Journal Hämatologie

Non-Hodgkin-Lymphom | Beiträge ab Seite 2

EHA 2026
 3 Min|
Concept of Non-Hodgkin Lymphoma write on paperwork isolated on Wooden Table
EHA 2026

DLBCL: OLYMPIA-3-Studie mit Odronextamab + CHOP

In der Phase-III-Studie OLYMPIA-3 (Teil 1B) wurde die Kombination des bispezifischen Antikörpers Odronextamab (Odro) mit CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednisolon) bei 40 Patient:innen mit zuvor unbehandeltem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in zwei verschiedenen Dosierungsschemata untersucht [1]. Das Sicherheitsprofil war insgesamt beherrschbar, mit Neutropenie (57,5%), Zytokin-Freisetzungssyndrom (55,0%) und Anämie (42,5%) als häufigsten unerwünschten Ereignissen, während die vorläufige Wirksamkeit mit objektiven Ansprechraten von 90-95% und vollständigen Remissionsraten von 85% in beiden Schemata ermutigend war. Aufgrund der vergleichbaren Ergebnisse wurde das Dosierungsschema „160 mg wöchentlich, dann alle 3 Wochen“ für die randomisierte Phase-III-Studie ausgewählt.
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EHA 2026
 3 Min|
Chronic lymphocytic leukemia
EHA 2026

RR CLL/SLL: Pirtobrutinib im Vergleich zu BTK-Inhibitoren der zweiten Generation

Die BRUIN CLL-314-Studie, die auf dem amerikanischen Hämatologenkongress ASH 2025 vorgestellt wurde, hatte die Nichtunterlegenheit von Pirtobrutinib gegenüber Ibrutinib hinsichtlich der Gesamtansprechrate (ORR) bei Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer (RR) chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und kleinem lymphozytären Lymphom (SLL) gezeigt. Während des EHA-Kongresses wurde nun eine Studie vorgestellt, die den Vergleich der Wirksamkeit und der Sicherheit von Pirtobrutinib zu den BTK-Inhibitoren der zweiten Generation im Fokus hatte.
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DLBCL
 4 Min|
ASCO 2026

frontMIND-Studie: Erstlinienkombination aus Tafasitamab mit R-CHOP verzögert Progression bei aggressiven B-Zell-Lymphomen

Erkrankte mit neu diagnostiziertem aggressivem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) oder Hochrisiko-B-Zell-Lymphom (HGBL) profitieren von einem längeren progressionsfreien Überleben (PFS), wenn das bewährte Regime R-CHOP* durch den humanisierten, Fc-modifizierten, zytolytischen CD19-spezifischen Antikörper Tafasitamab zusammen mit dem Immunmodulator Lenalidomid ergänzt wird. Das ist das Ergebnis der Phase-III-Studie frontMIND, die bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 präsentiert wurde (1). Es handelt sich erst um die zweite Studie in 25 Jahren, die im Phase-III-Setting einen Vorteil gegenüber dem globalen Erstlinienstandard R-CHOP zeigen konnte. Die Ergebnisse sind auch deshalb bemerkenswert, weil die Studienpopulation ein hoch-intermediäres oder hohes Risikoprofil aufweist – eine Population also, die üblicherweise ungünstige Outcomes aufweist.
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CLL
 3 Min|
CLL/SLL: Erstlinientherapie mit Sonrotoclax + Zanubrutinib zeigt hohe Raten nicht-nachweisbarer MRD in Phase-I-Studie
ASCO 2026

CLL/SLL: Erstlinientherapie mit Sonrotoclax + Zanubrutinib zeigt hohe Raten nicht-nachweisbarer MRD in Phase-I-Studie

Orale BTKi-BCL2i-Kombinationen mit fester Therapiedauer sind wirksame und praktikable Optionen für die Erstlinienbehandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Allerdings sind alle derzeitigen Regime, einschließlich jener mit BTKi der zweiten Generation, durch niedrige uMRD-Raten von 29-47% limitiert. Bei Patient:innen mit therapienaiver CLL oder kleinzelligem lymphatischen Lymphom (SLL) war die Kombination des BCL2-Inhibitors Sonrotoclax und des BTK-Inhibitors (BTKi) Zanubrutinib gut verträglich und erreichte Raten nicht-nachweisbarer minimaler Resterkrankung bei 10⁻⁴-Sensitivität (uMRD4) von über 80%, Hochrisiko-Zytogenetik eingeschlossen. Dies geht aus aktualisierten Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten einer Phase-I/Ib-Studie hervor, die auf dem ASCO 2026 als Poster präsentiert wurde [1].
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CLL
 2 Min|
Positive Studiendaten stärken Acalabrutinib bei CLL und MCL

