News
Medizin
PM – CHIP-Mutationen erhöhen Herzrisiko bei älteren Patient:innen
Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich blutbildende Stammzellen verändern und ungewollte Zellklone produzieren. Man spricht dann von „klonaler Hämatopoese mit unbestimmtem Potenzial", auf Englisch: „clonal hematopoiesis of indeterminate potential“ – abgekürzt CHIP. Einige dieser mutierten Blutzellen stehen im Verdacht, Entzündungsprozesse zu befeuern. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen neu auslösen und bereits bestehende kardiovaskuläre Probleme verschärfen. Wissenschaftler:innen des Uniklinikums Freiburg und der Charité – Universitätsmedizin Berlin wollen den genauen Mechanismus bei diesen sogenannten CHIP-Mutationen entschlüsseln, die besonders häufig bei Patient:innen mit Vorhofflimmern vorkommen. Die Deutsche Herzstiftung treibt diese in Fachkreisen viel beachtete Grundlagenforschung jetzt mit Fördergeldern in Höhe von rund 70.000 Euro voran.
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Gesundheitspolitik
Zahl der Organspender erreicht höchsten Stand seit 2012
In Deutschland hat es 2025 mehr Organspender gegeben als in den vergangenen Jahren. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) meldet den höchsten Stand seit 2012.
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Gesundheitspolitik
Menstruationsurlaub? Minister setzt auf Krankmeldung
Frauen mit starken Regelschmerzen sollten sich nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheits- und Arbeitsminister Andreas Philippi problemlos krankmelden können. „Wenn Frauen extrem darunter leiden, sollten sie zum Arzt gehen und dann auch krankgeschrieben werden“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.
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Im Spotlight
VEXAS-auslösende UBA1-Mutationen: Kanonische und nicht-kanonische Varianten im Vergleich
Die schwere inflammatorische und hämatologische Erkrankung VEXAS wird von Mutationen in UBA1 hervorgerufen. Neben der häufigsten kanonischen Form M41 gibt es jedoch weitere. In einer Screeningstudie des Münchner Leukämielabors fielen jetzt rund ein Drittel der entdeckten Varianten in die Kategorie nicht-kanonisch [1]. Funktionell resultierten zwar sämtliche untersuchte UBA1-Mutationen in einem Rückgang der globalen Polyubiquitinierung – jedoch war bei den kanonischen nur die rein zytoplasmatische Isoform UBA1b betroffen, bei nicht-kanonischen sowohl die Proteinfunktion im Zellkern als auch im Zytoplasma beeinträchtigt. Klinisch traten die M41-Mutationen meist als Myelodysplastische Syndrome (MDS) in Erscheinung, in der Regel ohne Co-Mutationen neben UBA1. Patient:innen mit nicht-kanonischen Varianten trugen häufiger Co-Mutationen, und das Erkrankungsspektrum umfasste mehr maligne Diagnosen.
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ASH 2025
ASH 2025
B-ALL: Modifiziertes Behandlungsschema unabhängig vom MRD-Status verbessert Gesamtüberleben
Erhielten Patient:innen mit B-Vorläufer-akuter lymphoblastischer Leukämie (B-ALL) unabhängig vom Status der minimalen Resterkrankung (MRD) in der Erstlinie ein modifiziertes Behandlungsschema mit dem bispezifischen Antikörper Blinatumomab (Blina), verbesserte sich die Gesamtüberlebenszeit (OS) in dieser Kohorte. Zudem waren die Ergebnisse bei jüngeren Patient:innen verbessert, die eine strukturierte Behandlung im klinischen Setting erhielten.
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Gesundheitspolitik
US-Regierung: weniger empfohlene Impfungen für Kinder
US-Präsident Donald Trumps Regierung rät künftig zu deutlich weniger Impfungen für Kinder als bislang. Die Impfempfehlung solle nur noch für die elf „schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten“ gelten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. „Eltern können ihren Kindern weiterhin alle Impfungen verabreichen lassen, falls gewünscht“, schrieb Trump weiter. Die Kosten dafür würden weiter von den Krankenkassen übernommen.
