News | Beiträge ab Seite 2
Hämophilie
GTH 2026
Non-Faktor-Therapie mit Marstacimab bei Hämophilie: Positive Erfahrungen im Praxisalltag
Seit einem Jahr steht Marstacimab zur Routineprophylaxe bei Patient:innen mit schwerer Hämophilie A oder B ohne Hemmkörper ab 12 Jahren in Deutschland zur Verfügung. Mittlerweile werden bereits 30 Patient:innen mit dem monoklonalen Antikörper gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor (TFPI) behandelt. Er wird einmal wöchentlich mittels Fertigpen in fixer Dosierung subkutan injiziert und hat damit das Potenzial, die Behandlungslast der Betroffenen zu verringern.
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Follikuläres Lymphom
DKK 2026
Tafasitamab + Lenalidomid und Rituximab beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom
Im Dezember 2025 wurde die Kombination aus Tafasitamab, einem humanisierten, CD19-gerichteten monoklonalen Antikörper, mit Lenalidomid und Rituximab (R2) für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL), Grad 1-3a, nach mindestens einer Vortherapie zugelassen. Grundlage war die Phase-III-Studie inMIND. Diese erste duale CD19+CD20-Immunkombination stellt einen Fortschritt für die ambulante Versorgung des follikulären Lymphoms dar und wurde auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin näher beleuchtet.
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Gesundheitspolitik
Koalition ringt um Nachbesserungen an Klinikreform
Die schwarz-rote Koalition ringt um geplante Nachbesserungen an der umstrittenen Krankenhausreform. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) verwies in Berlin auf laufende Gespräche mit den Ländern. „Wir wollen gerne ein Gesetz, das eine Mehrheit im Bundestag und im Bundesrat findet“, sagte er vor einer Fraktionssitzung. „Wenn es eine Woche länger dauert, dafür aber gemeinsam getragen wird, dann ist das eine gut investierte Woche.“
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Gesundheitspolitik
Fachärzteverband wehrt sich gegen Schuldzuweisungen
Die Auseinandersetzung um Sinn und Kosten bei vom Hausarzt vermittelten Facharztterminen wird nach Ansicht des BFAV-Vorstandes zu einem „für Patienten schädlichen Kesseltreiben“ gegen Kolleg:innen missbraucht. Es wird gefordert, angebliche Doppelvergütungen einzusparen. Mit diesem „Terminzwang-Diktat“, so BFAV-Vorstand Dr. Klaus Holler werden „Freiberuflichkeit und Leistung inzwischen selbst von den Parteien der Mitte mit Füssen getreten.“ Statistiken werden schamlos frisiert, kritisiert Holler die Verbreitung von gezielten Falschinformationen über die Vergütung und Terminvergabe von Fachärzt:innen.
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Multiples Myelom
DKK 2026
NDMM: Quadruplet-Therapie ist neuer Therapiestandard
Beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom (NDMM) spielt in der Erstlinie jetzt die Quadruplet-Therapie eine große Rolle. Unabhängig davon, ob eine Stammzelltransplantation (SZT) in Frage kommt oder nicht, sollen die Patient:innen leitliniengerecht einen CD38-Antikörper zusätzlich zu Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d) erhalten [1].
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Gesundheitspolitik
Verbraucherschützer: E-Patientenakten im Alltag
Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) müssen aus Sicht der Verbraucherzentralen mit mehr nützlichen Anwendungen für Versicherte attraktiver werden. Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte, die E-Akten seien noch nicht im Alltag der Menschen angekommen. „Das ist wenig überraschend, denn zentrale Funktionen, wie digitale Impf- oder Bonushefte, fehlen weiterhin.“ Bislang bleibe die ePA hinter den Erwartungen zurück. Damit sie ihr volles Potenzial entfalten könne, muss sie zügig weiterentwickelt werden.
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Gesundheitspolitik
Abschaffung der freiwilligen Leistungen gefordert
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert, die freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen komplett abzuschaffen.
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Gesundheitspolitik
Studie zum Pflegebudget: Krankenhäuser profitieren, Altenheime verlieren Pflegekräfte
Ein Gesetz für mehr Pfleger:innen in Krankenhäusern zeigt Wirkung. Das klingt wie eine gute Nachricht. Doch laut einer neuen Studie treten ungewollte Nebenwirkungen auf.
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Gesundheitspolitik
Nachschub bei Suchttherapie-Präparat stabilisiert
Eine kritische Liefersituation bei bestimmten wichtigen Medikamenten hat sich nach amtlichen Angaben wieder entspannt. Das Bundesgesundheitsministerium gab bekannt, dass ein im November 2024 festgestellter Versorgungsmangel bei diamorphinhaltigen Arzneimitteln für Injektionslösungen nicht mehr vorliegt. Dabei geht es um pharmazeutisches Heroin, das für Ersatzstoff-Therapien bei Abhängigkeit von Opioiden angewendet wird, wie ein Sprecher auf Anfrage erläuterte.
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Medizin
DKK 2026
Wie der Fortschritt der Präzisionsonkologie die Versorgung beim Multiplen Myelom verändert
„Zusammen – gezielt – zukunftsfähig" lautete das Motto des diesjährigen Deutschen Krebskongresses (DKK). Zusammenarbeit ist ein zentrales Thema bei der Frage, wie neue präzisionsmedizinische Therapieoptionen die Behandlung komplexer Erkrankungen verbessern können. In einer Presseveranstaltung diskutierten Expert:innen aus Klinik und Praxis über das Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Versorgungsstrukturen und dem klinischen Alltag am Beispiel des Multiplen Myeloms (MM) und der CAR-T-Zelltherapie.