Positive Studiendaten stärken Acalabrutinib bei CLL und MCL

Acalabrutinib ist seit 2020 in der Europäischen Union für die kontinuierliche Erstlinientherapie sowie die rezidivierte/refraktäre chronisch lymphatische Leukämie (CLL) zugelassen. Mit den Zulassungserweiterungen 2025 kamen die zeitlich begrenzte CLL-Therapie sowie neue Einsatzmöglichkeiten in der Erstlinie und in der rezidivierten/refraktären Situation beim MCL hinzu. In einem Update wurden nun aktuelle ASH-Daten und Langzeitupdates eingeordnet.
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Follikuläres Lymphom
 4 Min|
Obinutuzumab vs. Rituximab: Neue Real-World-Daten zur Transformation bei Follikulären Lymphomen

Obinutuzumab vs. Rituximab: Neue Real-World-Daten zur Transformation bei Follikulären Lymphomen

Die histologische Transformation vom follikulären Lymphom (FL) zum aggressiven diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) stellt ein kritisches Ereignis im Krankheitsverlauf dar und ist mit einer deutlich reduzierten Überlebenszeit assoziiert. Während Rituximab nachweislich die Transformationsrate senkt, fehlten bislang robuste Real-World-Daten zum Anti-CD20-Antikörper der dritten Generation, Obinutuzumab. Eine große retrospektive Kohortenstudie aus Israel liefert nun Evidenz aus der klinischen Routine.
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Non-Hodgkin-Lymphom
 2 Min|
Liso-cel erzielt tiefere und dauerhaftere molekulare Remission als Stammzelltransplantation beim großzelligen B-Zell-Lymphom

Liso-cel erzielt tiefere und dauerhaftere molekulare Remission als ASCT beim LBCL

Die randomisierte Phase-III-Studie TRANSFORM liefert erstmals Daten aus einer großen kontrollierten Studie zur prognostischen Bedeutung der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) beim rezidivierten oder refraktären großzelligen B-Zell-Lymphom (LBCL). Die Ergebnisse zeigen, dass die gegen CD19 gerichtete CAR-T-Zelltherapie mit Lisocabtagen maraleucel (Liso-cel) eine tiefere und dauerhaftere molekulare Remission erzielt als die Standardtherapie mit Salvage-Immunchemotherapie, Hochdosis-Chemotherapie und autologer Stammzelltransplantation (ASCT).
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DLBCL
 3 Min|
FGR-Protein könnte Hochrisiko-Subgruppe beim diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom identifizieren

FGR-Protein könnte Hochrisiko-Subgruppe beim diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom identifizieren

Das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) zeigt trotz Standardtherapie eine hohe Variabilität im klinischen Verlauf. Chinesische Forschende haben nun das Protein FGR als potenziellen Biomarker untersucht: In einer kleinen retrospektiven Studie mit 91 hochselektierten Patient:innen war eine hohe FGR-Expression im Tumorgewebe mit mehr Rezidiven und schlechterem Überleben assoziiert – vor allem im Non-GCB-Subtyp.
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DLBCL
 5 Min|
ASH 2025: Wegweisende Daten für die DLBCL-Therapie – von der Erstlinie bis zum Rezidiv
ASH 2025

Wegweisende Daten für die DLBCL-Therapie – von der Erstlinie bis zum Rezidiv

Für die Erstlinientherapie (1L) des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) und für Patienten* mit refraktärer oder rezidivierter (r/r) Erkrankung haben sich in den vergangenen Jahren starke Antikörper-basierte Therapieoptionen etabliert [1]. Aktuelle Daten von der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 zeigen: Real-World-Evidenz (RWE) zu dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Polatuzumab Vedotin (Pola) + R-CHPa bekräftigen dessen Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit nicht vorbehandeltem 1L DLBCL [2]. Ab dem ersten Rezidiv zeigen die neuesten Daten zu Glofitamab▼ i.v. als erstem bispezifischen Antikörper in der Kombination mit Gemcitabin/Oxaliplatin (GemOx) einen klaren Vorteil im Gesamtüberleben (OS) für Patienten, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) geeignet sind [3]. Mit dem Update der Onkopedia-Leitlinie DLBCL im Dezember 2025 wurde Glofitamab i.v. + GemOx als neue Therapieoption ab dem ersten Rezidiv in die Empfehlungen aufgenommen. Pola + R-CHP als etablierter Standard wird weiterhin in 1L DLBCL für Patienten mit International Prognostic Index (IPI) 2-5 empfohlen [1].
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DLBCL
 5 Min|
Axi-Cel zeigt konsistenten Überlebensvorteil auch bei vulnerablen Patienten mit r/r (D)LBCL
ASH-News zur CAR-T-Zelltherapie

Axi-Cel zeigt konsistenten Überlebensvorteil auch bei vulnerablen Patienten mit r/r (D)LBCL

