Journal Hämatologie

Lymphome | Beiträge ab Seite 4

Beiträge zum Thema Lymphome

DLBCL
 5 Min|
ASH 2025: Wegweisende Daten für die DLBCL-Therapie – von der Erstlinie bis zum Rezidiv
ASH 2025

Wegweisende Daten für die DLBCL-Therapie – von der Erstlinie bis zum Rezidiv

Für die Erstlinientherapie (1L) des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) und für Patienten* mit refraktärer oder rezidivierter (r/r) Erkrankung haben sich in den vergangenen Jahren starke Antikörper-basierte Therapieoptionen etabliert [1]. Aktuelle Daten von der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 zeigen: Real-World-Evidenz (RWE) zu dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Polatuzumab Vedotin (Pola) + R-CHPa bekräftigen dessen Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit nicht vorbehandeltem 1L DLBCL [2]. Ab dem ersten Rezidiv zeigen die neuesten Daten zu Glofitamab▼ i.v. als erstem bispezifischen Antikörper in der Kombination mit Gemcitabin/Oxaliplatin (GemOx) einen klaren Vorteil im Gesamtüberleben (OS) für Patienten, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) geeignet sind [3]. Mit dem Update der Onkopedia-Leitlinie DLBCL im Dezember 2025 wurde Glofitamab i.v. + GemOx als neue Therapieoption ab dem ersten Rezidiv in die Empfehlungen aufgenommen. Pola + R-CHP als etablierter Standard wird weiterhin in 1L DLBCL für Patienten mit International Prognostic Index (IPI) 2-5 empfohlen [1].
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 18 Min|
Multiples Myelom

Eine orthopädische Mitbehandlung von Patient:innen mit Multiplem Myelom

Durch moderne Medikamentenkombinationen konnten das Gesamtüberleben sowie die Therapieverträglichkeit von Patient:innen mit einem Multiplen Myelom (MM) signifikant verbessert werden [1-3]. Gleichzeitig steigt damit auch der Wunsch, einem aktiven und möglichst uneingeschränkten Lebensstil nachgehen zu können. Eine körperliche Belastung wird jedoch oft vermieden, da Unsicherheiten hinsichtlich der Stabilität der knöchernen Veränderungen bestehen. Anhand des hier geschilderten Fallbeispiels (siehe Folgeseite) werden Ansatzpunkte einer orthopädischen Mitbehandlung von MM-Patient:innen dargestellt, mit dem Ziel, die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates allgemein zu verbessern und die Durchführung der bevorzugten sportlichen Aktivitäten wieder zu ermöglichen.
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 7 Min|
Multiples Myelom
ASH 2025

Multiples Myelom: Studienübersicht mit Prof. Dr. Katja Weisel

Das Multiple Myelom (MM) nahm auf dem amerikanischen Hämatologenkongress ASH 2025 großen Raum ein, allein 2 von insgesamt 6 Late-breaking abstracts galten dieser Entität. Das Jahr 2025 stellt einen Meilenstein dar, weil das MM von einer unheilbaren zu einer heilbaren Erkrankung geworden ist, wie v.a. die PERSEUS- und CARTIDUDE-1-Studie zeigen konnten. In Kürze will die International Myeloma Society (IMS) Kriterien der Heilung in einem Konsens definieren. In der aktuellen Folge des JOURNAL ONKOLOGIE Podcast ordnet Prof. Dr. Katja Weisel, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, im Gespräch mit Antje Blum die wichtigsten Studien ein: Vom Smoldering Myelom (SMM) über das neu diagnostizierte MM (NDMM) bis zum refraktären/rezidivierten MM finden Sie hier die Studien kurz zusammengefasst. Hören Sie sich die Folge exklusiv auf journalonko.de an!
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 13 Min|
Multiples Myelom

Multiples Myelom: Neue Europäische Leitlinie für Diagnostik und Therapie

Das Multiple Myelom (MM) ist mit einer geschätzten, altersstandardisierten Inzidenz von 6,9 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner in 2024 die zweithäufigste hämatologische Neoplasie [1]. Aus der Vorstufe einer monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) entsteht über ein asymptomatisches Smoldering Multiples Myelom (SMM) eine symptomatische Erkrankung. In einer beispiellosen Entwicklung der medikamentösen Therapieoptionen mit mehr als 10 Neuzulassungen in den vergangenen 5 Jahren hat sich die Behandlung in der Erstlinie und im Rezidiv in den vergangenen Jahren nochmals substanziell verändert. Die European Hematology Association (EHA) hat gemeinsam mit dem European Myeloma Network (EMN) 2025 eine aktualisierte Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des MM herausgegeben, in der die rasanten Entwicklungen insbesondere neuer immuntherapeutischer Strategien und deren Integration in frühere Therapielinien berücksichtigt wird [2]. Zuvor war 2021 die letzte Vorgängerversion der Leitlinie erschienen [3].
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 10 Min|