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Gesundheitspolitik
Viele warten länger als 30 Tage auf Facharzttermin
Jeder vierte gesetzlich Versicherte wartet in Deutschland länger als 30 Tage auf einen Facharzt-Termin. 30% empfinden die Wartezeit als zu lang, wie aus einer Umfrage des Krankenkassen-Spitzenverbands weiter hervorgeht.
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MDS
Negative Phase-III-Daten zu Venetoclax beim MDS – wie geht es damit jetzt weiter?
Die Phase-III-Studie VERONA verfehlte ihre Hauptziele. Was bedeutet das für zusätzliches Venetoclax beim myelodysplastischen Syndrom (MDS)? Das Aus zwar nicht, aber man sollte sich auf eine echte Hochrisikopopulation konzentrieren, urteilte ein deutscher Experte. Und in der Schnelligkeit des Ansprechens sieht er sogar eine echte Chance für eine spezielle Subgruppe. Für Imetelstat wurden auf dem ASH außerdem prädiktive Marker präsentiert, die wohl in wenigen Zyklen anzeigen, wer ansprechen wird und wer nicht.
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Gesundheitspolitik
Ärztepräsident fordert Zucker- und Alkohol-Abgabe
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, wirbt für eine neue Abgabe auf Alkohol, Tabak und Zucker. Bei einer wirkungsvollen zweckgebundenen Verwendung könnte sich wahrscheinlich „eine Mehrheit dem anschließen“, sagte Reinhardt bei einer Neujahrspressekonferenz der Bundesärztekammer in Berlin. „Es wäre sinnvoll, das zu tun und die daraus entstehenden Einnahmen dem Gesundheitswesen zuzuführen.“
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Entitätsübergreifend
ASH 2025
Relevante Studiendaten aus CLL17, EPCOR-FL1 und Verona
Im Rahmen eines virtuellen ASH-Previews wurden Daten zu chronischer lymphatischer Leukämie, follikulärem und primär mediastinalem B-Zell-Lymphom sowie zum myelodysplastischen Syndrom vorgestellt. Die Ergebnisse aus CLL17, EPCOR-FL1 und Verona liefern neue Hinweise auf Wirksamkeit, Sicherheit und Grenzen aktueller Therapiestrategien.
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Gesundheitspolitik
Deutsche wünschen sich Schulfach „Gesundheit“
Laut einer Umfrage ist eine Mehrheit der Menschen in Deutschland für die Einführung des Unterrichtsfachs „Gesundheit“. 71% der Befragten der Umfrage von YouGov im Auftrag der Krankenversicherung Hanse Merkur gaben an, dass es das Schulfach geben sollte, „um von klein auf zu lernen, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen“.
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Medizin
Neue AML-Therapie mit Lymphotoxin Alpha entwickelt
Als Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) wird meist eine intensive Chemotherapie durchgeführt, um das Blutbild zu normalisieren und die erkrankten Zellen aus dem Knochenmark zu entfernen. Dies ist jedoch wegen der Nebenwirkungen nicht für geschwächte Patient:innen geeignet. Eine zielgerichtetere Therapie könnte dafür sorgen, Prognosen für Patient:innen zu verbessern und Nebenwirkungen einzudämmen. In ihrer aktuellen Publikation in Science Translational Medicine stellen Sayantanee Dutta, Philipp Jost, Michael Dengler und ihr Team einen innovativen und vielversprechenden Therapieansatz vor, der eine präzise und selektive Behandlung der AML in der Zukunft ermöglichen könnte.
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Gesundheitspolitik
KBV-Chef fordert Gebühr bei Arztbesuch
Angesichts stark steigender Kosten für die gesetzlichen Krankenkassen gibt es Forderungen nach einer stärkeren finanziellen Beteiligung von Patient:innen bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten.
