Infotheken
Lymphome
3 Min|
Primäres ZNS-Lymphom: Autologe Stammzelltransplantation verbessert das progressionsfreie Überleben
Für Patient:innen mit neu diagnostiziertem primärem ZNS-Lymphom ist die Konsolidierung nach der Induktionstherapie ein zentraler Bestandteil des Behandlungskonzepts. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Vergleichsdaten zu zwei Strategien: Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation oder nicht-myeloablative Chemoimmuntherapie.
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Medizin
3 Min|
ISTH 2026
Neue Daten zu Faktortherapien bei Hämophilie
Auf dem Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) 2026 in Paris wurden neue Studiendaten zu Efanesoctocog alfa und Eftrenonacog alfa vorgestellt. Sie betreffen unter anderem den Langzeit- und perioperativen Einsatz sowie den Schutz vor Gelenkveränderungen. Rund zwei Jahre nach der EMA-Zulassung von Efanesoctocog alfa zeigt sich damit auch im klinischen Alltag die Weiterentwicklung der Faktortherapie.
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Medizin
3 Min|
Chronische lymphatische Leukämie: EU-Zulassung für Pirtobrutinib in der Erstlinie
Die Europäische Kommission hat Pirtobrutinib als ersten und einzigen nicht-kovalenten (reversiblen) Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor für die Behandlung Erwachsener mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) ab der Erstlinie zugelassen [1]. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studien BRUIN-CLL-314 und BRUIN-CLL-313. Diese zeigten erstmalig die Wirksamkeit von Pirtobrutinib im Head-to-Head-Vergleich mit dem bisherigen Standard Ibrutinib bzw. Chemo-Immuntherapie (Bendamustin + Rituximab) bei Therapie- und BTKi-naiven CLL-Patient:innen bei bekanntem guten Verträglichkeitsprofil [2,3]. Künftig kann Pirtobrutinib damit auch bei therapie-naiven erwachsenen CLL-Patient:innen eingesetzt werden [1]. Bislang war Pirtobrutinib in Deutschland zur Behandlung Erwachsener mit rezidiviertem oder refraktärem Verlauf der CLL (r/r CLL) nach Vorbehandlung mit kovalenten BTKi (cBTKi) zugelassen sowie zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären Mantelzell-Lymphoms (MCL) nach BTKi-Vortherapie [1].
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Medizin
4 Min|
EBMT 2026
Erfolgsfaktoren für CAR-T-Zelltherapien beim r/r DLBCL
Was ist das therapeutische Potenzial von CAR-T-Zelltherapien bei Erwachsenen mit rezidiviertem oder refraktärem diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) ab der Zweitlinie? Das diskutierten Fachärzt:innen der Hämatoonkologie anlässlich der 52. Jahrestagung der European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) in Madrid, Spanien. Als kritische Faktoren für einen kurativ intendierten Behandlungsansatz mit etwa Axicabtagen ciloleucel nannten die Expert:innen unter anderem eine sorgfältige Patientenselektion, einen möglichst frühzeitigen Therapiestart sowie ein strukturiertes Management möglicher Nebenwirkungen. So seien mittlerweile laut Einschätzung von Dr. Birte Friedrichs, Düsseldorf, beispielsweise CAR-T-bedingte, höhergradige Toxizitäten größtenteils mit proaktiven Managementstrategien beherrschbar.
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Hämophilie
2 Min|
ISTH 2026
Hämophilie A: Starker Blutungsschutz für langfristiges Wohlbefinden
Bei der Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A geht es heutzutage um mehr als nur das Blutungsrisiko zu minimieren. Die zur Verfügung stehenden Medikamente ermöglichen den Patient:innen, aktiv und ohne Einschränkungen am täglichen Leben teilzunehmen – und das bei deutlich geringerer Belastung durch die Therapie. Dadurch fühlen sich viele Patient:innen auch mental weniger belastet [1, 2].
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Follikuläres Lymphom
2 Min|
Follikuläres Lymphom: Epcoritamab-Kombinationstherapie ab dem 1. Rezidiv zugelassen
Die Herausforderung in der Behandlung des follikulären Lymphoms (FL) liegt im Rezidiv. Hier kann ab sofort der bispezifische Antikörper Epcoritamab zusammen mit Rituximab und Lenalidomid (R2) in allen Therapielinien eingesetzt werden. Gegenüber R2 alleine zeigte sich die neue Therapiekombination sowohl beim progressionsfreien Überleben als auch bei der Gesamtansprechrate signifikant überlegen.
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Non-Hodgkin-Lymphom
2 Min|
R/R LBCL: Effektivität eines Bridging-Regimes beeinflusst Wirksamkeit und Sicherheit von CAR-T-Zelltherapien
Anlässlich des 31. EHA in Stockholm (Schweden) erläuterten Fachmediziner, unter anderem wie effektive Regime zur Überbrückung der Zeit bis zur CAR-T-Zelltherapie-Infusion (Bridging-Therapy), die Behandlungsergebnisse in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit beim rezidivierten/refraktären großzelligen B-Zell-Lymphom (R/R LBCL) zugunsten eines höheren Ansprechens und weniger Toxizität beeinflussen könnten [1].
