Journal Hämatologie

Unsere Infothek bietet Ihnen einen Überblick zu den wichtigsten hämatologischen Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie, die in den letzten Jahren auf dem DGHO behandelt wurden:

Multiples Myelom
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Multiples Myelom: Bispezifische Antikörper in der Praxis sicher aufdosieren
DGHO 2026

Multiples Myelom: Bispezifische Antikörper in der Praxis sicher aufdosieren

Bispezifische Antikörper erzielen beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom hohe Ansprechraten. Die meist stationäre Aufdosierung bindet jedoch Krankenhauskapazitäten und belastet Betroffene. Für eine sichere Verlagerung in die Praxis sind laut Prof. Peter Paschka, Ludwigshafen und Dr. Daniel Debatin, Heidelberg sorgfältige Patientenselektion, klare Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis entscheidend.
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Entitätsübergreifend
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DGHO 2026

Individualisierte Therapiestrategien bei ITP und Immundefekten

Das Immunsystem gezielt beeinflussen, ohne zusätzliche Risiken aus dem Blick zu verlieren: Dafür braucht es individualisierte Therapiestrategien, die Wirksamkeit und mögliche Komplikationen berücksichtigen. Aktuelle Daten zur Immunthrombozytopenie (ITP) und zu sekundären Immundefekten unterstreichen, wie wichtig die Einschätzung von Risikofaktoren, eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Infektionsprävention ist.
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Multiples Myelom
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Belantamab-Mafodotin: Neue Daten zu Folgetherapie und Sicherheit
DGHO 2026

Belantamab-Mafodotin: Neue Daten zu Folgetherapie und Sicherheit

Beim Multiplen Myelom gewinnen bei zunehmenden Resistenzen gegen etablierte Therapien neue Wirkmechanismen an Bedeutung. Seit Juli 2025 steht mit Belantamab-Mafodotin ein BCMA-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ab dem ersten Rezidiv zur Verfügung. Neue Analysen beleuchten Gesamtüberleben und Infektionsrisiko im indirekten Therapievergleich sowie die Wirksamkeit T-Zell-umlenkender Therapien nach Belantamab-Mafodotin.
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AML
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Orale AML-Therapie: Weniger Klinikzeit, mehr Lebensqualität
DGHO 2026

Orale AML-Therapie: Weniger Klinikzeit, mehr Lebensqualität

Seit Juni 2026 ist die vollständig orale Kombination aus Decitabin/Cedazuridin und Venetoclax in der EU zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) zugelassen, für die eine Standard-Induktionschemotherapie nicht infrage kommt. Die Behandlung kann Klinikbesuche reduzieren und die Lebensqualität verbessern, stellt aber höhere Anforderungen an Adhärenz, Aufklärung und Kommunikation.
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CLL
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CLL mit rezidivierendem/refraktärem Verlauf: Pirtobrutinib nach BTKi-Vorbehandlung anhaltend wirksam
DGHO 2025

CLL mit rezidivierendem/refraktärem Verlauf: Pirtobrutinib nach BTKi-Vorbehandlung anhaltend wirksam

Als erster zugelassener Vertreter der reversiblen, nicht-kovalenten BTK-Inhibitoren (BTKi) stellt Pirtobrutinib eine wichtige Therapieoption für Erkrankte mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) dar, die unter einer Behandlung mit kovalenten BTKi in Folge eines rezidivierenden/refraktären (r/r) Verlaufs progredient geworden sind. Aufgrund seines innovativen Wirkmechanismus bindet Pirtobrutinib unabhängig von bekannten Resistenzmutationen an die ATP-Bindungstasche von BTK und ermöglicht ein erneutes und anhaltendes Therapieansprechen, erläuterte Prof. Clemens Wendtner, München, bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2025. Selbst bei ungünstiger Prognose profitieren Erkrankte von dem gut wirksamen und in der Regel gut verträglichen Inhibitor.
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Multiples Myelom
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Carfilzomib: Zehn Jahre als Kombinationspartner bei rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom

