News
Medizin
Neuartiges Immunzytokin gegen akute myeloische Leukämie entwickelt
Forschende um Prof. Dr. Salih vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung am DKFZ-Partnerstandort Tübingen haben mit Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung ein Immunzytokin entwickelt. Das modifizierte Immunzytokin (MIC-Molekül) aktiviert gezielt Immunzellen gegen Leukämiezellen und kann die schwerwiegenden Nebenwirkungen vermeiden, die bisher verfügbare Immunzytokine auslösen. In Labor- und Tiermodellen zeigten die MIC-Moleküle eine starke und vor allem gezielte Immunaktivierung gegen die Leukämie – ein vielversprechender Schritt in Richtung klinische Anwendung.
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Gesundheitspolitik
Bundesweiter Warnstreik an Universitätskliniken
Mit Warnstreiks wollten Beschäftigte aus bundesweit 22 Universitätskliniken an diesem Dienstag den Druck im aktuellen Tarifstreit um den öffentlichen Dienst verstärken. An den meisten Standorten soll der Ausstand laut der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch fortgesetzt werden.
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen für digitales Instrument
Die gesetzlichen Krankenkassen streben die Einführung eines digitalen Navigationstools an, über das Patient:innen in bestimmten Fällen ohne Arztkontakt Überweisungen zu Fachärzt:innen bekommen sollen. Das sagte die Vize-Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Stefanie Stoff-Ahnis, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
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Gesundheitspolitik
Ärzte verschreiben weniger Antibiotika als früher
Ärzt:innen in Deutschland verschreiben einer Analyse zufolge heute seltener Antibiotika als noch vor gut 15 Jahren. Seit 2010 sind die Verschreibungen um knapp ein Viertel (rund 24%) zurückgegangen, wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) berichtete. Während es im Jahr 2010 rechnerisch 559 Verordnungen pro 1.000 gesetzliche Versicherte gab, waren es 2024 noch 426. Die Auswertung basiert auf vertragsärztlichen Abrechnungsdaten aller gesetzlichen Krankenkassen und wurde am Freitag im „Deutschen Ärzteblatt“ veröffentlicht.
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Medizin
Nachts im (Deutschen) Museum – Vision Zero e.V. Neujahrsempfang
Vision Zero ist ein präventionsorientiertes Konzept mit dem Ziel, vermeidbaren Schaden zu eliminieren. Ursprünglich im Straßen- und Arbeitsschutz angewandt, überträgt die Vision Zero Oncology dieses Grundprinzip auf die Krebsmedizin: Ziel ist die Minimierung vermeidbarer Krebserkrankungen und -todesfälle sowie verspäteter Diagnosen durch systematische, gerechte und evidenzbasierte Maßnahmen. Auf dem Neujahrsempfang der Vision Zero e.V., der am 22. Januar 2026 im Deutschen Museum in München stattfand, diskutierten Expert:innen darüber, was die Onkologie heute und in der Zukunft wirklich braucht.
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Medizin
Follikuläres Lymphom: Zulassung von Tafasitamab in Kombination mit Lenalidomid und Rituximab
Die Europäische Kommission hat Tafasitamab in Kombination mit Lenalidomid und Rituximab zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL) (Grad 1–3a) nach mindestens einer systemischen Therapielinie zugelassen.
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Gesundheitspolitik
USA nicht mehr in der WHO: weniger Geld, fehlende Expertise
US-Präsident Donald Trump hat vor einem Jahr als eine seiner ersten Amtshandlungen den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfügt. Nach einer Vereinbarung zwischen den USA und der WHO wurde der Austritt nun ein Jahr nach Einreichung der Kündigung wirksam. Theoretisch ist zwar eine in der Vereinbarung genannte Bedingung für den Austritt gar nicht erfüllt. Die USA hätten ihre bisherigen Beiträge voll zahlen müssen, was nicht geschehen ist. Aber die WHO hat keine Handhabe, um das Geld einzufordern oder den Austritt zu verweigern.
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Gesundheitspolitik
Schärfere Regeln bei Online-Krankschreibungen
Angesichts der Debatte um die Krankentage deutscher Arbeitnehmer:innen fordert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband schärfere Regeln für Online-Krankschreibungen. „Die Bundesregierung muss kommerziellen Online-Anbietern von Krankschreibungen endlich einen Riegel vorschieben“, sagte der Verbandsvorsitzende Markus Beier der „Rheinischen Post“. „Während sich Hausarztpraxen an klare Regeln halten, wird es kommerziellen Anbietern ermöglicht, schnelles Geld mit Pseudo-Attesten zu machen.“ Es sei seiner Ansicht nicht offensichtlich, dass es den Anbietern nicht um Versorgung, sondern um Geldmacherei gehe.
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Medizin
Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie
Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universitätsmedizin Magdeburg hat eine bislang wenig beachtete Schwachstelle im Stoffwechsel von Zellen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) identifiziert. CLL ist die häufigste Form von Blutkrebs im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy, könnten künftig dazu beitragen, neue Behandlungsstrategien für Patient:innen zu entwickeln, bei denen bisherige Therapien nicht mehr ausreichend wirken. Die Studie wurde unter der Leitung der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie Magdeburg durchgeführt und entstand in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnergruppen aus Zürich, Rotterdam, Düsseldorf, Regensburg, Erlangen und Heidelberg.
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News
Warken prüft Regeln für telefonische Krankschreibung
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung überprüfen. Die Regierungsparteien hätten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, Missbrauch auszuschließen, sagte die CDU-Politikerin dem „Tagesspiegel“. „Genau das werden wir angehen und die aktuellen Regelungen auf den Prüfstand stellen. Wir brauchen praktikable Lösungen“, sagte Warken.