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Gesundheitspolitik
Appell an CDU-Parteitag für Softdrink-Steuer
Medizinerverbände und Verbraucherschützer werben vor dem CDU-Bundesparteitag für eine Limo-Steuer auf stark gezuckerte Getränke. In einem offenen Brief appellieren sie an die Delegierten, „insbesondere im Interesse des Gesundheitsschutzes folgender Generationen, sich für die Einführung einer Herstellerabgabe auf Süßgetränke auszusprechen“. Eine alarmierende Entwicklung ernährungsbedingter Erkrankungen und steigende gesellschaftliche Folgekosten erforderten entschlossenes Handeln.
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ALL
Bortezomib und Vorinostat bei akuter lymphatischer Leukämie im Säuglingsalter
Die akute lymphatische Leukämie (ALL) im Säuglingsalter stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar, insbesondere bei Vorliegen von KMT2A-Rearrangements (KMT2Ar). In präklinischen Studien wurden Bortezomib und Vorinostat als wirksame Substanzen gegen KMT2Ar-Leukämien identifiziert. Eine nun veröffentlichte Phase-I/II-Studie aus den USA und Kanada untersuchte erstmals die Verträglichkeit dieser beiden Wirkstoffe in Kombination mit einer ALL-Chemotherapie bei 50 neudiagnostizierten Säuglingen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination durchführbar ist, wobei Infektionen weiterhin eine erhebliche Ursache für Morbidität und Mortalität in dieser immunsupprimierten Patientengruppe darstellen.
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Gesundheitspolitik
Cannabis auf Rezept - Bundesgerichtshof prüft Werbung
Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft derzeit einen Rechtsstreit rund um die Frage, ob ein Internetportal für ärztliche Behandlungen mit medizinischem Cannabis werben darf. Die Wettbewerbszentrale war gegen das Unternehmen Bloomwell vor Gericht gezogen, weil es darin einen Verstoß gegen Heilmittelwerberecht sieht. Wann ein Urteil fallen könnte, blieb nach der Verhandlung in Karlsruhe zunächst offen. (Az. I ZR 74/25)
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Gesundheitspolitik
Warken plant Gesetz für Gesundheitswesen im Kriegsfall
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will das Gesundheitssystem auf den Verteidigungsfall einstellen und dafür im Sommer einen Gesetzentwurf vorlegen. „Darauf sind wir bislang zu wenig vorbereitet“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.
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Gesundheitspolitik
Jahresrezepte – Warken will zügige Verständigung
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwartet eine schnelle Einigung bei der Umsetzung einer gesetzlichen Neuregelung, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche nur zum Rezeptholen ersparen soll. „Angesichts begrenzter Versorgungskapazitäten macht es Sinn, entbehrliche Arztkontakte und Wartezeiten zu reduzieren und die bisherige Quartalslogik für Chroniker zu überwinden“, sagte die CDU-Politikerin der „Bild am Sonntag“.
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Gesundheitspolitik
Ärztepräsident warnt vor Verunsicherung
Ärztepräsident Klaus Reinhardt warnt vor einer Verunsicherung von Patient:innen und Beschäftigten durch diverse Forderungen und Vorschläge für eine finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen.
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Gesundheitspolitik
Elektronische Patientenakte soll nützlicher werden
Die bisher spärlich genutzte elektronische Patientenakte soll nach Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken für Versicherte leichter zugänglich und nützlicher werden. Die nächsten Ziele: niedrigere Hürden beim Einloggen, digitale Hilfen beider Gabe von Arzneien und Terminerinnerungen für Versicherte. Dies ist Teil einer „Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege“, die die CDU-Politikerin in Berlin vorstellte.
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Medizin
Multiples Myelom: Etabliertes Krebsmedikament reaktiviert Immuntherapie
Beim Multiplen Myelom können genetisch veränderte Immunzellen schwer Erkrankten wertvolle Lebenszeit schenken. Allerdings verlieren diese Therapien mit der Zeit ihre Wirkung: Moleküle, anhand derer die Immunzellen den Krebs erkennen, verschwinden gewissermaßen. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben einen der molekularen Mechanismen dahinter entdeckt. In einer ersten Studie konnten sie ihn durch ein Krebsmedikament blockieren.
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Gesundheitspolitik
Grünen-Experte: Rettungsdienst an Belastungsgrenze
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert die Umsetzung dringender Verbesserungen beim Rettungsdienst in Deutschland. Die Notfallversorgung sei „an der Belastungsgrenze und strukturell völlig zersplittert“, sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur zum europäischen Tag des Notrufs. „Ob Menschen im Notfall schnell und richtig versorgt werden, hängt noch immer viel zu oft von der Postleitzahl ab.“ Eine lebensrettende Reform befinde sich aber weiter in der Warteschleife.
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Gesundheitspolitik
Rechnungshof: Milliarden für Ärzt:innen bringen nichts
Trotz Mehrausgaben im Milliardenbereich für eine bessere Terminvergabe bei den Ärzt:innen hat sich die Versorgungslage für die Versicherten laut Bundesrechnungshof verschlechtert. Das entsprechende Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von 2019 sollte mit zusätzlichen Vergütungsregelungen Wartezeiten für Versicherte reduzieren. „Dies wurde nicht erreicht“, so der Rechnungshof in einem neuen Bericht. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, „Politico“ berichtete zuerst darüber.
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