Journal Hämatologie

Lymphome

Beiträge zum Thema Lymphome

Lymphome
CAR-T-Zell-Therapien bei RR LBCL und RRMM: Real-World-Daten zum Thema Sicherheit zeigen Unterschiede auf
EBMT and EHA European CAR T-cell Meeting 2026

CAR-T-Zelltherapien bei RR LBCL und RRMM: Real-World-Daten zum Thema Sicherheit zeigen Unterschiede auf

Mit der steigenden Verfügbarkeit von CAR-T-Zelltherapien wächst auch das Interesse an den beobachteten Nutzen-Risiko-Profilen aus der Versorgungsforschung. Da klinische Head-to-Head-Studien fehlen, können Real-World-Daten wichtige Einblicke für Therapieentscheidungen liefern, so die Einschätzung von Dr. med. Gabriel Brisou, Hämatologe in Marseille, Frankreich.
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CLL
DKK 2026

CLL: Nicht-kovalenter BTKi Pirtobrutinib überzeugt nach BTKi-Vortherapie

Pirtobrutinib ist seit April 2025 als erster nicht-kovalenter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Erkrankter mit rezidivierter oder refraktärer CLL (r/r CLL) nach BTKi-Vorbehandlung zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 hatte die Substanz bei Erkrankten mit r/r CLL nach BTKi-Vortherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Zeit bis zur nächsten Therapie gegenüber einer Vergleichstherapie signifikant verlängert – bei guter Verträglichkeit [1].
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Follikuläres Lymphom
Tafasitamab + R2 beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom
DKK 2026

Tafasitamab + Lenalidomid und Rituximab beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom

Im Dezember 2025 wurde die Kombination aus Tafasitamab, einem humanisierten, CD19-gerichteten monoklonalen Antikörper, mit Lenalidomid und Rituximab (R2) für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL), Grad 1-3a, nach mindestens einer Vortherapie zugelassen. Grundlage war die Phase-III-Studie inMIND. Diese erste duale CD19+CD20-Immunkombination stellt einen Fortschritt für die ambulante Versorgung des follikulären Lymphoms dar und wurde auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin näher beleuchtet.
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Multiples Myelom

Ist eine Regeneration des Knochens durch bewegungstherapeutische Interventionen beim Multiplen Myelom möglich?

Die Zerstörung des Skelettsystems beim Multiplen Myelom (MM) entsteht durch die Wechselwirkung zwischen Tumor- und Knochenzellen. Dadurch entwickeln sich molekulare und mikrostrukturelle Veränderungen der Knochensubstanz, die bereits in frühen Stadien der Erkrankung nachgewiesen werden können. Während chemo- und immuntherapeutische Behandlungsstrategien beim MM die Tumorzellen im Knochenmark immer effektiver beseitigen, bleiben die zerstörten Knochenstrukturen erhalten und zeigen häufig keine Zeichen der Regeneration. Das bedeutet, dass Patient:innen mit MM von Beginn an ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche haben, und dass dadurch Mortalität und Morbidität ansteigen. Ob eine Regeneration des Knochens wie bei Knochenbrüchen Gesunder bei Patient:innen mit MM durch biophysikalische Stimulation in Form von bewegungstherapeutischen Interventionen angestoßen werden kann, ist Gegenstand aktueller präklinischer und klinischer Untersuchungen.
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Medizin
DKK 2026

Wie der Fortschritt der Präzisionsonkologie die Versorgung beim Multiplen Myelom verändert

„Zusammen – gezielt – zukunftsfähig" lautete das Motto des diesjährigen Deutschen Krebskongresses (DKK). Zusammenarbeit ist ein zentrales Thema bei der Frage, wie neue präzisionsmedizinische Therapieoptionen die Behandlung komplexer Erkrankungen verbessern können. In einer Presseveranstaltung diskutierten Expert:innen aus Klinik und Praxis über das Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Versorgungsstrukturen und dem klinischen Alltag am Beispiel des Multiplen Myeloms (MM) und der CAR-T-Zelltherapie.
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Medizin
Multiples Myelom: Etabliertes Krebsmedikament reaktiviert Immuntherapie

