Journal Hämatologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 11

ASH 2025
ASH 2025

Machine Learning-Modell prognostiziert Überlebenschancen nach CAR-T-Zelltherapie

Die CAR-T-Zelltherapie (Chimeric Antigen Receptor T-cell therapy) hat die Behandlungsergebnisse bei rezidivierten oder refraktären hämatologischen Malignomen revolutioniert. Dennoch bleibt die frühzeitige Identifikation von Patient:innen mit dem höchsten Sterberisiko eine große Herausforderung. Ein prognostisches Modell, das auf routinemäßig verfügbaren Informationen zum Zeitpunkt der CAR-T-Evaluation basiert, könnte die präinfusionelle Beratung, die Intensität der Nachsorge und die Ressourcenallokation entscheidend verbessern. Daten dazu wurden auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 vorgestellt.
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Entitätsübergreifend
The hospital is subject to budget cuts. Medical low funding, government policy. Crisis management in public services.

DGHO: Falsche Weichenstellung durch Krankenhausreform

Die Krankenhausreform bildet mit den Leistungsgruppen innovative Therapien und komplexe Krebserkrankungen in der Hämatologie und Onkologie nicht ausreichend ab und gefährdet die interdisziplinäre Zusammenarbeit, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO). Die Fachgesellschaft befürchtet dadurch mögliche Rückschritte bei der Versorgung von Patient:innen mit komplexen Krebserkrankungen.
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Entitätsübergreifend
Frau mit Mammakarzinom arbeitet im Homeoffice
Arbeiten mit und nach Krebs

Was Onkolog:innen als Vorbereitung auf den ­beruflichen Wiedereinstieg anbieten können

Den Umgang mit Krebs im Businesskontext revolutionieren, das ist die Mission des Projekts #einevonacht. Ziel ist, dass Menschen lernen, über Krebs zu sprechen und gute Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen. Denn nur wenn die Bedürfnisse und Interessen von Betroffenen, Führungskräften, Team-Mitgliedern und Arbeitgebenden gleicher­maßen berücksichtigt werden, kann es ein wirklich nachhaltiges Miteinander geben. In diesem Artikel werden 5 Vorschläge ­gemacht, wofür Onkolog:innen die Patient:innen in Bezug auf das Arbeiten mit und nach Krebs sensibilisieren könnten.
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Medizin
Mehr als 9.100 Stammzellspenden für Menschen mit Blutkrebs im Jahr 2024

Mehr als 9.100 Stammzellspenden für Menschen mit Blutkrebs im Jahr 2024

Die DKMS, internationale gemeinnützige Organisation im Einsatz für Menschen mit Blutkrebs und Bluterkrankungen sowie weltweit größte Stammzellspenderdatei, hat ihren zweiten Global Impact Report veröffentlicht. Der Bericht beleuchtet die wichtigsten Erfolge und Kennzahlen im Jahr 2024 sowie persönliche Geschichten von Überlebenden und Menschen, die mit ihrer Stammzellspende Leben gerettet haben. Diese stärken die Mission der Organisation, möglichst vielen Betroffenen weltweit eine zweite Lebenschance zu geben.
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Medizin
CAR-T-Therapie bei DLBCL: Patientenauswahl und Ablauf

CAR-T-Zelltherapie bei DLBCL: Patientenauswahl und Ablauf

Patient:innen mit (diffus) großzelligem B-Zell-Lymphom ([D]LBCL), die nach einer Erstlinien-Chemoimmuntherapie ein Frührezidiv entwickeln oder refraktär sind (r/r), könnten ab der zweiten Linie (2L) von einer potenziell kurativen CAR-T-Zelltherapie wie Axicabtagen ciloleucel (Axi-Cel) profitieren [1–3]. In der Praxis stellen sich drei relevante „W-Fragen": Welche Patient:innen sind für eine solche Therapie geeignet, wie kann eine CAR-T-Zelltherapie erfolgreich durchgeführt werden und durch wen sollen die einzelnen Schritte der Patient:innenversorgung erfolgen? Bei einem Symposium auf der DGHO-Jahrestagung 2025 in Köln gaben Expert:innen Antworten und erläuterten, warum gerade die enge Abstimmung von Primärbehandelnden und CAR-T-Zentren so wichtig ist.
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Medizin
Update Onkopedia-Leitlinie

Empfehlung für Quizartinib plus Standardchemotherapie bei neu diagnostizierter FLT3-ITD-mutierter AML bei Patient:innen <60 Jahre

Kurz nach Veröffentlichung der Onkopedia-Leitlinie 2023 erhielt Quizartinib die Zulassung in der Europäischen Union für die Erstlinientherapie der akuten myeloischen Leukämie (AML) mit FLT3-ITD-Mutation [1]. Der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der zweiten Generation ist in Kombination mit einer Standard-Cytarabin- und Anthrazyklin-Induktionschemotherapie und einer Standard-Cytarabin-Konsolidierungschemotherapie, gefolgt von einer Erhaltungstherapie als Monotherapie bei erwachsenen Patient:innen mit neu diagnostizierter AML, die FLT3-ITD-positiv ist, indiziert [1]. Nun wurde der TKI in den Therapiealgorithmus der Onkopedia-Leitlinie aufgenommen [2].
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Medizin
Entzündungsprozesse können die Entstehung von Blutkrebsarten fördern
CHIP/MDS: Leukämieentstehung verhindern

