News | Beiträge ab Seite 118
Gesundheitspolitik
Fachleute: Kliniken müssen mehr ambulant behandeln
Zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung auf dem Lande werden Krankenhäuser nach Einschätzung von Fachleuten verstärkt ambulante Behandlungen anbieten müssen. Die traditionelle Abgrenzung zwischen ambulanter Versorgung in der Arztpraxis und stationärer Versorgung müsste dafür nach Einschätzung von Fachleuten und Krankenhäusern in Teilen schwinden. Doch ungeklärt sind die finanziellen Auswirkungen für die Krankenhäuser, von denen viele nach 2 Corona-Jahren in großer Bedrängnis sind.
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Gesundheitspolitik
Hausärzte sehen weiter Schwierigkeiten bei Corona-Bürgertests
Der Deutsche Hausärzteverband sieht auch nach einer Einigung zur Abrechnung von Corona-Bürgertests Schwierigkeiten für viele Praxen. Der Vorsitzende Ulrich Weigeldt sagte: „Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind aus dem Schneider, die Ärztinnen und Ärzte vor Ort sind die Gelackmeierten.“ Das „Bürokratiemonster“ bleibe unverändert bestehen. So müssten Praxen eine Barkasse führen und von einigen Patientinnen und Patienten 3 Euro eintreiben. Sie sollten außerdem überprüfen, ob jemand anspruchsberechtigt sei. Dies belaste sowieso schon stark geforderte Hausarztpraxen noch weiter.
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Gesundheitspolitik
Verbandschef der Amtsärzte fordert mehr Abwasser-Analysen auf Corona
Angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland wird eine flächendeckende Überwachung des Coronageschehens anhand von Abwasserproben diskutiert. „Die Abwasseranalyse ist ein hervorragendes Instrument für die Pandemiekontrolle“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Johannes Nießen, der Funke-Mediengruppe. „Optimal wäre, wenn alle Kommunen mitmachen würden.“ Je mehr Städte daran teilnehmen, desto präziser werde das Bild vom Infektionsgeschehen.
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Gesundheitspolitik
Familienministerin will Abtreibung in Ärzte-Ausbildung aufnehmen
Nach der Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen will Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) den Eingriff zum Thema in der Ärzte-Ausbildung machen. „Die verschiedenen medizinischen Methoden von Schwangerschaftsabbrüchen sollten zum Beispiel für Ärztinnen und Ärzte zur Ausbildung gehören“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Darüber sei sie mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im Gespräch.
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Gesundheitspolitik
Corona-Testverordnung – Chaos vorprogrammiert
Als Zumutung für die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen hat der Vorsitzende des Arbeitskreises „Ambulante Versorgung“ des Hartmannbundes, Dr. Marco Hensel, sowohl das Zeitmanagement als auch zentrale Umsetzungsbestimmungen der neuen Corona-Testverordnung bezeichnet. „Wenn eine derart komplexe Neuregelung einen Tag vor deren Wirksamkeit beschlossen und verkündet wird, dann ist doch das Chaos für alle Beteiligten absehbar“, sagte Hensel.
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Gesundheitspolitik
Ärztemangel spitzt sich dramatisch zu
17 Milliarden Euro – auf diese Summe wurde das Finanzierungsloch für die Krankenkassen in Deutschland im kommenden Jahr beziffert. Trotz der jüngst verkündeten Maßnahmen zur Stärkung der Einnahmebasis ist die Finanzierung nicht das einzige Problem, das die Stabilität der Gesundheitsversorgung gefährdet: Der in vergangenen Jahren bereits eingesetzte Ärztemangel hat mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen – dies konstatieren die Bevölkerung und nochmals extremer die Ärzte. Entsprechend häufen sich Klagen über lange Wartezeiten oder aus Kostengründen vorenthaltene Behandlungen sowie Schwachstellen, die von der Corona-Pandemie offengelegt oder verstärkt wurden. Geäußert werden zudem Bedenken, dass die bisherigen Erfahrungen aus der Pandemie nicht dazu genutzt werden, um das System besser aufzustellen. Vielmehr befürchten sowohl Ärzte als auch Bevölkerung, dass angesichts der derzeitigen parallelen Krisen die notwendigen Reformen nicht rechtzeitig angegangen werden. Zu diesen Kernergebnissen kommt der 11. MLP Gesundheitsreport. Die repräsentative Bevölkerungs- und Ärztebefragung im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP hat das Institut für Demoskopie Allensbach erstellt.
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Gesundheitspolitik
Länder wollen Abtreibungen nach Online-Beratung rechtssicher machen
Immer mehr Menschen nehmen Telemedizin in Anspruch. Auch Frauen, die ihre Schwangerschaft selbst per Medikament abbrechen wollen. Ist das in Ordnung? Die Länder wollen diese rechtliche Grauzone nun aufhellen.
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Gesundheitspolitik
Studie: Sozial benachteiligte Kinder leiden besonders unter Pandemie
Sozial benachteiligte Kinder leiden einer Studie zufolge besonders unter der Corona-Pandemie. Die betroffenen Mädchen und Jungen erleben die negativen Veränderungen ihrer Lebensqualität durch die Pandemie deutlich stärker als alle Vergleichsgruppen, wie aus der aktuelle Präventionsradar der DAK-Gesundheit für das Schuljahr 2021/2022 hervorgeht. Dies gelte für die Lebenszufriedenheit, den Gesundheitszustand und das psychische Wohlbefinden. Insbesondere klagen den Angaben zufolge immer mehr Kinder und Jugendliche über häufige Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen – vor allem in Familien mit einem niedrigen Sozialstatus.
