Lymphome | Beiträge ab Seite 4
Beiträge zum Thema Lymphome
DLBCL
5 Min|
ASH-News zur CAR-T-Zelltherapie
Axi-Cel zeigt konsistenten Überlebensvorteil auch bei vulnerablen Patienten mit r/r (D)LBCL
Die Zweitlinientherapie (2L) mit der gegen CD19 gerichteten CAR-T-Zelltherapie Axicabtagen ciloleucel (Axi-Cel) bietet beim rezidivierten/refraktären (diffus) großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r [D]LBCL) konsistente Vorteile auch bei Patientena, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSCT) infrage kommen. Dies bestätigt eine gepoolte Analyse der Studien ZUMA-7 und ALYCANTE, die auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando, USA, vorgestellt wurde [1]. Damit eröffnet Axi-Cel eine Chance auf Heilung für ein breites Patientenkollektiv: Langzeit-Follow-ups der pivotalen Studien ZUMA-1 (3L) und ZUMA-7 (2L) zeigen in der Kurve zum Gesamtüberleben (OS) im Zeitverlauf bei etwa 50% der Patienten ein Plateau [2, 3].
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Multiples Myelom
6 Min|
Erstlinientherapie des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms
Isatuximab plus VRd: Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der 4-Fachkombination
Quadruplet-Regime haben sich in der Erstlinie des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms (NDMM) etabliert. Mit der Kombination aus Isatuximab (Isa), Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d; IsaVRd) liegt auf Basis der Phase-III-Studien IMROZ und GMMG-HD7 sowohl für Patient:innen, die für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSZT) nicht geeignet bzw. geeignet sind, eine konsistente Evidenz vor [1, 2]. IsaVRd ermöglicht tiefe Remissionen und einen signifikanten Vorteil im progressionsfreien Überleben (PFS). Durch das einheitliche Induktionsschema für beide Patientengruppen bis zur Woche 18 unterstützt das IsaVRd-Regime zudem eine flexible Therapieplanung in Abhängigkeit vom Ansprechen, einschließlich der Option einer autoSZT, berichteten Expert:innen im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK)0 [1-3]. Ein weiterer Vorteil: Die Kosten für Isatuximab sind nach der Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)-Neuverhandlung gesunken [4].
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Non-Hodgkin-Lymphom
2 Min|
Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom
EORTC-Update: Neue Real-World-Daten bestätigten Überlebensvorteil unter Mogamulizumab
Für die Subtypen des kutanen T-Zell-Lymphoms Mycosis fungoides (MF) und Sézary-Syndrom (SS) ist die Evidenz zum klinisch relevanten Endpunkt Gesamtüberleben (OS) moderner Antikörpertherapien oft begrenzt [1]. Auf dem EORTC-CLTGa-Kongress 2025 wurden neue Real-World-Daten präsentiert, die ein verlängertes OS unter Mogamulizumab im Vergleich zu Brentuximab vedotin (BV) zeigten [2]. Zusammen mit einer weiteren Studie bei SS können diese Ergebnisse eine verbesserte Prognose für Betroffene bedeuten [1].
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DLBCL
2 Min|
EMBT 2026
CAR-T bei LBCL und Myelom: neue Daten und Perspektiven
Im Rahmen eines Industriesymposiums auf dem EBMT-Kongress standen Lisocabtagen-Maraleucel (Liso-cel) beim großzelligen B-Zell-Lymphom (LBCL) und Idecabtagen-Vicleucel (Ide-cel) beim Multiplen Myelom im Fokus. Real-World-Daten und Langzeitbeobachtungen zeigen Verträglichkeitsvorteile und offene Fragen zum klinischen Einsatz.
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Medizin
2 Min|
Mogamulizumab verlängert Überleben bei T-Zell-Lymphomen
Für Patient:innen mit den beiden Formen kutaner T-Zell-Lymphome (CTCL), Mycosis fungoides (MF) und dem aggressiveren Sézary-Syndrom (SS), gibt es vielversprechende Nachrichten: Neue, unabhängige Real-World-Daten belegen den Gesamtüberlebensvorteil von Mogamulizumab bei MF- und SS-Patient:innen im Vergleich zu weiteren Therapien [1, 2, a, b].
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Multiples Myelom
6 Min|
Rezidiviertes, refraktäres Multiples Myelom
Teclistamab: Evidenz aus Studien und Real-World-Daten
In der Behandlung des rezidivierten und refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) schließen bispezifische Antikörper (bsAb) eine therapeutische Lücke. Klinische Studien und wachsende Real-World-Erfahrungen unterstützen die hohe Effektivität der bsAb in der klinischen Praxis. Zugleich rückt die Möglichkeit ambulanter Behandlungskonzepte stärker in den Fokus und eröffnet neue Wege in der Versorgung von Patient:innen.
