zeigte auch bei Patient:innen, die zuvor eine gegen BCMA gerichtete CAR-T-Behandlung erhalten hatten, eine hohe Wirksamkeit bei überschaubarem Sicherheitsprofil.
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Gesundheitspolitik
500 Millionen für Postinfektions-Erkrankungen
Die Bundesregierung will gemeinsam mit der Wissenschaft und Betroffenenvertreter:innen die Erforschung von Folgeerkrankungen von Infektionen vorantreiben. Forschungsministerin Dorothee Bär rief dazu gemeinsam mit Expert:innen in Berlin eine sogenannte nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen aus. Die CSU-Politikerin kündigte für die kommenden zehn Jahre Forschungsmittel in Höhe von 500 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt ihres Ministeriums an.
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Gesundheitspolitik
Chroniker:innen warten auf vereinfachte Rezeptausstellung
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz beklagt Verzögerungen bei einer gesetzlichen Neuregelung, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche nur zum Rezeptholen ersparen soll. „Es kann nicht sein, dass eine sinnvolle Lösung für Patient:innen weiter auf die lange Bank geschoben wird“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er rief Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zum Eingreifen auf.
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Gesundheitspolitik
Mehrheit für telefonische Krankschreibung
Eine deutliche Mehrheit der Bürger:innen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge gegen eine Abschaffung der telefonischen Krankschreibung. In der Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL sprachen sich 62% für die Beibehaltung der Regelung aus, 35% plädierten dagegen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat für die repräsentative Erhebung am 22. und 23. Januar 1.007 Bürger:innen befragt.
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Gesundheitspolitik
Drohender Engpass bei Antibiotika
Wegen drohender kritischer Lieferengpässe bei bestimmten Antibiotika greifen für sie jetzt Sonderregeln zum Sichern der Versorgung. Das Bundesgesundheitsministerium gab bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin, die gespritzt werden, einen Versorgungsmangel bekannt. Diese Feststellung erlaubt nun befristet Abweichungen von Vorgaben, um ein leichteres Ausweichen auf importierte Produkte zu ermöglichen.
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Medizin
Vonicog alfa auch als Therapieoption für Kinder mit Von-Willebrand-Erkrankung zugelassen
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Zulassung für Vonicog alfa auf die On-Demand-Behandlung von Blutungen bei Kindern und Jugendlichen mit Von-Willebrand-Erkrankung (VWE) erweitert [1].
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Gesundheitspolitik
Hoher Krankenstand kostet Wirtschaft 160 Milliarden
Die häufigen Ausfälle von Beschäftigten wegen Krankheit kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. „Seit vier Jahren ist der Krankenstand auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau mit erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen“, heißt es in einer Studie des Pharmaverbands VFA, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Arbeitnehmer:innen in Deutschland seien häufiger krank als in anderen Ländern.
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Gesundheitspolitik
Auftakt für die Zuerst-zum-Hausarzt-Reform
Wie schnell kann man zur Orthopädin oder zum Hautarzt gehen? Häufig müssen Kassenpatient:innen darauf wochenlang warten. Für verlässlichere Termine bei Fachärzt:innen soll nach Plänen der schwarz-roten Koalition künftig eine gezieltere Patientensteuerung sorgen. Und zwar nach der Maxime: in der Regel erst einmal in die Hausarztpraxis. Gesundheitsministerin Nina Warken CDU) lädt am Dienstag zum Auftakt für einen Dialog mit den Akteur:innen von Ärztevertretern bis zu den Krankenkassen. Die oppositionellen Grünen sehen ein großes Potenzial, warnen aber vor neuen Überlastungen.
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Medizin
Neuartiges Immunzytokin gegen akute myeloische Leukämie entwickelt
Forschende vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung am DKFZ-Partnerstandort Tübingen haben mit Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung ein Immunzytokin entwickelt. Das modifizierte Immunzytokin (MIC-Molekül) aktiviert gezielt Immunzellen gegen Leukämiezellen und kann die schwerwiegenden Nebenwirkungen vermeiden, die bisher verfügbare Immunzytokine auslösen. In Labor- und Tiermodellen zeigten die MIC-Moleküle eine starke und vor allem gezielte Immunaktivierung gegen die Leukämie – ein vielversprechender Schritt in Richtung klinische Anwendung.
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Gesundheitspolitik
Bundesweiter Warnstreik an Universitätskliniken
Mit Warnstreiks wollten Beschäftigte aus bundesweit 22 Universitätskliniken an diesem Dienstag den Druck im aktuellen Tarifstreit um den öffentlichen Dienst verstärken. An den meisten Standorten soll der Ausstand laut der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch fortgesetzt werden.
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