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Medizin
Frühkindliche Leukämie: Fetale Programme werden reaktiviert
Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben neue Erkenntnisse gewonnen, wie eine bestimmte frühkindliche Leukämie entsteht: Leukämiezellen können insbesondere bei aggressiven Formen bestimmte Programme aus der fetalen Entwicklung erneut aktivieren. Die Ergebnisse eröffnen neue Angriffspunkte für Diagnostik und Therapie.
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Gesundheitspolitik
Psychische Krankheitstage in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt
Eine Erkältung ist meist nach ein paar Tagen auskuriert. Psychische Erkrankungen setzen Beschäftigten dagegen oft lange zu. Die Zahl der Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen hat sich in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt. Das geht aus Antworten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Rheinischen Post" berichtet. Die Antworten liegen auch der dpa vor.
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GvHD
cGvHD: Belumosudil zwischen klinischer Praxis und Regulierung
Die chronische Graft-versus-Host-Erkrankung ist eine häufige Spätkomplikation nach allogener Stammzelltransplantation, bei der Spenderimmunzellen Empfängergewebe und -organe schädigen. Ab der dritten Therapielinie fehlen zugelassene Behandlungsoptionen. Im Rahmen einer Post-ASH-Pressekonferenz wurden der Therapieansatz von Belumosudil, der Zulassungsstatus sowie beim ASH präsentierte Daten diskutiert.
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Gesundheitspolitik
Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung steigt 2026
Die Krankenversicherung ist mit dem Jahreswechsel für Millionen Menschen wieder teurer geworden. Fast die Hälfte der Kassen hat die Beiträge angehoben.
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ASH 2025
ASH 2025
Ph-/BCR::ABL-positive ALL: Erste Ergebnisse der GMALL EVOLVE-Phase-II-Studie vielversprechend
In der Phase-II-Studie EVOLVE der Goethe-Universität Frankfurt erhielten Patient:innen mit neu diagnostizierter Philadelphia-(Ph+)/BCR::ABL-positiver akuter lymphatischer Leukämie (ALL), die nach Konsolidierung eine minimale Resterkrankung (MRD) aufwiesen, den bispezifischen Antikörper Blinatumomab (Blina). Bei einigen Patient:innen führte dies zu einer vollständigen molekularen Remission.
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ASH 2025
ASH 2025
CAR-T-Zellen in früheren Linien wirksamer: Liegt es an einer besseren Immun-Fitness?
Erkrankte mit Multiplem Myelom profitierten von Ciltacabtagen Autoleucel (Cilta-Cel) am meisten, wenn sie das Zellprodukt in früheren Linien erhielten. Zu diesem Schluss kam ein Forschungsteam nach einer Auswertung von Daten aus der Phase-III-Studie CARTITUDE-4 (CART4) und der Phase-Ib/II-Studie CARTITUDE-1 (CART1). Sie setzten Biomarker aus peripherem Blut und Knochenmark mit dem progressionsfreien Überleben (PFS) und der Anzahl der Vorbehandlungslinien in Korrelation. Dabei zeigte sich: Ein längeres PFS war mit einer höheren „Fitness“ peripherer Immunzellen in früheren Linien assoziiert [1]. Ab drei Vortherapien schien die Abnahme dieser Fitness ein Plateau zu erreichen.
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ASH 2025
ASH 2025
Nemtabrutinib zeigt bei Patienten mit R/R follikulärem Lymphom weiterhin eine vielversprechende Antitumorwirksamkeit
Kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKis) haben als Monotherapie bei rezidiviertem oder refraktärem (R/R) follikulärem Lymphom (FL) eine klinische Wirksamkeit gezeigt. Jedoch sind die Ergebnisse hinsichtlich Ansprechraten und progressionsfreiem Überleben (PFS) begrenzt. Nemtabrutinib, ein potenter, nicht-kovalenter, reversibler BTKi, der einmal täglich (QD) oral (PO) eingenommen wird, hat schon eine vielversprechende Antitumoraktivität bei verschiedenen B-Zell-Malignomen gezeigt. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde die aktualisierte Wirksamkeit und Sicherheit aus Kohorte G der Phase-II-Studie bellwave-003 vorgestellt [1].
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