Infotheken
Medizin
Mantelzelllymphom: Zulassung von Lisocabtagen maraleucel
Die europäische Kommission hat die Zulassung von Lisocabtagen maraleucel (Liso-Cel) um eine weitere Indikation erweitert. Die gegen das Antigen CD19 (Cluster of Differentiation 19) gerichtete CAR-T-Zell-Therapie ist nun auch zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzelllymphom (r/r MCL) nach mindestens zwei Linien einer systemischen Therapie, einschließlich eines Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitors, zugelassen.
Lesen Sie mehr
Non-Hodgkin-Lymphom
Pirtobrutinib nach BTKi: Neue Optionen für r/r MCL und r/r CLL
Ein Jahr nach Einführung des ersten nicht-kovalenten Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitors (BTKi) Pirtobrutinib zeigt sich für Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer chronisch lymphatischer Leukämie (r/r CLL) sowie Mantelzell-Lymphom (r/r MCL) ein klarer therapeutischer Fortschritt. Die Substanz ermöglicht eine Fortsetzung der BTK-Hemmung trotz vorheriger BTKi-Vortherapie und zeigt in klinischen Studien ein relevantes, anhaltendes Ansprechen bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.
Lesen Sie mehr
Medizin
Asciminib erhält EU-Zulassung zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter CML
Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Asciminib für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie in der chronischen Phase (Ph+ CML-CP) erteilt. Damit ist Asciminib nun unabhängig der Therapielinie zugelassen und umfasst sowohl neu diagnostizierte als auch vorbehandelte Patient:innen [1].
Lesen Sie mehr
Multiples Myelom
DGHO 2025
Fortschritte bei Myelom und ITP: Quadruplets und BTK-Inhibitor
Im Mittelpunkt eines im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2025 veranstalteten Symposiums standen das neu diagnostizierte Multiple Myelom (NDMM) und die Immunthrombozytopenie (ITP). Besprochen wurden Quadruplet-Therapien mit Anti-CD38-Antikörpern sowie neue Strategien mit dem Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor Rilzabrutinib bei Immunthrombozytopenie.
Lesen Sie mehr
Non-Hodgkin-Lymphom
DGHO 2025
Den Therapiestandard herausfordern: Neue Entwicklungen bei CLL und MCL
Die Therapien der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) und des Mantelzell-Lymphoms (MCL) befinden sich im Wandel: Der Trend geht mit Hilfe von zielgerichteten Therapien hin zur Chemotherapie-freien Behandlung. Allen voran sollen Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) der 2. Generation wie Zanubrutinib sowie BTK-Degrader zum Zuge kommen. Aber auch bei den BCL-2-Inhibitoren kündigt sich eine 2. Generation an.
Lesen Sie mehr
DLBCL
DGHO 2025
CAR-T-Zellen und ADCs setzen neue Standards in Hämatologie und Onkologie
CD19-gerichtete CAR-T-Zellen und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) prägen eine neue Ära onkologischer Therapien. CAR-T-Zellen verbessern beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) Überleben und Heilungschancen unabhängig von Alter und Fitness. ADCs wie Sacituzumab Govitecan zeigen erstmals signifikante Vorteile auch in der Erstlinie des triple-negativen Mammakarzinoms (mTNBC). Das Symposium fand im Rahmen der DGHO 2025 statt.
Lesen Sie mehr
MDS
DGHO 2025
Low-risk MDS: Einsatz von Luspatercept bei nicht-transfusionspflichtigen Betroffenen
Eine Transfusionspflicht bei Patient:innen mit myelodysplastischen Neoplasien (MDS) ist mit einer erhöhten Sterblichkeit und Risiken für Komorbiditäten verbunden. Bei nicht-transfusionspflichtigen Betroffenen könne es sinnvoll sein, die Zeit bis zur Transfusionspflicht durch eine Behandlung zu verlängern, erklärte Prof. Dr. Aristoteles Giagounidis, Marien Hospital Düsseldorf, im Rahmen eines Symposiums auf der DGHO-Jahrestagung.
Lesen Sie mehr
Entitätsübergreifend
DGHO 2025
Therapie im Wandel: Fortschritt bei PNH, ITP und Prostatakarzinom
Auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025 standen unter anderem die gezielte Komplementinhibition bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH), neue Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten bei Immunthrombozytopenie (ITP) sowie die PSMA-Radioligandentherapie im Fokus, die zunehmend in frühere Therapielinien vorrückt.
