News | Beiträge ab Seite 144
Medizin
4 Min|
AML: Zulassung Venetoclax-basierter Kombinationen
Die Europäische Kommission hat am 19. Mai 2021 eine Indikationserweiterung für Venetoclax des globalen, forschenden BioPharma-Unternehmens AbbVie in der Indikation akute myeloische Leukämie (AML) erteilt. Diese umfasst die kombinierte Gabe des B-Zell-Lymphom-2(BCL-2)-Inhibitors mit einer hypomethylierenden Substanz (hypomethylating agent, HMA) bei Erwachsenen mit neu diagnostizierter AML, die nicht für eine intensive Chemotherapie geeignet sind (1). „Damit können nun mehr Menschen mit AML Zugang zu einer Behandlung bekommen, die ihnen Aussicht auf ein schnelles und langanhaltendes Therapieansprechen sowie längere Lebenszeit bei gleichzeitig gut kontrollierbarem Nebenwirkungsprofil bietet“, kommentiert Dr. Björn Fritz die Entscheidung.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
WHO-Entscheidung über Pandemievertrag im November
Die EU-Idee eines weltweiten Pandemievertrags nimmt Gestalt an. Die WHO-Mitglieder wollen im November entscheiden, ob sie formelle Verhandlungen starten. Derweil kämpft die WHO um mehr Geld.
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Medizin
5 Min|
Polycythaemia vera: Risikostratifizierung entscheidend, um Hochrisiko-Patienten rechtzeitig zu diagnostizieren
Die Stratifizierung sollte bei Diagnose und regelmäßig im Krankheitsverlauf erfolgen, um einen möglichen Übergang von einer Niedrig- in eine Hochrisiko-PV nicht zu übersehen (1). Die empfohlene Primärtherapie bei Hochrisiko-PV ist eine medikamentöse zytoreduktive Therapie mit Hydroxyurea (HU) oder Interferon alpha, die bei HU-Resistenz/-Intoleranz durch eine Zweitlinientherapie ersetzt wird, etwa mit dem JAK-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) (2, 3, 4). Real-World-Daten legen nahe, dass Hochrisiko-Patienten, die den Großteil der PV-Patienten ausmachen, im Versorgungsalltag oftmals nicht erkannt werden und entgegen der Leitlinienempfehlungen weiterhin Phlebotomien anstelle einer zytoreduktiven Primärtherapie erhalten (5).
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Medizin
3 Min|
AML: CHMP-Zulassungsempfehlung für CC-486
Der CHMP hat eine Zulassungsempfehlung für CC-486 als orale Erhaltungstherapie für erwachsene Patienten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML) in erster Remission ausgesprochen. Im Falle der Zulassung stände CC-486 (Azacitidin) in Europa als einmal täglich oral einzunehmende Erhaltungstherapie für Patienten, die an verschiedenen Subtypen der AML erkrankt sind, zur Verfügung. In der zulassungsrelevanten Studie QUAZAR®AML-001 zeigte CC-486 ein signifikant längeres Gesamtüberleben und einen Vorteil hinsichtlich des rezidivfreien Überlebens bei Patienten mit AML, die eine erste Remission erreicht hatten.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Corona-Impfungen: Modellversuche in Bayern dürfen nicht zu Lasten der allgemeinen Bevölkerung und der mittelständischen Wirtschaft gehen
Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) sieht die Pläne, in ausgewählten Unternehmen und Betrieben, Impfungen gegen SARS-CoV-2 durch Betriebsärzte testweise unabhängig von den Prioritätengruppen durchzuführen, kritisch und warnt davor in Unternehmen die Impfpriorisierung aufzuheben. In einem Schreiben an den bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek weist die arbeitsmedizinische Fachgesellschaft auf die Gefahr hin, dass so beteiligte Unternehmen und Betriebe Vorteile erlangen, die zu Lasten sowohl der allgemeinen Bevölkerung als auch von Beschäftigten im bayerischen Mittelstand gehen könnten. Denn nach wie vor gibt es viele Menschen, die nach der aktuell geltenden Corona-Impfverordnung prioritär Anspruch auf eine Versorgung haben.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
#rehamachtsbesser – Über 4.000 Unterstützer für die Reha
„Reha. Macht´s besser!“ – unter diesem Motto startete im Jahr 2019 eine Initiative, die die gesellschaftliche Relevanz der Rehabilitation als wichtige Säule der Gesundheitsversorgung stärker in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit rückt. Mehr als 250 Reha- und Vorsorgeeinrichtungen, der BDPK e.V., der Arbeitskreis Gesundheit e.V. und weitere Verbände von Reha-Leistungserbringern gehören zu den Initiatoren der bundesweiten Kampagne.