Entzündungsprozesse können die Entstehung von Blutkrebsarten fördern

Blutkrebserkrankungen wie die Leukämie werden durch genetische Veränderungen in den blutbildenden Stammzellen des Knochenmarks verursacht. Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Mainz haben jetzt gezeigt, wie chronische Entzündungen das Knochenmark bei Betroffenen mit altersbedingten Blutstammzellmutationen bereits in sehr frühen Krankheitsstadien verändern und so die Krankheitsentwicklung vorantreiben können. Sie fanden heraus, dass die Interaktion entzündlicher Gewebestammzellen und bestimmter Immunzellen sich selbst verstärkende Entzündungsprozesse in der Mikroumgebung des Knochenmarks hervorruft, die die normale Blutbildung beeinträchtigen. Die in Nature Communications veröffentlichten Erkenntnisse könnten die Grundlage für die Entwicklung neuartiger Therapien zur frühzeitigen Behandlung von Blutkrebs bilden [1].
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CLL
CLL mit rezidivierendem/refraktärem Verlauf: Pirtobrutinib nach BTKi-Vorbehandlung anhaltend wirksam
DGHO 2025

CLL mit rezidivierendem/refraktärem Verlauf: Pirtobrutinib nach BTKi-Vorbehandlung anhaltend wirksam

Als erster zugelassener Vertreter der reversiblen, nicht-kovalenten BTK-Inhibitoren (BTKi) stellt Pirtobrutinib eine wichtige Therapieoption für Erkrankte mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) dar, die unter einer Behandlung mit kovalenten BTKi in Folge eines rezidivierenden/refraktären (r/r) Verlaufs progredient geworden sind. Aufgrund seines innovativen Wirkmechanismus bindet Pirtobrutinib unabhängig von bekannten Resistenzmutationen an die ATP-Bindungstasche von BTK und ermöglicht ein erneutes und anhaltendes Therapieansprechen, erläuterte Prof. Clemens Wendtner, München, bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2025. Selbst bei ungünstiger Prognose profitieren Erkrankte von dem gut wirksamen und in der Regel gut verträglichen Inhibitor.
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Medizin
Mantelzelllymphom: Zulassung von Lisocabtagen maraleucel

Mantelzelllymphom: Zulassung von Lisocabtagen maraleucel

Die europäische Kommission hat die Zulassung von Lisocabtagen maraleucel (Liso-Cel) um eine weitere Indikation erweitert. Die gegen das Antigen CD19 (Cluster of Differentiation 19) gerichtete CAR-T-Zelltherapie ist nun auch zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzelllymphom (r/r MCL) nach mindestens zwei Linien einer systemischen Therapie, einschließlich eines Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitors, zugelassen.
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Multiples Myelom

Carfilzomib: Zehn Jahre als Kombinationspartner bei rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom

Für den Proteasominhibitor der zweiten Generation Carfilzomib (K) liegen inzwischen zehn Jahre klinische Erfahrung vor. Aktuell ist die Substanz als Kombinationspartner beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) in vier verschiedenen Therapieregimen zugelassen: der Dreifachkombination aus Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (KRd), der Kombination mit Carfilzomib, Daratumumab und Dexamethason (KdD), dem Regime aus Isatuximab, Carfilzomib und Dexamethason (IsaKd) sowie der Zweifachtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd). Nachdem klinischen Studien übereinstimmend positive Daten zu Carfilzomib als Therapie-Backbone lieferten, liegen heute auch robuste Daten zum klinischen Nutzen aus der Versorgungsroutine vor, berichtete Prof. Christoph Scheid, Köln, am Rande des DGHO-Jahreskongresses 2025. Dies eröffne immer mehr Möglichkeiten zur personalisierten Therapie des MM.
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Non-Hodgkin-Lymphom

Pirtobrutinib nach BTKi: Neue Optionen für r/r MCL und r/r CLL

Ein Jahr nach Einführung des ersten nicht-kovalenten Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitors (BTKi) Pirtobrutinib zeigt sich für Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer chronisch lymphatischer Leukämie (r/r CLL) sowie Mantelzell-Lymphom (r/r MCL) ein klarer therapeutischer Fortschritt. Die Substanz ermöglicht eine Fortsetzung der BTK-Hemmung trotz vorheriger BTKi-Vortherapie und zeigt in klinischen Studien ein relevantes, anhaltendes Ansprechen bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.
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Multiples Myelom
Melflufen punktet beim triple-class refraktären Multiplen Myelom

Melflufen punktet beim triple-class refraktären Multiplen Myelom

Seit August 2022 erweitert Melflufen das Therapiespektrum für Patient:innen mit fortgeschrittenem, triple-class refraktärem Multiplen Myelom (MM). Für Betroffene mit mehrfach refraktärer Erkrankung besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Therapieoptionen, die auch in späten Linien noch wirksam und gleichzeitig verträglich sind. Mit Melflufen kann dieser medizinische Bedarf ab der vierten Linie adressiert werden, betonten Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestragung 2025.
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AML
DGHO 2025

Hypomethylierende Substanzen in der AML-Therapie: Oral, wirksam, patientenfreundlich

Bei der Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) sind Alter und zytogenetische Veränderungen entscheidende Faktoren, erklärte Prof. Haifa Kathrin Al-Ali (Halle) bei einer Fachpressekonferenz bei der DGHO-Jahrestagung 2025. Besonders bei älteren oder körperlich schwächeren Patient:innen, die keine intensive Induktion erhalten können, müsse die Therapie individuell auf Basis von Krankheitsmerkmalen und Nutzen-Risiko-Abwägungen gewählt werden. Die orale Kombination aus Decitabin und Cedazuridin erweitere nicht nur die Therapieoptionen bei der AML, sondern gestalte diese auch patientenfreundlicher – durch weniger Praxis- und Klinikbesuche und mehr Zeit im sozialen Umfeld.
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