News | Beiträge ab Seite 21
Gesundheitspolitik
2 Min|
Schärfere Regeln bei Online-Krankschreibungen
Angesichts der Debatte um die Krankentage deutscher Arbeitnehmer:innen fordert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband schärfere Regeln für Online-Krankschreibungen. „Die Bundesregierung muss kommerziellen Online-Anbietern von Krankschreibungen endlich einen Riegel vorschieben“, sagte der Verbandsvorsitzende Markus Beier der „Rheinischen Post“. „Während sich Hausarztpraxen an klare Regeln halten, wird es kommerziellen Anbietern ermöglicht, schnelles Geld mit Pseudo-Attesten zu machen.“ Es sei seiner Ansicht nicht offensichtlich, dass es den Anbietern nicht um Versorgung, sondern um Geldmacherei gehe.
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Medizin
3 Min|
Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie
Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universitätsmedizin Magdeburg hat eine bislang wenig beachtete Schwachstelle im Stoffwechsel von Zellen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) identifiziert. CLL ist die häufigste Form von Blutkrebs im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy, könnten künftig dazu beitragen, neue Behandlungsstrategien für Patient:innen zu entwickeln, bei denen bisherige Therapien nicht mehr ausreichend wirken. Die Studie wurde unter der Leitung der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie Magdeburg durchgeführt und entstand in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnergruppen aus Zürich, Rotterdam, Düsseldorf, Regensburg, Erlangen und Heidelberg.
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News
2 Min|
Warken prüft Regeln für telefonische Krankschreibung
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung überprüfen. Die Regierungsparteien hätten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, Missbrauch auszuschließen, sagte die CDU-Politikerin dem „Tagesspiegel“. „Genau das werden wir angehen und die aktuellen Regelungen auf den Prüfstand stellen. Wir brauchen praktikable Lösungen“, sagte Warken.
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Medizin
3 Min|
Neue Therapieansätze bei T-Zell-Leukämie im Kindesalter
Kinder und Jugendliche mit T-Zell akuter lymphoblastischer Leukämie (T-ALL) sollen künftig wirksamer behandelt werden können. In einer internationalen Studie wird untersucht, ob ein zusätzliches Medikament die Leukämiezellen empfindlicher für Chemotherapie machen und so deren Wirkung verstärken kann. Durchgeführt wird die Studie unter Leitung von Prof. Dr. Gunnar Cario an der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie des UKSH, Campus Kiel.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Hausärzt:innen gegen Bestellregeln von Grippeimpfstoff
Weil sie Grippeimpfstoffe lange im Voraus bestellen müssen, können Arztpraxen nach eigenen Angaben nicht schnell genug auf eine höhere Nachfrage reagieren. Hausärzt:innen fordern daher, von finanziellen Risiken bei solchen Bestellungen befreit zu werden. „Unsere Praxen haben aktuell keinerlei Möglichkeit, auf eine stärkere Nachfrage angemessen zu reagieren. Grund ist die extrem rigide Bestellregelung, die uns keinerlei Flexibilität erlaubt“, betonen Nicola Buhlinger-Göpfarth und Markus Beier, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
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Medizin
3 Min|
Hämophilie A-Therapie: Fokus verschiebt sich auf Gelenkgesundheit und körperliche Aktivität
Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurden neue Daten präsentiert, die den Fokus in der Behandlung von Hämophilie A verschieben. Weg von der reinen Blutungsrate hin zu funktionellen Endpunkten wie Gelenkgesundheit und physische Belastbarkeit [1]. Zudem bietet der vielversprechende Wirkstoff-Kandidat NXT007 einen spannenden Ausblick auf die nächste Generation therapeutischer Innovationen in der Therapie der Hämophilie A [2, 3].