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Gesundheitspolitik
4 Min|
Zweitimpfung nach Astra mit anderem Präparat – Debatte über Impftempo
Für Astrazeneca-Erstgeimpfte gibt es nun Klarheit für die zweite Impfung. Diskutiert wird daneben weiter über mögliche Rückschläge für das Impftempo in Deutschland, etwa durch den Impfstopp für Johnson & Johnson in den USA.
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Medizin
3 Min|
Entwicklungen in der Hämostaseologie im Fokus
Anlässlich der 65. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) tauschten sich Experten und zahlreiche virtuelle Teilnehmer unter anderem über aktuelle und zukünftige Behandlungen von Blutgerinnungsstörungen aus. Besondere Aufmerksamkeit lag dabei auf neuen gentherapeutischen Verfahren und Anti-TFPI-Therapeutika in der Hämophilie, die sich aktuell noch in klinischer Entwicklung befinden, die herkömmliche Behandlung mit Faktorpräparaten aber ergänzen oder ersetzen könnten. „Betrachtet man die Entwicklung, könnten wir schon bald für Patienten weitere Therapieoptionen anbieten“, so der Chair Prof. Dr. Andreas Tiede, Hannover.
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Medizin
4 Min|
Behandlung der aTTP: Akutsituation rasch beherrschen und Rezidive vermeiden
Eine akute Episode der seltenen Bluterkrankung aTTP (erworbene thrombotisch-thrombozytopenische Purpura) ist ein medizinischer Notfall – eine rasche Diagnostik und Therapie können Leben retten. Rund zweieinhalb Jahre nach der Zulassung von Caplacizumab (Cablivi®) bestätigen nun auch Auswertungen von Daten aus dem Behandlungsalltag seine Wirksamkeit und Verträglichkeit in Kombination mit Plasmapherese und Immunsuppression (1, 2) Experten diskutierten auf dem „Kölner TMA-Symposium – Digital“ , wie das moderne Verständnis der Pathophysiologie der TTP neue Therapiekonzepte möglich gemacht hat, worauf es bei der Behandlung einer akuten Episode in der Praxis ankommt und welche Entwicklungen es aktuell in der Nachsorge gibt, um Rezidive zu verhindern.
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Laschet: Coronavirus ist nicht auf null zu bringen
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung auf ein andauerndes Leben mit dem Coronavirus eingestimmt. "Wir werden den Umgang mit der Pandemie lernen müssen, den Umgang mit dem Virus lernen müssen", sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Donnerstag in einer Unterrichtung des Landtags in Düsseldorf.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Personal im Gesundheitswesen vor Burnout
Mit dem dringenden Appell „Jetzt handeln: Personal im Gesundheitswesen vor Burnout!“ wenden sich diverse Fachgesellschaften, Berufsverbände und Stiftungen unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in ernster Sorge um die hohe Belastung der Gesundheitsfachkräfte durch die Corona-Pandemie an die Politik.
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Medizin
2 Min|
Tumor-assoziierte VTE: Blutungsrisiko unter Apixaban auch bei gastrointestinalen Tumoren nicht gesteigert
Für Patienten mit aktiver Tumorerkrankung und venöser Thrombembolie (VTE) ist das Risiko für VTE-Rezidive und für schwere Blutungen im Vergleich zu Patienten ohne Krebserkrankung hoch (1). Zur Prophylaxe empfehlen führende Leitlinien niedermolekulares Heparin wie Dalteparin sowie seit kurzem auch Edoxaban und Rivaroxaban.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Starke Zunahme bei Infarkt & Co. vor Corona – Prävention auch während Pandemie wichtig
Sie zählen zur Hauptrisikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19 und sind deshalb besonders gefährdet: Herzpatienten. Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche, Herzinfarkt und Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit) auf dem Vormarsch sind: Vor der Corona-Krise verzeichnet die KKH teils einen erheblichen Anstieg – alarmierend, denn Herzkrankheiten sind nach wie vor die Todesursache Nummer eins in Deutschland.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Psyche: Berufstätige deutlich länger krank
Erschöpft und ausgebrannt: In der Corona-Pandemie hat die psychische Belastung vieler Berufstätiger in Deutschland zugenommen. Laut Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse waren Arbeitnehmer im vergangenen Jahr im Schnitt 43,7 Tage wegen Depressionen, chronischer Erschöpfung und Co. krankgeschrieben. Das sind 4,2 Tage mehr als noch 2019 vor der Pandemie.