Therapie des Multiplen Myeloms bei älteren Patient:innen

Das Multiple Myelom (MM) ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters, bei der die Überlebensrate mit zunehmendem ­Alter abnimmt. Die Inzidenz von Myelomerkrankungen ist in den letzten Jahren insbesondere bei älteren Patient:innen deutlich gestiegen [1]. Gleichzeitig konnte durch die rasante Entwicklung der Therapielandschaft und den Einsatz neuer ­Substanzen und Therapien (bispezifische Antikörper, CAR-T-Zellen) eine dramatische Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) beim MM erreicht werden. Obwohl bei älteren im Vergleich zu jüngeren Myelom-Patient:innen häufiger ein höheres Internationales Staging System (ISS)-Stadium, eine schlechtere Nierenfunktion und eine Anämie vorliegen, haben insbesondere die älteren Myelom-­Patient:innen in den letzten Jahren wesentlich vom Einsatz neuer Substanzen profitiert [2]. Die Therapie älterer MM-Patient:innen erfordert jedoch besondere Vorsicht, da sie fragiler sind und eine höhere Anfälligkeit für Toxizitäten aufweisen.
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 12 Min|
Update der LINKER MM1-Studie bestätigt Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten zu Linvoseltamab
Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom

Update der LINKER MM1-Studie bestätigt Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten zu Linvoseltamab

Zur Behandlung von Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom (r/r MM) stellen bispezifische Antikörper (bsAb) einen empfohlenen Therapiestandard dar [1]. Die Wirkstoffklasse ermöglicht mehrfach vorbehandelten Erkrankten tiefe und anhaltende Remissionen. Sie stellt heute eine Alternative zu Chimären Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapien dar. Dies gilt insbesondere, wenn eine Behandlung mit CAR-T-Zellen nicht verfügbar ist oder sich Patient:innen für diese Therapieoption z.B. altersbedingt und/oder aufgrund von Komorbiditäten nicht eignen bzw. selbst eine Entscheidung gegen eine Behandlung mit CAR-T-Zellen treffen.
Lesen Sie mehr 
DLBCL
 5 Min|
Axi-Cel zeigt konsistenten Überlebensvorteil auch bei vulnerablen Patienten mit r/r (D)LBCL
ASH-News zur CAR-T-Zelltherapie

Axi-Cel zeigt konsistenten Überlebensvorteil auch bei vulnerablen Patienten mit r/r (D)LBCL

Die Zweitlinientherapie (2L) mit der gegen CD19 gerichteten CAR-T-Zelltherapie Axicabtagen ciloleucel (Axi-Cel) bietet beim rezidivierten/refraktären (diffus) großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r [D]LBCL) konsistente Vorteile auch bei Patientena, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSCT) infrage kommen. Dies bestätigt eine gepoolte Analyse der Studien ZUMA-7 und ALYCANTE, die auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando, USA, vorgestellt wurde [1]. Damit eröffnet Axi-Cel eine Chance auf Heilung für ein breites Patientenkollektiv: Langzeit-Follow-ups der pivotalen Studien ZUMA-1 (3L) und ZUMA-7 (2L) zeigen in der Kurve zum Gesamtüberleben (OS) im Zeitverlauf bei etwa 50% der Patienten ein Plateau [2, 3].
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 6 Min|
Isatuximab plus VRd: Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der 4-Fachkombination
Erstlinientherapie des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms

Isatuximab plus VRd: Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der 4-Fachkombination

Quadruplet-Regime haben sich in der Erstlinie des neu diagnostizierten Multiplen Myeloms (NDMM) etabliert. Mit der Kombination aus Isatuximab (Isa), Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d; IsaVRd) liegt auf Basis der Phase-III-Studien IMROZ und GMMG-HD7 sowohl für Patient:innen, die für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSZT) nicht geeignet bzw. geeignet sind, eine konsistente Evidenz vor [1, 2]. IsaVRd ermöglicht tiefe Remissionen und einen signifikanten Vorteil im progressionsfreien Überleben (PFS). Durch das einheitliche Induktionsschema für beide Patientengruppen bis zur Woche 18 unterstützt das IsaVRd-Regime zudem eine flexible Therapieplanung in Abhängigkeit vom Ansprechen, einschließlich der Option einer autoSZT, berichteten Expert:innen im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK)0 [1-3]. Ein weiterer Vorteil: Die Kosten für Isatuximab sind nach der Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)-Neuverhandlung gesunken [4].
Lesen Sie mehr 
Non-Hodgkin-Lymphom
 2 Min|
EORTC-Update: Neue Real-World-Daten bestätigten Überlebensvorteil unter Mogamulizumab
Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom

EORTC-Update: Neue Real-World-Daten bestätigten Überlebensvorteil unter Mogamulizumab