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Krankenkassen: Reform muss bei den Ausgaben ansetzen
Die gesetzlichen Krankenkassen haben vor Reformen im Gesundheitswesen zulasten der Versicherten gewarnt. Der Chef des Spitzenverbands der Krankenkassen, Oliver Blatt, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zu Vorschlägen wie einer Wiedereinführung der Praxisgebühr oder einer höheren Zuzahlung der Versicherten bei Krankenhausaufenthalten: „All diese Vorschläge eint, dass sie den Weg des geringsten Widerstandes suchen und alle zulasten von Patient:innen und Beitragszahlenden gehen.“ Die Kassen seien der Ansicht, dass es grundlegende Strukturreformen brauche, die bei den Ausgaben ansetzen.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Merz kritisiert Fehltage wegen Krankheit
Wegen des hohen Krankenstands stellt Bundeskanzler Friedrich Merz erneut die telefonische Krankschreibung infrage. Darüber müsse man mit dem Koalitionspartner SPD sprechen, sagte der CDU-Vorsitzende im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg. Bei SPD, Grünen, Linken und BSW traf das auf Kritik. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gab ihm hingegen recht.
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Medizin
2 Min|
Alzheimer-Medikament zeigt Wirkung bei Sichelzellanämie
Das seit Langem zugelassene Alzheimer-Medikament Memantin könnte künftig auch Patient:innen mit Sichelzellanämie helfen. Erste klinische Daten einer internationalen Forschungsgruppe, dass der Wirkstoff gut verträglich ist, die Beschwerden verringert und die Lebensqualität trotz Erbkrankheit verbessert.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Viele Kinder mit Grippe im Krankenhaus
Die meisten Kinder, die zurzeit wegen einer akuten Atemwegsinfektion ins Krankenhaus kommen, haben eine Grippe. „ Im Moment liegen die Influenza-Fälle über denen mit Sars-Cov-2 und RSV“, sagt Nicole Töpfner, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Presse-Agentur.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Sparpaket für Krankenkassen: Details bleiben unklar
Auf Patienti:nnen rollt eine Sparwelle im Gesundheitswesen zu – aber die Details bleiben bis zum Frühjahr offen. Ende März werde die beauftragte Kommission ihre Finanzierungsvorschläge machen, dann werde bis zur Sommerpause ein Gesetzentwurf vorgelegt, sagte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in Berlin. Bis Oktober soll das Gesetz beschlossen sein.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Wie neue Pläne für Medizin-Cannabis polarisieren
Legales Cannabis wird tonnenweise für Konsum auf Rezept importiert - doch Regierungspläne gegen Missbrauch stoßen auf unterschiedliche Reaktionen. Polizei- und ÄrzteschaftVertreter:innen begrüßen einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für Verschärfungen bei Medizinal-Cannabis. Patientenverbände und die Cannabisbranche warnen gegenüber dem Gesundheitsausschuss des Bundestags dagegen vor einer solchen Verschärfung. Das zeigen Stellungnahmen zu einer Anhörung des Gesundheitsausschusses in Berlin.
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Medizin
4 Min|
CHIP-Mutationen erhöhen Herzrisiko bei älteren Patient:innen
Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich blutbildende Stammzellen verändern und ungewollte Zellklone produzieren. Man spricht dann von klonaler Hämatopoese mit unbestimmtem Potenzial (CHIP). Einige dieser mutierten Blutzellen stehen im Verdacht, Entzündungsprozesse zu befeuern. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen neu auslösen und bereits bestehende kardiovaskuläre Probleme verschärfen. Wissenschaftler:innen des Uniklinikums Freiburg und der Charité Berlin wollen den genauen Mechanismus bei diesen sogenannten CHIP-Mutationen entschlüsseln, die besonders häufig bei Patient:innen mit Vorhofflimmern vorkommen.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Zahl der Organspender erreicht höchsten Stand seit 2012
In Deutschland hat es 2025 mehr Organspender gegeben als in den vergangenen Jahren. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) meldet den höchsten Stand seit 2012.