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Medizin
5 Min|
DGHO fordert raschen Zugang zur COVID-19-Impfung für Krebspatienten
Die COVID-19-Infektionslage ist national sowie international weiterhin äußerst kritisch. Anlässlich des Weltkrebstags machen das Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V., die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie und die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs auf die besonders vulnerable Gruppe der Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen aufmerksam und gleichzeitig die Notwendigkeit eines priorisierten Zugangs zur COVID-19-Schutzimpfung deutlich.
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Gesundheitspolitik
4 Min|
Schlangengift statt Schulmedizin – Prozess gegen Heilpraktikerin
Eine krebskranke Frau bricht eine Chemo- und Strahlentherapie ab und verlässt sich auf Kapseln mit Schlangengift. Kurz darauf stirbt die junge Mutter. Ein Gericht steht nun vor der Frage, welche Rolle ihre Heilpraktikerin bei dieser Entscheidung spielte.
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Medizin
1 Min|
Devimistat erhält FDA Fast Track Zulassung für AML
Die FDA hat Devimistat den Fast-Track-Status für die Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) erteilt und damit die Genehmigung erteilt, die Phase-III-Studie ARMADA 2000 zu beginnen.
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Medizin
4 Min|
ALL: Zulassung von Blinatumomab auch für erwachsene Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positivem B-Vorläufer
Ab sofort können auch erwachsene Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+), CD19-positiver, rezidivierter oder refraktärer B-Vorläufer akuter lymphatischer Leukämie (ALL) von Blinatumomab (BLINCYTO®) profitieren. Die Zulassungserweiterung basiert auf den Daten der Studie ALCANTARA, in der die Monotherapie mit Blinatumomab bei Hochrisikopatienten mit Ph+ ALL, deren Erkrankung rezidiviert oder refraktär gegenüber Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) war, untersucht wurde. Die Behandlung führte innerhalb von 2 Behandlungszyklen zu einer kompletten Remission (CR) oder CR mit partieller hämatologischer Erholung (CRh) von 36% der Patienten, wobei 88% der Responder auch ein vollständiges MRD-Ansprechen erreichten und somit eine wichtige Voraussetzung für eine Stammzelltransplantation erfüllten (1). Indiziert ist die Blinatumomab-Therapie, wenn die Behandlung mit mindestens 2 TKI fehlgeschlagen ist und keine alternativen Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen (2). Die Daten zur Sicherheit aus der Zulassungsstudie entsprachen dem von Blinatumomab aus anderen Untersuchungen bekannten Profil (1).
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Freie Programmierer veröffentlichen Corona-Warn-App ohne Google-Dienst
Eine kleine Gruppe von freien Programmierern hat die offizielle Corona-Warn-App des Bundes für Android-Smartphones in einer alternativen Fassung für Geräte ohne Google-Dienste veröffentlicht. Damit kann die Anwendung auch auf Android-Smartphones laufen, die nicht über die sonst eigentlich notwendigen Google Play Services verfügen. Dazu gehören unter anderen die neusten Huawei-Smartphones aus China, die wegen der Boykottmaßnahmen der US-Regierung zwangsweise ohne Google-Dienste auskommen müssen. Die App gelangt damit aber auch auf Geräte wie das Fairphone 3 mit dem alternativen Betriebssystem /e/, bei dem freiwillig auf Google Play Services verzichtet wird.
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Medizin
4 Min|
Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
Patienten, die an der seltenen Autoimmunerkrankung Immunthrombozytopenie (ITP) leiden, sind häufig einem hohen Leidensdruck ausgesetzt. Blutungssymptome, Thrombozytopenie aber auch Fatigue und emotionale Belastungen bis hin zur Depression schränken die Lebensqualität der Patienten stark ein. Die Querschnitts-Befragung I-WISh war als cross-sektionale Umfrage designt, die ITP-Patienten und die behandelnden Ärzte einbezog. Die Studie untersuchte u.a. die Belastungen, denen Patienten durch ihre Erkrankung ausgesetzt sind und evaluierte den Einfluss der ITP auf die Lebensqualität. Weiterhin widmete sich die Studie den diagnostischen Schwierigkeiten bei der ITP, verglich die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Ärzten und Patienten im Hinblick auf das Management der Erkrankung und untersuchte, ob ein Bedarf an neuen Behandlungsoptionen besteht. Eine aktuelle Analyse der I-WISh-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2020 vorgestellt wurde, zeigte, wie stark die Erkrankung das emotionale Wohlbefinden der Patienten in Mitleidenschaft zieht (1). Weitere Beiträge zur I-WISh-Studie verdeutlichten den negativen Einfluss des Symptoms Fatigue (2) und machten klar, dass sich Patienten um die Nebenwirkungen einer Kortikosteroid-Therapie sorgen (3).
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