Lesen Sie mehr
Medizin
DGHO 2025
CAR-T-Zelltherapie mit Ciltacabtagene autoleucel ermöglicht Langzeitüberleben beim RRMM
Auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) wurden im Oktober 2025 aktuelle Daten zur CAR-T-Zelltherapie mit Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) diskutiert [1-3]. Cilta-cel ist als erste CAR-T- Zelltherapie für Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) bereits nach einer Vortherapie zugelassen. In den Zulassungsstudien CARTITUDE-1 und CARTITUDE-4 ermöglichte die einmalige Gabe von Cilta-cel langanhaltende Remissionen und hohe Überlebensraten [4, 5].
Lesen Sie mehr
Hämophilie
Effektive Rebalance bei Hämophilie stärkt die Lebensqualität
Innovationen im Bereich der Hämophilie erzielen eine hohe Wirksamkeit und Verträglichkeit, aber auch eine deutliche Reduktion der Therapiebelastung. Concizumab punktet darüber hinaus mit einer subkutanen Applikation sowie einer verbesserten Lebensqualität – bei Betroffenen mit Hämophilie A und B unabhängig von ihrem Hemmkörperstatus.
Lesen Sie mehr
Medizin
CHMP empfiehlt EU-Zulassung von Rilzabrutinib für die Behandlung der Immunthrombozytopenie
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat eine Empfehlung für die Zulassung von Rilzabrutinib in der EU als Behandlung der Immunthrombozytopenie (ITP) bei Erwachsenen erteilt, die gegenüber anderen Behandlungen refraktär sind. Die endgültige Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet.
Lesen Sie mehr
MDS
ESMO 2025
Myelodysplastisches Syndrom mit hohem Risiko: Neue Wege beschreiten mit Bexmarilimab
Bexmarilimab ist ein experimentelles Immuntherapeutikum, das zur Behandlung des myelodysplastischen Syndroms (MDS) untersucht wird. Es zielt auf den Clever-1-Rezeptor ab, der auf Makrophagen exprimiert wird und das Immunsystem unterdrückt. Während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin wurden die Ergebnisse einer Phase I/II Studie mit Bexmarilimab bei Patient:innen mit Hochrisiko-MDS (HR-MDS) vorgestellt, die so überzeugend waren, dass eine Phase-III-Studie in Planung ist [1].
Lesen Sie mehr
Medizin
Zum Welt-Thrombose-Tag: Patientenaufklärung, die wirkt
Was wissen Ihre Patienten über den Zusammenhang zwischen Tumor und Thrombose? Krebspatienten sind einem 9-mal höheren Thromboserisiko im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ausgesetzt [1], doch Betroffenen fehlt häufig das Bewusstsein für diese Gefahr [2] – ein Umstand, der sich ändern lässt: Informieren Sie Ihre Patienten mit unserem Aufklärungsvideo und sorgen Sie für eine im Schnitt 6 Tage frühere Diagnose krebsassoziierter Thrombosen [3]!
Lesen Sie mehr
Im Spotlight
Nebenwirkungsmanagement
Bewertung der Therapieverträglichkeit bei hämatologischen Neoplasien
Mit dem rasanten Einzug von CAR-T-Zellen, Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI), bispezifischen Antikörpern, Antibody–Drug-Konjugaten (ADC) in frühere Behandlungslinien verändert sich die hämatologische Therapielandschaft grundlegend. Deren Nebenwirkungen können sich erheblich von den bekannten der klassischen Chemo- oder Radiotherapie unterscheiden und verlangen nach neuen Bewertungsmaßstäben. Ein aktueller Beitrag in Lancet Haematology fordert deshalb eine patientenzentrierte Bewertung der Verträglichkeit: Von standardisierten Definitionen akuter, subakuter bis Langzeit-Toxizität über Infektionen und Zweitmalignome bis hin zur Frage nach der optimalen Dosis und Behandlungsdauer.
Lesen Sie mehr
Medizin
Zum Welt-Thrombose-Tag 2025
Bewusstsein für Thrombosen schärfen – frühe Diagnose und Behandlung fördern
Am 13. Oktober ist erneut Welt-Thrombose-Tag und die Fakten zeigen, dass er seit seiner Gründung 2024, nicht an Relevanz verloren hat. Die „International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH)“ verfolgt seither damit das Ziel, nicht nur die Öffentlichkeit sondern auch medizinisches Fachpersonal für das Thema Thrombose zu sensibilisieren und darüber zu informieren [1]. Denn die Früherkennung einer Thrombose ist von entscheidender Bedeutung für die Prognose der Patient:innen [2].
