Lymphome | Beiträge ab Seite 6
Beiträge zum Thema Lymphome
ASH 2025
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ASH 2025
Neues Protokoll für ältere und gebrechliche Patient:innen mit DLBCL
Die Erstlinientherapie des DLBCL mit R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison) oder Pola-R-CHP (mit zusätzlichem Polatuzumab Vedotin) ist im Allgemeinen sehr erfolgreich mit hohen Heilungsraten. Hohes Alter und Gebrechlichkeit, wie sie für einen Teil der Patient:innen charakteristisch sind, verlangen nach weniger aggressiven, aber möglichst genauso wirksamen Therapieprotokollen, von denen ein sehr vielversprechendes beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurde.
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ASH 2025
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ASH 2025
Bispezifischer Antikörper bei älteren Patient:innen mit DLBCL in Monotherapie und subkutan wirksam
Für Patient:innen mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), die aufgrund ihres Alters und/oder Begleiterkrankungen nicht die übliche Chemoimmuntherapie erhalten können, besteht dringender Bedarf für Chemotherapie-freie Erstlinientherapien. In einer beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando vorgestellten Phase-II-Studie entfaltete der bispezifische Antikörper Mosunetuzumab als Monotherapie in subkutaner Gabe bei solchen Patient:innen in einer Phase-II-Studie beachtliche Wirkung.
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Medizin
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CAR-T-Zelltherapie bei DLBCL: Patientenauswahl und Ablauf
Patient:innen mit (diffus) großzelligem B-Zell-Lymphom ([D]LBCL), die nach einer Erstlinien-Chemoimmuntherapie ein Frührezidiv entwickeln oder refraktär sind (r/r), könnten ab der zweiten Linie (2L) von einer potenziell kurativen CAR-T-Zelltherapie wie Axicabtagen ciloleucel (Axi-Cel) profitieren [1–3]. In der Praxis stellen sich drei relevante „W-Fragen": Welche Patient:innen sind für eine solche Therapie geeignet, wie kann eine CAR-T-Zelltherapie erfolgreich durchgeführt werden und durch wen sollen die einzelnen Schritte der Patient:innenversorgung erfolgen? Bei einem Symposium auf der DGHO-Jahrestagung 2025 in Köln gaben Expert:innen Antworten und erläuterten, warum gerade die enge Abstimmung von Primärbehandelnden und CAR-T-Zentren so wichtig ist.
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CLL
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DGHO 2025
CLL mit rezidivierendem/refraktärem Verlauf: Pirtobrutinib nach BTKi-Vorbehandlung anhaltend wirksam
Als erster zugelassener Vertreter der reversiblen, nicht-kovalenten BTK-Inhibitoren (BTKi) stellt Pirtobrutinib eine wichtige Therapieoption für Erkrankte mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) dar, die unter einer Behandlung mit kovalenten BTKi in Folge eines rezidivierenden/refraktären (r/r) Verlaufs progredient geworden sind. Aufgrund seines innovativen Wirkmechanismus bindet Pirtobrutinib unabhängig von bekannten Resistenzmutationen an die ATP-Bindungstasche von BTK und ermöglicht ein erneutes und anhaltendes Therapieansprechen, erläuterte Prof. Clemens Wendtner, München, bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2025. Selbst bei ungünstiger Prognose profitieren Erkrankte von dem gut wirksamen und in der Regel gut verträglichen Inhibitor.
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Medizin
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Mantelzelllymphom: Zulassung von Lisocabtagen maraleucel
Die europäische Kommission hat die Zulassung von Lisocabtagen maraleucel (Liso-Cel) um eine weitere Indikation erweitert. Die gegen das Antigen CD19 (Cluster of Differentiation 19) gerichtete CAR-T-Zelltherapie ist nun auch zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzelllymphom (r/r MCL) nach mindestens zwei Linien einer systemischen Therapie, einschließlich eines Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitors, zugelassen.
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Multiples Myelom
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Carfilzomib: Zehn Jahre als Kombinationspartner bei rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom
Für den Proteasominhibitor der zweiten Generation Carfilzomib (K) liegen inzwischen zehn Jahre klinische Erfahrung vor. Aktuell ist die Substanz als Kombinationspartner beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) in vier verschiedenen Therapieregimen zugelassen: der Dreifachkombination aus Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (KRd), der Kombination mit Carfilzomib, Daratumumab und Dexamethason (KdD), dem Regime aus Isatuximab, Carfilzomib und Dexamethason (IsaKd) sowie der Zweifachtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd). Nachdem klinischen Studien übereinstimmend positive Daten zu Carfilzomib als Therapie-Backbone lieferten, liegen heute auch robuste Daten zum klinischen Nutzen aus der Versorgungsroutine vor, berichtete Prof. Christoph Scheid, Köln, am Rande des DGHO-Jahreskongresses 2025. Dies eröffne immer mehr Möglichkeiten zur personalisierten Therapie des MM.