Für den Proteasominhibitor der zweiten Generation Carfilzomib (K) liegen inzwischen zehn Jahre klinische Erfahrung vor. Aktuell ist die Substanz als Kombinationspartner beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) in vier verschiedenen Therapieregimen zugelassen: der Dreifachkombination aus Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (KRd), der Kombination mit Carfilzomib, Daratumumab und Dexamethason (KdD), dem Regime aus Isatuximab, Carfilzomib und Dexamethason (IsaKd) sowie der Zweifachtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd). Nachdem klinischen Studien übereinstimmend positive Daten zu Carfilzomib als Therapie-Backbone lieferten, liegen heute auch robuste Daten zum klinischen Nutzen aus der Versorgungsroutine vor, berichtete Prof. Christoph Scheid, Köln, am Rande des DGHO-Jahreskongresses 2025. Dies eröffne immer mehr Möglichkeiten zur personalisierten Therapie des MM.
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Multiples Myelom
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Melflufen punktet beim triple-class refraktären Multiplen Myelom

Melflufen punktet beim triple-class refraktären Multiplen Myelom

Seit August 2022 erweitert Melflufen das Therapiespektrum für Patient:innen mit fortgeschrittenem, triple-class refraktärem Multiplen Myelom (MM). Für Betroffene mit mehrfach refraktärer Erkrankung besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Therapieoptionen, die auch in späten Linien noch wirksam und gleichzeitig verträglich sind. Mit Melflufen kann dieser medizinische Bedarf ab der vierten Linie adressiert werden, betonten Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestragung 2025.
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Non-Hodgkin-Lymphom
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DGHO 2025

Den Therapiestandard herausfordern: Neue Entwicklungen bei CLL und MCL

Die Therapien der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) und des Mantelzell-Lymphoms (MCL) befinden sich im Wandel: Der Trend geht mit Hilfe von zielgerichteten Therapien hin zur Chemotherapie-freien Behandlung. Allen voran sollen Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) der 2. Generation wie Zanubrutinib sowie BTK-Degrader zum Zuge kommen. Aber auch bei den BCL-2-Inhibitoren kündigt sich eine 2. Generation an.
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MDS
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Low-risk MDS: Einsatz von Luspatercept bei nicht-transfusionspflichtigen Betroffene
DGHO 2025

Low-risk MDS: Einsatz von Luspatercept bei nicht-transfusionspflichtigen Betroffenen

Eine Transfusionspflicht bei Patient:innen mit myelodysplastischen Neoplasien (MDS) ist mit einer erhöhten Sterblichkeit und Risiken für Komorbiditäten verbunden. Bei nicht-transfusionspflichtigen Betroffenen könne es sinnvoll sein, die Zeit bis zur Transfusionspflicht durch eine Behandlung zu verlängern, erklärte Prof. Dr. Aristoteles Giagounidis, Marien Hospital Düsseldorf, im Rahmen eines Symposiums auf der DGHO-Jahrestagung.
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Entitätsübergreifend
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Therapie im Wandel: Fortschritt bei PNH, ITP und Prostatakarzinom
DGHO 2025

Therapie im Wandel: Fortschritt bei PNH, ITP und Prostatakarzinom

Auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025 standen unter anderem die gezielte Komplementinhibition bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH), neue Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten bei Immunthrombozytopenie (ITP) sowie die PSMA-Radioligandentherapie im Fokus, die zunehmend in frühere Therapielinien vorrückt.
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Multiples Myelom
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Bispezifische Antikörper bei RRMM: „In bestimmten Behandlungssituationen mehr Flexibilität wünschenswert“
DGHO 2025

Bispezifische Antikörper bei RRMM: „In bestimmten Behandlungssituationen mehr Flexibilität wünschenswert“

Bei der Rezidivtherapie des rezidivierenden oder refraktären Multiplen Myeloms (RRMM) orientieren sich aktuelle Leitlinien an Exposition und Refraktärität. In bestimmten Behandlungssituationen wäre ein flexiblerer Einsatz im Sinne der Betroffenen wünschenswert, erklärte Prof. Dr. Katja Weisel vom Universitätsklinikum Hamburg, im Rahmen eines Symposiums auf der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025.
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