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Medizin
3 Min|
Der Einfluss der Lymphknoten-Architektur auf Lymphome
Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) gelang es erstmals, die Organisation von Immunzellen im menschlichen Lymphknoten zu kartieren. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie Heidelberg (EMBL), dem Berlin Institute of Health (BIH) der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Basel durchgeführt. Sie konnten zeigen, warum die Architektur des Lymphknotens bei bösartigen Lymphomen schrittweise abgebaut wird. Die Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden um Prof. Dr. Sascha Dietrich (UKD) in der Fachzeitschrift Nature Cancer [1].
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Medizin
3 Min|
Stammzelltherapie bei Multiplem Myelom: Ambulante Behandlung möglich
Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der sich Plasmazellen, die normalerweise für die Produktion von Antikörpern zuständig sind, unkontrolliert im Knochenmark vermehren. Ein Therapieansatz ist die autologe Stammzelltransplantation, d.h. Behandlung mit Stammzellen des eigenen Körpers. Dies geht allerdings häufig mit wochenlangen Aufenthalten im Krankenhaus einher. Mit Methoden des Maschinellen Lernens hat ein Forschungsteam nun aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen Teile der Therapie sicher ambulant durchgeführt werden können.
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Medizin
2 Min|
Zulassungserweiterungen für Nivolumab beim Hodgkin-Lymphom in den USA und der EU
Der Checkpoint-Inhibitor Nivolumab hat sowohl in den USA und als auch in der EU eine Zulassungserweiterung für zwei neue Indikationen beim klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) erhalten. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA erteilte die Zulassung für Nivolumab in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab 12 Jahren mit zuvor unbehandeltem cHL im Stadium III oder IV. In der EU hat die Europäische Kommission Nivolumab in Kombination mit Brentuximab vedotin für die Behandlung von Kindern ab 5 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis zum Alter von 30 Jahren mit rezidiviertem oder refraktärem cHL nach einer vorangegangenen Therapielinie zugelassen.
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Medizin
3 Min|
RRMM: Elranatamab ermöglicht verlängerte Therapiepausen ohne Wirksamkeitsverlust
Auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando wurden neue Analysen zu Elranatamab [1] bei Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplem Myelom (RRMM) präsentiert. Eine retrospektive Analyse der MagnetisMM-3-Studie zeigt, dass verlängerte Behandlungspausen möglich sein können, ohne die Wirksamkeit der Therapie zu gefährden [2]. Zusätzlich bestätigen erste internationale Real-World-Daten die Wirksamkeit von Elranatamab auch außerhalb klinischer Studien [3].
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Medizin
2 Min|
Multiples Myelom: Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie SUCCESSOR-2
Aktuelle Interimsergebnisse der Phase-III-Studie SUCCESSOR-2 zeigen unter oralem Mezigdomid in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens bei Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom im Vergleich zu Carfilzomib und Dexamethason allein.
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Medizin
4 Min|
Belantamab-Mafodotin für Menschen mit RRMM ab April verfügbar
Belantamab-Mafodotin steht ab dem 1. April in Deutschland zur Verfügung und ist bei Erwachsenen zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (BVd) bei Patient:innen indiziert, die bereits mindestens eine Therapie erhalten haben oder bei Patient:innen in Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason (BPd), die bereits mindestens eine Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben.
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Medizin
3 Min|
Gesamtgenomsequenzierung entschlüsselt Resistenzmechanismen beim hepta-refraktären Multiplen Myelom
Forschende des Uniklinikums Würzburg (UKW) zeigen in einer multizentrischen Studie, wie sich Resistenzmechanismen beim hepta-refraktären Multiplen Myelom mithilfe der Gesamtgenomsequenzierung entschlüsseln lassen. Die in der Fachzeitschrift Leukemia veröffentlichte Studie belegt: Sind Zielantigene wie BCMA oder GPRC5D noch vorhanden, kann eine erneute Immuntherapie wirksam sein – ein wichtiger Schritt hin zu präziserer Therapieentscheidung selbst nach sieben Vortherapien [1].