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Non-Hodgkin-Lymphom
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Pirtobrutinib nach BTKi: Neue Optionen für r/r MCL und r/r CLL
Ein Jahr nach Einführung des ersten nicht-kovalenten Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitors (BTKi) Pirtobrutinib zeigt sich für Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer chronisch lymphatischer Leukämie (r/r CLL) sowie Mantelzell-Lymphom (r/r MCL) ein klarer therapeutischer Fortschritt. Die Substanz ermöglicht eine Fortsetzung der BTK-Hemmung trotz vorheriger BTKi-Vortherapie und zeigt in klinischen Studien ein relevantes, anhaltendes Ansprechen bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.
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Multiples Myelom
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Melflufen punktet beim triple-class refraktären Multiplen Myelom
Seit August 2022 erweitert Melflufen das Therapiespektrum für Patient:innen mit fortgeschrittenem, triple-class refraktärem Multiplen Myelom (MM). Für Betroffene mit mehrfach refraktärer Erkrankung besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Therapieoptionen, die auch in späten Linien noch wirksam und gleichzeitig verträglich sind. Mit Melflufen kann dieser medizinische Bedarf ab der vierten Linie adressiert werden, betonten Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestragung 2025.
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Multiples Myelom
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DGHO 2025
Fortschritte bei Myelom und ITP: Quadruplets und BTK-Inhibitor
Im Mittelpunkt eines im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2025 veranstalteten Symposiums standen das neu diagnostizierte Multiple Myelom (NDMM) und die Immunthrombozytopenie (ITP). Besprochen wurden Quadruplet-Therapien mit Anti-CD38-Antikörpern sowie neue Strategien mit dem Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor Rilzabrutinib bei Immunthrombozytopenie.
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Multiples Myelom
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Praxis-Therapieleitfaden: Ambulante Aufdosierung bispezifischer Antikörper beim Multiplen Myelom
Durch die Einführung von bispezifischen Antikörpern (bsAK) konnte die Therapie des rezidivierten/refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) in den letzten Jahren deutlich verbessert werden, was sich durch hohe Ansprechraten und ein tiefes, langanhaltendes Ansprechen auszeichnet. bsAK bieten die Möglichkeit einer vollständig ambulanten Therapie, doch erfolgte die initiale Aufdosierung bisher meist stationär, vor allem aus Sorge vor potenziell schwerwiegenden Nebenwirkungen wie dem Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) und immuneffektorzellassoziierter Neurotoxizität (ICANS). Jüngste Real-world-Daten und erste Versorgungsmodelle belegen nun jedoch die Sicherheit und Machbarkeit einer ambulanten Therapieeinleitung für die meisten Patient:innen. Voraussetzungen sind eine sorgfältige Patientenselektion, standardisierte Überwachungsprotokolle und eine enge Abstimmung mit Notfallstrukturen. Dieser Leitfaden bündelt die aktuelle Evidenz und gibt praxisnahe Empfehlungen für eine sichere ambulante Aufdosierung in Deutschland.
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Hodgkin-Lymphom
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Fortgeschrittenes Hodgkin-Lymphom: Neue 1L-Kombinationsregime auch für ältere Erkrankte
Bislang sei die Behandlung des fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphoms (HL) im höheren Lebensalter eine Herausforderung gewesen, sagte Dr. Justin Ferdinandus, Universitätsklinikum Köln, und Mitglied der German Hodgkin Study Group (GHSG) bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2025 in Köln. Von dem im Mai 2025 für die Erstlinientherapie des CD30+ fortgeschrittenen HL zugelassenen Regime BrECADD mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Brentuximab Vedotin (BV) profitieren nun aber auch Erkrankte ab 60 Jahren in bemerkenswertem Umfang [1].
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Non-Hodgkin-Lymphom
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DGHO 2025
Den Therapiestandard herausfordern: Neue Entwicklungen bei CLL und MCL
Die Therapien der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) und des Mantelzell-Lymphoms (MCL) befinden sich im Wandel: Der Trend geht mit Hilfe von zielgerichteten Therapien hin zur Chemotherapie-freien Behandlung. Allen voran sollen Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) der 2. Generation wie Zanubrutinib sowie BTK-Degrader zum Zuge kommen. Aber auch bei den BCL-2-Inhibitoren kündigt sich eine 2. Generation an.