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Entitätsübergreifend
3 Min|
CAR-T-Zell-Therapien
Differenzierte Nebenwirkungsprofile beim R/R LBCL und hohe Ansprechraten beim R/R FL möglich
Am Beispiel von Liso-cel (Lisocabtagene maraleucel) diskutierten Fachmediziner anlässlich des 31. EHA in Stockholm (Schweden), Unterschiede in den Nebenwirkungsprofilen von chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapien und präsentierten eindrückliche Ansprechraten aus der Phase-II-Studie TRASCEND FL.
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Medizin
3 Min|
Follikuläres Lymphom: EU-Zulassung für Epcoritamab + Rituximab und Lenalidomid
Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Epcoritamab erteilt. Der subkutan zu verabreichende bispezifische Antikörper mit begrenzter Therapiedauer kann nun als Kombination mit Rituximab und Lenalidomid (R2) bei Erwachsenen mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt werden. Die chemotherapiefreie Kombinationstherapie ist auf 12 Zyklen begrenzt. Mit ihr können FL-Patient:innen in der EU erstmals ab dem ersten Rezidiv eine auf einem bispezifischen Antikörper basierende Behandlung erhalten. In der Zulassungsstudie EPCORE FL-1 war Epcoritamab + R2 gegenüber R2 bereits bei einem medianen Follow-up von 14,8 Monaten in beiden primären Endpunkten signifikant überlegen: in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Gesamtansprechrate (ORR). R2 zählt bislang zu den Standardtherapien des r/r FL.
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Medizin
2 Min|
AML: Zulassung von Decitabin/Cedazuridin plus Venetoclax
Mit der Zulassung von Decitabin/Cedazuridin und Venetoclax besteht nun auch die Möglichkeit, unfitte Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) mit dem aktuellen Therapiestandard aus hypomethylierender Substanz (HMA) und Venetoclax zuhause zu therapieren. Die Entscheidung fußt auf den Ergebnissen des pivotalen Phase-II-Teils der ASCERTAIN-V-Studie.
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Medizin
1 Min|
CLL: CHMP empfiehlt Pirtobrutinib für die Erstlinientherapie
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur hat eine Erweiterung der Zulassung des nicht-kovalenten (reversiblen) Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitors (BTKi) Pirtobrutinib empfohlen. Danach könnte Pirtobrutinib künftig auch bei Therapie-naiven Patient:innen mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) eingesetzt werden.
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EHA 2026
2 Min|
EHA 2026
Gepoolte Daten aus Phase-III-Studien zeigen hohe Wirksamkeit von Pirtobrutinib bei therapienaiver CLL/SLL
Beim EHA-Kongress 2026 vorgestellte gepoolte Daten aus den Phase-III-Studien BRUIN CLL-313 und BRUIN CLL-314 zeigen bei therapienaiven Patient:innen mit CLL/SLL unter Pirtobrutinib eine hohe Gesamtansprechrate und anhaltende Wirksamkeit nach 24 Monaten. Zugleich waren Therapieabbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse selten.
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EHA 2026
2 Min|
EHA 2026
CLL: 3-Jahres-Daten der Beobachtungsstudie NAOS: Acalabrutinib 1L und ≥2L
Die Ergebnisse aus der bisher größten europäischen und französischen Beobachtungsstudie NAOS zur Behandlung von Patient:innen mit CLL in der Erstlinie (1L) sowie nach 2 oder mehr Vortherapien (≥2L) bei refraktärer/rezidivierender (rr) Erkrankung mit dem Bruton-Tyrosinkinase (BTKi) Acalabrutinib unterstützen die Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien (RCT). Die Ergebnisse von NAOS mit einem Follow-up von 3 Jahren wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-kongress präsentiert [1].
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Medizin
3 Min|
Isatuximab als subkutane Darreichungsform zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen
Die Europäische Kommission hat Isatuximab subkutan (SC) in Kombination mit den jeweils zugelassenen Standardtherapien für die Behandlung von Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) in allen bestehenden Indikationen der intravenösen (IV) Formulierung von Isatuximab zugelassen. Isatuximab ist die erste onkologische Therapie in der EU, die wahlweise als manuelle SC-Injektion oder mittels On-Body Delivery-System (OBDS) appliziert werden kann. Die manuelle Injektion erfolgt vergleichbar wie bei anderen monoklonalen Antikörpern.
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinämie: Bei der Behandlung mit Komplement-Inhibitoren kommt es auf die Überwachung an
Die Komplementinhibitor-Therapie (Ci-Therapie) hat den natürlichen Verlauf der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinämie (PNH) verändert. Sowohl proximale (C3-Inhibitoren) als auch terminale (C5-Inhibitoren) Ci haben in der Behandlung der PNH ihren festen Platz, gehen jedoch jeweils mit spezifischen Vor- und Nachteilen einher. Unter terminaler Ci-Therapie wird die intravaskuläre Hämolyse (IVH) zwar gut kontrolliert, allerdings ist das Risiko für eine extravaskuläre Hämolyse (EVH) erhöht. Eine engmaschige Nachsorge ist daher unerlässlich. Welche Bedeutung die Durchflusszytometrie (HSFC) in diesem Zusammenhang hat und worauf dabei zu achten ist, zeigte eine beim EHA vorgestellte Fallkontrollstudie [1].