Lesen Sie mehr
Medizin
Eltrombopag-Generikum ab sofort in Deutschland verfügbar
Eltrombopag ist ab sofort auch als Generikum in Deutschland verfügbar und stellt eine neue Behandlungsoption für Patient:innen mit idiopathischer thrombozytopenischer Purpura (ITP) dar. Vergleichsstudien bestätigen die Bioäquivalenz zum Referenzpräparat, und die Herstellung erfolgt nach höchsten GMP-Standards.
Lesen Sie mehr
Mantelzelllymphom
MCL: BTK-Inhibitor kann häufig die ASZT in der Erstlinie ersetzen
Nach den Ergebnissen der Phase-III-Studie TRIANGLE bietet Ibrutinib in Kombination mit einer Chemoimmuntherapie (CIT) eine neue Behandlungsoption für bisher unbehandelte MCL-Patient:innen, bei denen eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) zwar möglich wäre, aber durch das neue Regime möglicherweise vermieden werden kann.
Lesen Sie mehr
MDS
MDS bei jungen Erwachsenen: Seltene Entität mit besonderen Herausforderungen
Myelodysplastische Neoplasien (MDS) sind klonale Erkrankungen der hämatopoetischen Stammzellen, die durch ineffektive Hämatopoese, Zytopenien und Dysplasien sowie ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämie (AML) gekennzeichnet sind. Die Erkrankung betrifft vorwiegend ältere Erwachsene mit einem medianen Erkrankungsalter von ≥ 70 Jahren. Bei jüngeren Patient:innen unter 50 Jahren treten MDS deutlich seltener auf, weshalb für diese Altersgruppe nur wenige Daten vorliegen. Jüngere Patient:innen weisen jedoch häufig spezifische klinische, genetische und prognostische Besonderheiten auf. Gerade bei de novo diagnostizierten MDS in dieser Altersgruppe sollte eine umfassende genetische Diagnostik erfolgen, um mögliche Keimbahnmutationen zu identifizieren, wie sie im Rahmen hereditärer Prädispositionssyndrome vorkommen können. Solche genetischen Veränderungen können nicht nur die Prognose und das Ansprechen auf Therapien beeinflussen, sondern auch für die familiäre Beratung und das Spenderscreening im Rahmen einer allogenen Stammzelltransplantation (alloSCT) relevant sein.
Lesen Sie mehr
MDS
„Nicht-klassische“ Knochenmarkneoplasien
EBMT-Konsensus zur Identifizierung von MPN/MDS-Patient:innen für eine alloSCT
Lassen sich myeloproliferative Neoplasien (MPN) nicht einer der großen Gruppen wie der chronischen myeloischen Leukämie (CML), Polycythaemia Vera, essentiellen Thrombozythämie oder Myelofibrose (MF) zuordnen, fehlen standardisierte Handlungsempfehlungen. Der Mangel an Daten und „Best practice“-Richtlinien für diese seltenen Erkrankungen betrifft auch die Frage, wann und wie die allogene Blutstammzelltransplantation (alloSCT) eingesetzt werden sollte. Dem Thema widmeten sich jetzt 2 Arbeitsgruppen der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMT): Sie erarbeiteten erstmals strukturierte, krankheitsspezifische Empfehlungen zu Indikationen und Management der alloSCT für die „nicht-klassischen“ MPN als Rahmen für klinische Praxis und Forschung.
Lesen Sie mehr
Anämien
Kälteagglutinin-Krankheit: Erste und einzige zugelassene Therapie
Betroffene profitieren von deutlich verbesserter Lebensqualität unter Sutimlimab
Die Kälteagglutinin-Krankheit (CAD) ist eine seltene, komplementvermittelte, in der Regel chronisch verlaufende Form einer autoimmunhämolytischen Anämie (AIHA) [1]. Die Folgen der Erkrankung sind für Betroffene schwerwiegend und gehen einher mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität [2-4]. Sutimlimab ist die erste und einzige kausale Therapieoption bei CAD [3, 4]. Mit Sutimlimab lässt sich die hämolytische Anämie schnell und anhaltend behandeln, bei gleichzeitig guter Verträglichkeit [4, 5]. Patient:innen profitieren hierdurch von einer wesentlich verbesserten Lebensqualität [6].
Lesen Sie mehr