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DLBCL
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DGHO 2025
CAR-T-Zellen und ADCs setzen neue Standards in Hämatologie und Onkologie
CD19-gerichtete CAR-T-Zellen und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) prägen eine neue Ära onkologischer Therapien. CAR-T-Zellen verbessern beim diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) Überleben und Heilungschancen unabhängig von Alter und Fitness. ADCs wie Sacituzumab Govitecan zeigen erstmals signifikante Vorteile auch in der Erstlinie des triple-negativen Mammakarzinoms (mTNBC). Das Symposium fand im Rahmen der DGHO 2025 statt.
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Multiples Myelom
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DGHO 2025
Bispezifische Antikörper bei RRMM: „In bestimmten Behandlungssituationen mehr Flexibilität wünschenswert“
Bei der Rezidivtherapie des rezidivierenden oder refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) orientieren sich aktuelle Leitlinien an Exposition und Refraktärität. In bestimmten Behandlungssituationen wäre ein flexiblerer Einsatz im Sinne der Betroffenen wünschenswert, erklärte Prof. Dr. Katja Weisel vom Universitätsklinikum Hamburg, im Rahmen eines Symposiums auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025.
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Lymphome
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DGHO 2025
Bispezifische Antikörper auf dem Vormarsch
Immuntherapeutika haben sich bei zahlreichen Tumorentitäten als zentraler Therapiebaustein etabliert. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung bispezifischer Antikörper zur Behandlung von Lymphomen und des Multiplen Myeloms. Sie ermöglichen häufig ein tiefes und langanhaltendes Ansprechen – bei gleichzeitig gut kontrollierbaren Nebenwirkungen.
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Medizin
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DGHO 2025
Praxisnahe Einblicke in die Entwicklung moderner CLL-Therapien
Wie sich moderne CLL-Therapien in der Praxis bewähren, zeigten zwei eindrucksvolle Patientenfälle auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025. Diskutiert wurden die erfolgreiche Erstlinientherapie mit Venetoclax/Obinutuzumab, komplexe Verläufe mit Richter-Transformation sowie neue Studienansätze wie CLL18, CELESTIAL-TN und CLL-RT2.
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Multiples Myelom
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Zulassungserweiterung für Isatuximab – IsaVRd für alle Patient:innen mit de novo Multiplem Myelom
Basierend auf den Ergebnissen der GMMG-HD-7-Studie wurde die Zulassung von Isatuximab erweitert: Der Anti-CD38-Antikörper ist in Kombination mit Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d) ist seit Juli 2025 auch für die Induktionsbehandlung bei erwachsenen Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (ndMM), die für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sind, indiziert [1].
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Medizin
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DGHO 2025
CAR-T-Zelltherapie mit Ciltacabtagene autoleucel ermöglicht Langzeitüberleben beim RRMM
Auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) wurden im Oktober 2025 aktuelle Daten zur CAR-T-Zelltherapie mit Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) diskutiert [1-3]. Cilta-cel ist als erste CAR-T- Zelltherapie für Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) bereits nach einer Vortherapie zugelassen. In den Zulassungsstudien CARTITUDE-1 und CARTITUDE-4 ermöglichte die einmalige Gabe von Cilta-cel langanhaltende Remissionen und hohe Überlebensraten [4, 5].
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Lymphome
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Kutane T-Zell-Lymphome: Real-World-Erfahrung mit Mogamulizumab
Mycosis fungoides (MF) und Sézary-Syndrom (SS) sind zwei Formen der kutanen T-Zell-Lymphome (CTCL). In der offenen, multizentrischen Phase-III-Studie MAVORIC wurde der CCR4-gerichtete monoklonale Antikörper Mogamulizumab bei vorbehandelten MF- und SS-Patient:innen gegen Vorinostat geprüft [1]. Die Zulassungsstudie erreichte ihren primären Endpunkt, eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) mit einer Verdopplung des Medians von 3,1 auf 7,7 Monate (HR: 0,53; 95%-KI: 0,41-0,69; p<0,001). Da Real-World-Daten dem Vorgehen im Alltag entsprechen, sind diese zusätzlichen Informationen sehr wichtig, sagte Prof. Dr. Chalid Assaf, Helios Klinikum Krefeld, und führte Ergebnisse u.a. aus der deutschen MINT-Studie an.
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DLBCL
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ESMO 2025
Resistenz von CAR-T-Zellen ist meist vom Tumor-Microenvironment verursacht
Die Einführung der T-Zellen mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) hat die Therapie von Lymphomen, vor allem des diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms, stark vorangebracht. Allerdings entwickelt etwa die Hälfte der Patient:innen eine Refraktärität gegenüber den therapeutischen Zellen. Die Gründe dafür scheinen zu einem Großteil im Tumor-Microinvironment zu liegen, wo bestimmte Prozesse die Funktion der CAR-T-Zellen hemmen, so die Ergebnisse einer Studie, die beim ESMO-Kongress vorgestellt wurde.
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