Multiples Myelom: Etabliertes Krebsmedikament reaktiviert Immuntherapie

Beim Multiplen Myelom können genetisch veränderte Immunzellen schwer Erkrankten wertvolle Lebenszeit schenken. Allerdings verlieren diese Therapien mit der Zeit ihre Wirkung: Moleküle, anhand derer die Immunzellen den Krebs erkennen, verschwinden gewissermaßen. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben einen der molekularen Mechanismen dahinter entdeckt. In einer ersten Studie konnten sie ihn durch ein Krebsmedikament blockieren.
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Multiples Myelom

Multiples Myelom – Highlights vom ASH 2025

Allein 2 von insgesamt 6 Late-breaking abstracts galten auf dem ASH 2025 dem Multiplen Myelom (MM). Das Jahr 2025 stellt einen Meilenstein dar, weil das MM von einer unheilbaren zu einer heilbaren Erkrankung geworden ist, wie v.a. die PERSEUS- und CARTIDUDE-1-Studie zeigen konnten. In der aktuellen Folge des JOURNAL ONKOLOGIE Podcast ordnet Prof. Dr. Katja Weisel, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, im Gespräch mit Antje Blum die wichtigsten Studien ein: zum Smoldering Myelom (SMM), zum neu diagnostizierten MM (NDMM) und refraktären/rezidivierten MM finden Sie hier die Studien kurz zusammengefasst, von AQUILA, GEM-CESAR und dreamm-9 über GMMG-HD7, LINKER-MM4, COBRA, MIDAS und die iMMagine-1-Studie bis hin zu den „Late-Breakern“ MajesTEC-3 und inMMyCAR.
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Multiples Myelom
Neuartige CAR-T-Zelltherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom

Neuartige CAR-T-Zelltherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom

Die neuartige gegen GPRC5D gerichtete CAR-T-Zelltherapie RD118 erzielte in einer Phase-I-Studie bei stark vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom (r/r MM) eine Gesamtansprechrate von 94,4%. Die Therapie zeigte auch bei Patient:innen, die zuvor eine gegen BCMA gerichtete CAR-T-Behandlung erhalten hatten, eine hohe Wirksamkeit bei überschaubarem Sicherheitsprofil.
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Medizin
Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie

Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universitätsmedizin Magdeburg hat eine bislang wenig beachtete Schwachstelle im Stoffwechsel von Zellen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) identifiziert. CLL ist die häufigste Form von Blutkrebs im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy, könnten künftig dazu beitragen, neue Behandlungsstrategien für Patient:innen zu entwickeln, bei denen bisherige Therapien nicht mehr ausreichend wirken. Die Studie wurde unter der Leitung der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie Magdeburg durchgeführt und entstand in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnergruppen aus Zürich, Rotterdam, Düsseldorf, Regensburg, Erlangen und Heidelberg.
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ASH 2025
ASH 2025

Längeres Follow-Up bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit von Talquetamab plus Pomalidomid beim rrMM

In der Phase-Ib-Studie MonumenTAL-2 erreichten Erkrankte mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (rrMM) unter Kombination des bispezifischen Antikörpers Talquetamab (Tal) mit Pomalidomid (Pom) tiefe und dauerhafte Therapieantworten. Das auf dem ASH 2025 präsentierte Update zu Sicherheit und Wirksamkeit mit median 20,7 Monaten Nachbeobachtungszeit untermauerte jetzt vorherige Auswertungen [1]. Seit der primären Analyse kam es zu keinen neuen Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen, was laut den Forschenden die Langzeitverträglichkeit der Kombination unterstreicht.
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ASH 2025
Die Abbildunge zeigt ein Rechteck mit einem dunklen Ausrufezeichen auf hellgrauem Grund und daneben das weiß geschriebene Wort "Lymphom" auf dunklem Grund.nd
ASH 2025

Fortgeschrittene B-Zell-Lymphome: Kombinationen aus bispezifischen Antikörpern und Immunmodulator