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EHA 2026
4 Min|
EHA 2026
BRUIN-CLL-322: Pirtobrutinib plus Venetoclax/Rituximab verlängert PFS bei vorbehandelter CLL
Der reversible, nicht-kovalente BTK-Inhibitor (BTKi) Pirtobrutinib ist seit März 2025 als Monotherapie zur Behandlung von Erkrankten mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (RR CLL) zugelassen, die zuvor mit einem kovalenten BTK-Inhibitor behandelt wurden – basierend auf den positiven Daten der Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 [1]. Aktuelle Daten der Phase-III-Studie BRUIN-CLL 322, vorgestellt als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026, zeigen nun, dass Pirtobrutinib in der BTKi-vorbehandelten Situation bei der RR CLL auch in Kombination mit der Standardtherapie aus dem BCL2-Inhibitor (BCL2i) Venetoclax und dem Anti-CD20-Antikörper Ritiuximab (VR) hochwirksam ist. Die Addition von Pirtubrutinib zu VR verlängerte signifikant und in klinisch relevantem Ausmaß das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber alleinigem VR [2].
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EHA 2026
4 Min|
EHA 2026
Fortschritt in der Therapie der Myelofibrose durch Ergänzung der Standardtherapie mit Selinexor
Die Myelofibrose (MF) ist eine schwere myeloproliferative Neoplasie, die den Allgemeinzustand stark beeinträchtigt und eine reduzierte Lebenserwartung zur Folge hat. Derzeitiger Therapiestandard in der Erstlinie ist die Therapie mit JAK-Inhibitoren wie Ruxolitinib. Allerdings erreicht damit nur ein Drittel der Erkrankten eine Reduktion des Milzvolumens um ≥ 35% (SVR35). Auch die Symptomverbesserung, die Modifikation der Krankheitsbiologie und die Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) sind mit dem JAK-Inhibitor alleine moderat. Die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract präsentierte Phase-III-Studie SENTRY zeigte, dass die Kombination aus Ruxolitinib mit dem XPO1-Inhibitor Selinexor bei JAK-Inhibitor-naiven MF-Patient:innen alleinigem Ruxolitinib überlegen war und relevante Endpunkte wie SVR35 und das Gesamtüberleben klinisch relevant verbesserte [1].
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
Primäre ITP: Immun-Reprogrammierung und anhaltende Remissionen mit BCMA-CAR-T-Zelltherapie
Eine CAR-T-Zelltherapie, die das B-Zellreifungsprotein (BCMA) als Zielstruktur adressiert, kann bei Patient:innen mit behandlungsrefraktärer, primärerer Immunthrombozytopenie (ITP) pathogene Immunreaktionen, die die Erkrankung treiben, umprogrammieren und anhaltende Remissionen auslösen. Das legen Phase-I-Daten aus China nahe, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1]. Dass es eine monozentrisch durchgeführte Phase-I-Studie mit nur vier Teilnehmenden sogar in die Late Breaking Abstract Session des Kongresses schafft, ist eine Rarität und ein Hinweis auf die potenzielle therapeutische Relevanz der Ergebnisse [1].
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EHA 2026
4 Min|
EHA 2026
RR NHL: CD19/CD20-adressierende In-vivo-CAR-T-Zelltherapie LB2051 zeigt vielversprechende Aktivität bei guter Verträglichkeit
In‑vivo‑CAR‑T‑Zellen, die in Patient:innen selbst erzeugt werden und keine Lymphodepletion erfordern, könnten in Zukunft möglicherweise eine Off-the-shelf-Alternative für Ex‑vivo‑CAR‑T‑Zelltherapien bei Erkrankten mit rezidivierten/refraktären Non-Hodgkin-Lymphomen (RR NHL) darstellen. Das zumindest legen vorläufige Daten einer Phase-I-Studie aus China mit einer First‑in‑Class In-vivo‑CAR-T-Zelltherapie mit dualem CD19/CD20‑Targeting nahe, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
Presidential-Symposium II: Die Zukunft für Hämophilie-Patient:innen gestalten
Die Entwicklung der Hämophilie-Therapie lässt sich als ein Weg von einer lebensbedrohlichen Erkrankung hin zu einer heute weitgehend kontrollierbaren chronischen Erkrankung zusammenfassen. Als letzter Vortrag während des 2. Präsidentensymposiums beim EHA 2026 skizierte Dr. Pratima Chowdary, University Collage, London, diesen Weg und wies auf die Zukunft einer personalisierten Medizin auch für Hämophilie-Patient:innen hin [1].
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