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Medizin
Neue Therapieansätze bei T-Zell-Leukämie im Kindesalter
Kinder und Jugendliche mit T-Zell akuter lymphoblastischer Leukämie (T-ALL) sollen künftig wirksamer behandelt werden können. In einer internationalen Studie wird untersucht, ob ein zusätzliches Medikament die Leukämiezellen empfindlicher für Chemotherapie machen und so deren Wirkung verstärken kann. Durchgeführt wird die Studie unter Leitung von Prof. Dr. Gunnar Cario an der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie des UKSH, Campus Kiel.
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Gesundheitspolitik
Hausärzt:innen gegen Bestellregeln von Grippeimpfstoff
Weil sie Grippeimpfstoffe lange im Voraus bestellen müssen, können Arztpraxen nach eigenen Angaben nicht schnell genug auf eine höhere Nachfrage reagieren. Hausärzt:innen fordern daher, von finanziellen Risiken bei solchen Bestellungen befreit zu werden. „Unsere Praxen haben aktuell keinerlei Möglichkeit, auf eine stärkere Nachfrage angemessen zu reagieren. Grund ist die extrem rigide Bestellregelung, die uns keinerlei Flexibilität erlaubt“, betonen Nicola Buhlinger-Göpfarth und Markus Beier, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
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Medizin
Hämophilie A-Therapie: Fokus verschiebt sich auf Gelenkgesundheit und körperliche Aktivität
Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurden neue Daten präsentiert, die den Fokus in der Behandlung von Hämophilie A verschieben. Weg von der reinen Blutungsrate hin zu funktionellen Endpunkten wie Gelenkgesundheit und physische Belastbarkeit [1]. Zudem bietet der vielversprechende Wirkstoff-Kandidat NXT007 einen spannenden Ausblick auf die nächste Generation therapeutischer Innovationen in der Therapie der Hämophilie A [2, 3].
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen: Reform muss bei den Ausgaben ansetzen
Die gesetzlichen Krankenkassen haben vor Reformen im Gesundheitswesen zulasten der Versicherten gewarnt. Der Chef des Spitzenverbands der Krankenkassen, Oliver Blatt, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zu Vorschlägen wie einer Wiedereinführung der Praxisgebühr oder einer höheren Zuzahlung der Versicherten bei Krankenhausaufenthalten: „All diese Vorschläge eint, dass sie den Weg des geringsten Widerstandes suchen und alle zulasten von Patient:innen und Beitragszahlenden gehen.“ Die Kassen seien der Ansicht, dass es grundlegende Strukturreformen brauche, die bei den Ausgaben ansetzen.
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Gesundheitspolitik
Merz kritisiert Fehltage wegen Krankheit
Wegen des hohen Krankenstands stellt Bundeskanzler Friedrich Merz erneut die telefonische Krankschreibung infrage. Darüber müsse man mit dem Koalitionspartner SPD sprechen, sagte der CDU-Vorsitzende im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg. Bei SPD, Grünen, Linken und BSW traf das auf Kritik. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gab ihm hingegen recht.
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Medizin
Alzheimer-Medikament zeigt Wirkung bei Sichelzellanämie
Das seit Langem zugelassene Alzheimer-Medikament Memantin könnte künftig auch Patient:innen mit Sichelzellanämie helfen. Erste klinische Daten einer internationalen Forschungsgruppe, dass der Wirkstoff gut verträglich ist, die Beschwerden verringert und die Lebensqualität trotz Erbkrankheit verbessert.
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Gesundheitspolitik
Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus
Die meisten Kinder, die zurzeit wegen einer akuten Atemwegsinfektion ins Krankenhaus kommen, haben eine Grippe. „ Im Moment liegen die Influenza-Fälle über denen mit Sars-Cov-2 und RSV“, sagt Nicole Töpfner, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Presse-Agentur.
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Gesundheitspolitik
Sparpaket für Krankenkassen: Details bleiben unklar
Auf Patienti:nnen rollt eine Sparwelle im Gesundheitswesen zu – aber die Details bleiben bis zum Frühjahr offen. Ende März werde die beauftragte Kommission ihre Finanzierungsvorschläge machen, dann werde bis zur Sommerpause ein Gesetzentwurf vorgelegt, sagte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in Berlin. Bis Oktober soll das Gesetz beschlossen sein.
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Gesundheitspolitik
Wie neue Pläne für Medizin-Cannabis polarisieren
Legales Cannabis wird tonnenweise für Konsum auf Rezept importiert - doch Regierungspläne gegen Missbrauch stoßen auf unterschiedliche Reaktionen. Polizei- und ÄrzteschaftVertreter:innen begrüßen einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für Verschärfungen bei Medizinal-Cannabis. Patientenverbände und die Cannabisbranche warnen gegenüber dem Gesundheitsausschuss des Bundestags dagegen vor einer solchen Verschärfung. Das zeigen Stellungnahmen zu einer Anhörung des Gesundheitsausschusses in Berlin.
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Medizin
CHIP-Mutationen erhöhen Herzrisiko bei älteren Patient:innen
Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich blutbildende Stammzellen verändern und ungewollte Zellklone produzieren. Man spricht dann von klonaler Hämatopoese mit unbestimmtem Potenzial (CHIP). Einige dieser mutierten Blutzellen stehen im Verdacht, Entzündungsprozesse zu befeuern. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen neu auslösen und bereits bestehende kardiovaskuläre Probleme verschärfen. Wissenschaftler:innen des Uniklinikums Freiburg und der Charité Berlin wollen den genauen Mechanismus bei diesen sogenannten CHIP-Mutationen entschlüsseln, die besonders häufig bei Patient:innen mit Vorhofflimmern vorkommen.
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