Rezidivierte oder refraktäre follikuläre (FL) und diffus-großzellige B-Zell-Lymphome (DLBCL) sprechen gut auf die beiden neuartigen bispezifischen CD20xCD3-Antikörper Mosunetuzumab und Glofitamab an. Der Next-Generation-Immunmodulator Golcadomid stellt ein anderes Therapieprinzip dar und hat ebenfalls vielversprechende Wirksamkeit in diesen Indikationen gezeigt; er wurde deshalb in einer Phase-Ib-Studie, die beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurde, in zwei Armen mit je einem der beiden T-Zell-Engager kombiniert (1).
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ASH 2025
Die Abbildung zeigt einen Tastatur mit mehreren weißen Tasten und einer grünen Taste, auf der ein Mensch mit seinem Zeigefinger auf das Wort Leukämie tippt.
ASH 2025

1L CLL: Zeitlich befristete Acalabrutinib-basierte Therapie ist CIT auch bei prognostischen Mutationen in den Endpunkten PFS und TTNT überlegen

Die dreiarmige AMPLIFY-Studie hatte bei Erkrankten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) die Überlegenheit der rein oralen, zeitlich begrenzten Erstlinien-Therapie mit Acalabrutinib/Venetoclax (AV) +/- Obinutuzumab (AVO) gegenüber einer Chemoimmuntherapie gezeigt und zur Zulassung von AV/AVO geführt. Allerdings ist aus der GAIA/CLL13-Studie bekannt, dass bestimmte genetische Faktoren wie ein unmutierter IGHV-Status oder ein positiver NOTCH1-Status auch bei zielgerichteten Therapien mit einem kürzeren progressionsfreien Überleben (PFS) assoziiert sein können. Eine beim ASH 2025 vorgestellte exploratorische Analyse der AMPLIFY-Studie untersuchte nun den Zusammenhang zwischen verschiedenen prognostischen Mutationen und dem klinischen Outcome der Patient:innen hinsichtlich der Endpunkte PFS und „Zeit bis zur nächsten Therapie“ vor – mit dem Ziel, zukünftig noch rationalere Therapieentscheidungen treffen zu können.
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ASH 2025
CRISTALLO-Studie bei der CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich
ASH 2025

CRISTALLO-Studie bei der CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich

Dass die zeitlich limitierte Kombinationstherapie aus dem BCL2-Inhibitor Venetoclax (Ven) und einem Anti-CD20-Antikörper bei Patient:innen mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zu tiefen Remissionen und einer langfristigen Immunrekonstitution führt, ist bereits bekannt [1]. Nun zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie CRISTALLO, vorgestellt bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025, dass die zeitlich limitierte Behandlung mit Ven und Obinutuzumab (VenO) auch im Erstlinien (1L)-Setting bei Behandelten mit tiefem Ansprechen – im Sinne einer nicht nachweisbaren messbaren Resterkrankung (MRD) – zu einer allmählichen Immunrekonstitution führt [2]. Ganz nebenbei wurde einmal mehr die Sicherheit und überlegene Wirksamkeit einer zeitlich begrenzten Therapie mit VenO gegenüber der Chemoimmuntherapie mit FCR* oder BR# im längeren Zeitverlauf untermauert [2].
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ASH 2025
RRMM: Erste In-vivo-CAR-T-Zell-Therapie vielversprechend
ASH 2025

RRMM: Erste In-vivo-CAR-T-Zelltherapie vielversprechend

KLN-1010 ist eine In-vivo-CAR‑T-Zelltherapie. Das heißt, statt T‑Zellen aus dem Blut zu entnehmen, sie im Labor gentechnisch umzuprogrammieren und dann zurück zu infundieren wie bei der klassischen Ex‑vivo-CAR‑T-Zell-Therapie erzeugt KLN-1010 die CAR‑T-Zellen direkt im Körper. Zielstruktur ist der Oberflächenmarker BCMA. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurden die vorläufigen Ergebnisse aus der Studie inMMyCAR am Menschen vorgestellt [1].
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