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Gesundheitspolitik
Vereinfachte Verordnung von Reha ab 70 und Anschlussreha
Bislang wurden Anträge auf medizinische Reha von Krankenkassen zunächst auf ihre medizinische Erforderlichkeit überprüft. Ab dem 1. Juli entfällt dies bei zwei Reha-Arten. Das sollten Sie wissen.
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Gesundheitspolitik
Studie: Personaldecke bei Ärzten und Fachpersonal immer dünner
Ärztemangel, lange Wartezeiten und aus Kostengründen vorenthaltene Leistungen setzen den Menschen in Deutschland immer stärker zu. Dennoch bewerten 81% von ihnen die Gesundheitsversorgung weiterhin positiv, wie es im Gesundheitsreport 2022 des Wieslocher Finanzdienstleisters MLP (Rhein-Neckar-Kreis) heißt. Bei den Ärzten selbst genießt die Gesundheitsversorgung zu 89% hohe Wertschätzung, wie es die vom Institut für Demoskopie Allensbach organisierte Befragung von mehr als 400 Ärzten und fast 1.100 Bürgern ergab.
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Medizin
r/r FL: EU-Zulassung für Mosunetuzumab als Monotherapie
Die Europäische Kommission (EMA) hat Mosunetuzumab als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit rezidivierendem oder refraktärem follikulärem Lymphom (r/r FL), die mindestens 2 vorherige systemische Behandlungen erhalten haben, zugelassen (1). Mosunetuzumab repräsentiert als T-Zellen-rekrutierender Anti-CD20/CD3-Antikörper ein neues Wirkprinzip zur Therapie von Patient:innen mit B-Zell-Lymphomen und ist der erste und einzige bispezifische Antikörper zur Behandlung des FL.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: Cannabis-Freigabe mit dem Prinzip „Safety first“
Bei der geplanten kontrollierten Freigabe von Cannabis in Deutschland soll der Schutz vor Gesundheitsrisiken nach Angaben von Bundesminister Karl Lauterbach eine zentrale Rolle spielen. Vorgegangen werde nach dem Prinzip „Safety first“, sagte der SPD-Politiker bei einer Expertenanhörung zur Vorbereitung eines geplanten Gesetzgebungsverfahrens in Berlin.
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Gesundheitspolitik
Corona-Tests kosten ab jetzt 3 Euro
Mehr als 1 Jahr lang konnte sich jeder regelmäßig kostenlos auf Corona testen lassen. Die sogenannten „Bürgertests“ kosten aber so viel Geld, dass sie nun deutlich eingeschränkt werden.
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Gesundheitspolitik
Kaum noch Krankenhausbetten für hungernde Kinder in Somalia
Aufgrund einer schwerwiegenden Hungerkrise haben Krankenhäuser im ostafrikanischen Somalia kaum noch Platz für die stetig wachsende Zahl schwer mangelernährter Kinder. Das teilte die Hilfsorganisation Save the Children am Mittwoch mit. Ärzte seien gezwungen, Kinder in Zelten, Konferenzräumen und auf Matratzen im Freien zu behandeln.
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Gesundheitspolitik
Hartmannbund: Scharfe Kritik an Leistungskürzungen
Für die stellvertretende Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat sind die von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach vorgesehenen Leistungskürzungen in der ambulanten Versorgung mit Blick auf die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems Bestandteile einer „toxischen Mischung“.
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Gesundheitspolitik
Barmer bringt Gesundheitskarte auf das Smartphone
Die Krankenversicherten in Deutschland sollen bis 2023 die Möglichkeit haben, ihre Versichertenkarte auf das Smartphone und ins Web zu holen. Die Barmer hat sich nun für technische Partner für die digitale Gesundheitskarte entschieden.
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Gesundheitspolitik
Psychisch kranke Kinder müssen Monate auf Behandlungsplatz warten
Psychisch kranke Kinder und Jugendliche müssen nach Angaben von Ärzten monatelang auf einen Behandlungsplatz warten. Insbesondere durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen habe sich die psychische und psychosoziale Situation bei Kindern und Jugendlichen erheblich verschlechtert, erklärten der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, und die stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (bkj), Marion Schwarz.
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen: Kosten für Corona-Tests belasten Pflegeversicherung
Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für die Neuregelung der Corona-Tests sorgen nach Berechnungen der Krankenkassen für immer größere Defizite in der Pflegeversicherung. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Stellungnahme des Spitzenverbandes der Krankenkassen zur neuen Testverordnung.
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Gesundheitspolitik
Israel erleichtert Schwangerschaftsabbrüche
Während der Oberste Gerichtshof in den USA das Recht auf Abtreibung gekippt hat, will Israel künftig Schwangerschaftsabbrüche erleichtern. Der zuständige Ausschuss im Parlament strich am Montag mehrere bislang nötige Auflagen für Frauen, die eine ungewollte Schwangerschaft beenden möchten, wie israelische Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldeten.
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Gesundheitspolitik
Hausärzte: Neue Regeln für Corona-Tests ein Bürokratiemonster
Der Deutsche Hausärzteverband hat die künftigen Regeln für Corona-Bürgertests mit 3 Euro Zuzahlung kritisiert. Die Pläne seien ein Bürokratiemonster mit zum Teil haarsträubenden Regelungen, sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt am Montag. Es sei nicht Aufgabe der Praxisteams, zu kontrollieren, ob jemand am Abend beispielsweise ein Konzert besuche und daher anspruchsberechtigt sei. Dass Patienten im Zweifel in einer Art Selbsterklärung Angaben dazu machen sollten, führe zu Zettelwirtschaft, vielen Nachfragen und Unklarheiten.
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