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Menstruationsurlaub? Minister setzt auf Krankmeldung
Frauen mit starken Regelschmerzen sollten sich nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheits- und Arbeitsminister Andreas Philippi problemlos krankmelden können. „Wenn Frauen extrem darunter leiden, sollten sie zum Arzt gehen und dann auch krankgeschrieben werden“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.
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Im Spotlight
8 Min|
VEXAS-auslösende UBA1-Mutationen: Kanonische und nicht-kanonische Varianten im Vergleich
Die schwere inflammatorische und hämatologische Erkrankung VEXAS wird von Mutationen in UBA1 hervorgerufen. Neben der häufigsten kanonischen Form M41 gibt es jedoch weitere. In einer Screeningstudie des Münchner Leukämielabors fielen jetzt rund ein Drittel der entdeckten Varianten in die Kategorie nicht-kanonisch [1]. Funktionell resultierten zwar sämtliche untersuchte UBA1 -Mutationen in einem Rückgang der globalen Polyubiquitinierung – jedoch war bei den kanonischen nur die rein zytoplasmatische Isoform UBA1b betroffen, bei nicht-kanonischen sowohl die Proteinfunktion im Zellkern als auch im Zytoplasma beeinträchtigt. Klinisch traten die M41-Mutationen meist als Myelodysplastische Syndrome (MDS) in Erscheinung, in der Regel ohne Co-Mutationen neben UBA1 . Patient:innen mit nicht-kanonischen Varianten trugen häufiger Co-Mutationen, und das Erkrankungsspektrum umfasste mehr maligne Diagnosen.
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ASH 2025
2 Min|
ASH 2025
B-ALL: Modifiziertes Behandlungsschema unabhängig vom MRD-Status verbessert Gesamtüberleben
Erhielten Patient:innen mit B-Vorläufer-akuter lymphoblastischer Leukämie (B-ALL) unabhängig vom Status der minimalen Resterkrankung (MRD) in der Erstlinie ein modifiziertes Behandlungsschema mit dem bispezifischen Antikörper Blinatumomab (Blina), verbesserte sich die Gesamtüberlebenszeit (OS) in dieser Kohorte. Zudem waren die Ergebnisse bei jüngeren Patient:innen verbessert, die eine strukturierte Behandlung im klinischen Setting erhielten.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
US-Regierung: weniger empfohlene Impfungen für Kinder
US-Präsident Donald Trumps Regierung rät künftig zu deutlich weniger Impfungen für Kinder als bislang. Die Impfempfehlung solle nur noch für die elf „schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten“ gelten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. „Eltern können ihren Kindern weiterhin alle Impfungen verabreichen lassen, falls gewünscht“, schrieb Trump weiter. Die Kosten dafür würden weiter von den Krankenkassen übernommen.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Viele warten länger als 30 Tage auf Facharzttermin
Jeder vierte gesetzlich Versicherte wartet in Deutschland länger als 30 Tage auf einen Facharzt-Termin. 30% empfinden die Wartezeit als zu lang, wie aus einer Umfrage des Krankenkassen-Spitzenverbands weiter hervorgeht.
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MDS
4 Min|
ASH 2025
Negative Phase-III-Daten zu Venetoclax beim MDS – wie geht es damit jetzt weiter?
Die Phase-III-Studie VERONA verfehlte ihre Hauptziele. Was bedeutet das für zusätzliches Venetoclax beim myelodysplastischen Syndrom (MDS)? Das Aus zwar nicht, aber man sollte sich auf eine echte Hochrisikopopulation konzentrieren, urteilte ein deutscher Experte. Und in der Schnelligkeit des Ansprechens sieht er sogar eine echte Chance für eine spezielle Subgruppe. Für Imetelstat wurden auf dem ASH außerdem prädiktive Marker präsentiert, die wohl in wenigen Zyklen anzeigen, wer ansprechen wird und wer nicht.
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