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Multiples Myelom
2 Min|
DKK 2026
Therapie des rezidivierten Multiplen Myeloms: Überlebensvorteil bei frühem Einsatz der CAR-T-Zelltherapie
Die einmalige Infusion von Ciltacabtagen-Autoleucel (Cilta-cel) führt bei Patient:innen mit rezidiviertem Multiplem Myelom (MM) zu einer signifikanten Verlängerung des progressionsfreien (PFS) und des Gesamtüberlebens (OS).
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Lymphome
2 Min|
EBMT and EHA European CAR T-cell Meeting 2026
CAR-T-Zelltherapien bei RR LBCL und RRMM: Real-World-Daten zum Thema Sicherheit zeigen Unterschiede auf
Mit der steigenden Verfügbarkeit von CAR-T-Zelltherapien wächst auch das Interesse an den beobachteten Nutzen-Risiko-Profilen aus der Versorgungsforschung. Da klinische Head-to-Head-Studien fehlen, können Real-World-Daten wichtige Einblicke für Therapieentscheidungen liefern, so die Einschätzung von Dr. med. Gabriel Brisou, Hämatologe in Marseille, Frankreich.
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CLL
2 Min|
DKK 2026
CLL: Nicht-kovalenter BTKi Pirtobrutinib überzeugt nach BTKi-Vortherapie
Pirtobrutinib ist seit April 2025 als erster nicht-kovalenter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Erkrankter mit rezidivierter oder refraktärer CLL (r/r CLL) nach BTKi-Vorbehandlung zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 hatte die Substanz bei Erkrankten mit r/r CLL nach BTKi-Vortherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Zeit bis zur nächsten Therapie gegenüber einer Vergleichstherapie signifikant verlängert – bei guter Verträglichkeit [1].
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Follikuläres Lymphom
3 Min|
DKK 2026
Tafasitamab + Lenalidomid und Rituximab beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom
Im Dezember 2025 wurde die Kombination aus Tafasitamab, einem humanisierten, CD19-gerichteten monoklonalen Antikörper, mit Lenalidomid und Rituximab (R2) für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL), Grad 1-3a, nach mindestens einer Vortherapie zugelassen. Grundlage war die Phase-III-Studie inMIND. Diese erste duale CD19+CD20-Immunkombination stellt einen Fortschritt für die ambulante Versorgung des follikulären Lymphoms dar und wurde auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin näher beleuchtet.
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Multiples Myelom
8 Min|
Ist eine Regeneration des Knochens durch bewegungstherapeutische Interventionen beim Multiplen Myelom möglich?
Die Zerstörung des Skelettsystems beim Multiplen Myelom (MM) entsteht durch die Wechselwirkung zwischen Tumor- und Knochenzellen. Dadurch entwickeln sich molekulare und mikrostrukturelle Veränderungen der Knochensubstanz, die bereits in frühen Stadien der Erkrankung nachgewiesen werden können. Während chemo- und immuntherapeutische Behandlungsstrategien beim MM die Tumorzellen im Knochenmark immer effektiver beseitigen, bleiben die zerstörten Knochenstrukturen erhalten und zeigen häufig keine Zeichen der Regeneration. Das bedeutet, dass Patient:innen mit MM von Beginn an ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche haben, und dass dadurch Mortalität und Morbidität ansteigen. Ob eine Regeneration des Knochens wie bei Knochenbrüchen Gesunder bei Patient:innen mit MM durch biophysikalische Stimulation in Form von bewegungstherapeutischen Interventionen angestoßen werden kann, ist Gegenstand aktueller präklinischer und klinischer Untersuchungen.
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Multiples Myelom
2 Min|
DKK 2026
NDMM: Quadruplet-Therapie ist neuer Therapiestandard
Beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom (NDMM) spielt in der Erstlinie jetzt die Quadruplet-Therapie eine große Rolle. Unabhängig davon, ob eine Stammzelltransplantation (SZT) in Frage kommt oder nicht, sollen die Patient:innen leitliniengerecht einen CD38-Antikörper zusätzlich zu Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d) erhalten [1].
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Medizin
3 Min|
DKK 2026
Wie der Fortschritt der Präzisionsonkologie die Versorgung beim Multiplen Myelom verändert
„Zusammen – gezielt – zukunftsfähig" lautete das Motto des diesjährigen Deutschen Krebskongresses (DKK). Zusammenarbeit ist ein zentrales Thema bei der Frage, wie neue präzisionsmedizinische Therapieoptionen die Behandlung komplexer Erkrankungen verbessern können. In einer Presseveranstaltung diskutierten Expert:innen aus Klinik und Praxis über das Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Versorgungsstrukturen und dem klinischen Alltag am Beispiel des Multiplen Myeloms (MM) und der CAR-T-Zelltherapie.
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