Für die Subtypen des kutanen T-Zell-Lymphoms Mycosis fungoides (MF) und Sézary-Syndrom (SS) ist die Evidenz zum klinisch relevanten Endpunkt Gesamtüberleben (OS) moderner Antikörpertherapien oft begrenzt [1]. Auf dem EORTC-CLTGa-Kongress 2025 wurden neue Real-World-Daten präsentiert, die ein verlängertes OS unter Mogamulizumab im Vergleich zu Brentuximab vedotin (BV) zeigten [2]. Zusammen mit einer weiteren Studie bei SS können diese Ergebnisse eine verbesserte Prognose für Betroffene bedeuten [1].
Lesen Sie mehr 
Multiples Myelom
 6 Min|
Rezidiviertes, refraktäres Multiples Myelom - Teclistamab: Evidenz aus Studien und Real-World-Daten
Rezidiviertes, refraktäres Multiples Myelom

Teclistamab: Evidenz aus Studien und Real-World-Daten

In der Behandlung des rezidivierten und refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) schließen bispezifische Antikörper (bsAb) eine therapeutische Lücke. Klinische Studien und wachsende Real-World-Erfahrungen unterstützen die hohe Effektivität der bsAb in der klinischen Praxis. Zugleich rückt die Möglichkeit ambulanter Behandlungskonzepte stärker in den Fokus und eröffnet neue Wege in der Versorgung von Patient:innen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Der Einfluss der Lymphknoten-Architektur auf Lymphome

Der Einfluss der Lymphknoten-Architektur auf Lymphome

Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) gelang es erstmals, die Organisation von Immunzellen im menschlichen Lymphknoten zu kartieren. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie Heidelberg (EMBL), dem Berlin Institute of Health (BIH) der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Basel durchgeführt. Sie konnten zeigen, warum die Architektur des Lymphknotens bei bösartigen Lymphomen schrittweise abgebaut wird. Die Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden um Prof. Dr. Sascha Dietrich (UKD) in der Fachzeitschrift Nature Cancer [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Stammzelltherapie bei Multiplem Myelom: Ambulante Behandlung möglich

Stammzelltherapie bei Multiplem Myelom: Ambulante Behandlung möglich

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der sich Plasmazellen, die normalerweise für die Produktion von Antikörpern zuständig sind, unkontrolliert im Knochenmark vermehren. Ein Therapieansatz ist die autologe Stammzelltransplantation, d.h. Behandlung mit Stammzellen des eigenen Körpers. Dies geht allerdings häufig mit wochenlangen Aufenthalten im Krankenhaus einher. Mit Methoden des Maschinellen Lernens hat ein Forschungsteam nun aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen Teile der Therapie sicher ambulant durchgeführt werden können.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Zulassungserweiterungen für Nivolumab beim Hodgkin-Lymphom in den USA und der EU

Der Checkpoint-Inhibitor Nivolumab hat sowohl in den USA und als auch in der EU eine Zulassungserweiterung für zwei neue Indikationen beim klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) erhalten. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA erteilte die Zulassung für Nivolumab in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab 12 Jahren mit zuvor unbehandeltem cHL im Stadium III oder IV. In der EU hat die Europäische Kommission Nivolumab in Kombination mit Brentuximab vedotin für die Behandlung von Kindern ab 5 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis zum Alter von 30 Jahren mit rezidiviertem oder refraktärem cHL nach einer vorangegangenen Therapielinie zugelassen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
RRMM: Elranatamab ermöglicht verlängerte Therapiepausen ohne Wirksamkeitsverlust

RRMM: Elranatamab ermöglicht verlängerte Therapiepausen ohne Wirksamkeitsverlust

Auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando wurden neue Analysen zu Elranatamab [1] bei Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplem Myelom (RRMM) präsentiert. Eine retrospektive Analyse der MagnetisMM-3-Studie zeigt, dass verlängerte Behandlungspausen möglich sein können, ohne die Wirksamkeit der Therapie zu gefährden [2]. Zusätzlich bestätigen erste internationale Real-World-Daten die Wirksamkeit von Elranatamab auch außerhalb klinischer Studien [3].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Belantamab-Mafodotin für Menschen mit RRMM ab April verfügbar

Belantamab-Mafodotin steht ab dem 1. April in Deutschland zur Verfügung und ist bei Erwachsenen zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (BVd) bei Patient:innen indiziert, die bereits mindestens eine Therapie erhalten haben oder bei Patient:innen in Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason (BPd), die bereits mindestens eine Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Gesamtgenomsequenzierung entschlüsselt Resistenzmechanismen beim hepta-refraktären Multiplen Myelom

Forschende des Uniklinikums Würzburg (UKW) zeigen in einer multizentrischen Studie, wie sich Resistenzmechanismen beim hepta-refraktären Multiplen Myelom mithilfe der Gesamtgenomsequenzierung entschlüsseln lassen. Die in der Fachzeitschrift Leukemia veröffentlichte Studie belegt: Sind Zielantigene wie BCMA oder GPRC5D noch vorhanden, kann eine erneute Immuntherapie wirksam sein – ein wichtiger Schritt hin zu präziserer Therapieentscheidung selbst nach sieben Vortherapien [1].
Lesen Sie mehr