Die Zweitlinientherapie (2L) mit der gegen CD19 gerichteten CAR-T-Zelltherapie Axicabtagen ciloleucel (Axi-Cel) bietet beim rezidivierten/refraktären (diffus) großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r [D]LBCL) konsistente Vorteile auch bei Patientena, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSCT) infrage kommen. Dies bestätigt eine gepoolte Analyse der Studien ZUMA-7 und ALYCANTE, die auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando, USA, vorgestellt wurde [1]. Damit eröffnet Axi-Cel eine Chance auf Heilung für ein breites Patientenkollektiv: Langzeit-Follow-ups der pivotalen Studien ZUMA-1 (3L) und ZUMA-7 (2L) zeigen in der Kurve zum Gesamtüberleben (OS) im Zeitverlauf bei etwa 50% der Patienten ein Plateau [2, 3].
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Non-Hodgkin-Lymphom
 2 Min|
EORTC-Update: Neue Real-World-Daten bestätigten Überlebensvorteil unter Mogamulizumab
Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom

EORTC-Update: Neue Real-World-Daten bestätigten Überlebensvorteil unter Mogamulizumab

Für die Subtypen des kutanen T-Zell-Lymphoms Mycosis fungoides (MF) und Sézary-Syndrom (SS) ist die Evidenz zum klinisch relevanten Endpunkt Gesamtüberleben (OS) moderner Antikörpertherapien oft begrenzt [1]. Auf dem EORTC-CLTGa-Kongress 2025 wurden neue Real-World-Daten präsentiert, die ein verlängertes OS unter Mogamulizumab im Vergleich zu Brentuximab vedotin (BV) zeigten [2]. Zusammen mit einer weiteren Studie bei SS können diese Ergebnisse eine verbesserte Prognose für Betroffene bedeuten [1].
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CLL
 2 Min|
DKK 2026

CLL: Nicht-kovalenter BTKi Pirtobrutinib überzeugt nach BTKi-Vortherapie

Pirtobrutinib ist seit April 2025 als erster nicht-kovalenter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Erkrankter mit rezidivierter oder refraktärer CLL (r/r CLL) nach BTKi-Vorbehandlung zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 hatte die Substanz bei Erkrankten mit r/r CLL nach BTKi-Vortherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Zeit bis zur nächsten Therapie gegenüber einer Vergleichstherapie signifikant verlängert – bei guter Verträglichkeit [1].
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Follikuläres Lymphom
 3 Min|
Tafasitamab + R2 beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom
DKK 2026

Tafasitamab + Lenalidomid und Rituximab beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom

Im Dezember 2025 wurde die Kombination aus Tafasitamab, einem humanisierten, CD19-gerichteten monoklonalen Antikörper, mit Lenalidomid und Rituximab (R2) für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL), Grad 1-3a, nach mindestens einer Vortherapie zugelassen. Grundlage war die Phase-III-Studie inMIND. Diese erste duale CD19+CD20-Immunkombination stellt einen Fortschritt für die ambulante Versorgung des follikulären Lymphoms dar und wurde auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin näher beleuchtet.
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Medizin
 3 Min|
Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie

Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universitätsmedizin Magdeburg hat eine bislang wenig beachtete Schwachstelle im Stoffwechsel von Zellen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) identifiziert. CLL ist die häufigste Form von Blutkrebs im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy, könnten künftig dazu beitragen, neue Behandlungsstrategien für Patient:innen zu entwickeln, bei denen bisherige Therapien nicht mehr ausreichend wirken. Die Studie wurde unter der Leitung der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie Magdeburg durchgeführt und entstand in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnergruppen aus Zürich, Rotterdam, Düsseldorf, Regensburg, Erlangen und Heidelberg.
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ASH 2025
 2 Min|
Die Abbildunge zeigt ein Rechteck mit einem dunklen Ausrufezeichen auf hellgrauem Grund und daneben das weiß geschriebene Wort "Lymphom" auf dunklem Grund.nd
ASH 2025

Fortgeschrittene B-Zell-Lymphome: Kombinationen aus bispezifischen Antikörpern und Immunmodulator

Rezidivierte oder refraktäre follikuläre (FL) und diffus-großzellige B-Zell-Lymphome (DLBCL) sprechen gut auf die beiden neuartigen bispezifischen CD20xCD3-Antikörper Mosunetuzumab und Glofitamab an. Der Next-Generation-Immunmodulator Golcadomid stellt ein anderes Therapieprinzip dar und hat ebenfalls vielversprechende Wirksamkeit in diesen Indikationen gezeigt; er wurde deshalb in einer Phase-Ib-Studie, die beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurde, in zwei Armen mit je einem der beiden T-Zell-Engager kombiniert (1).
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