News | Beiträge ab Seite 54
Gesundheitspolitik
GKV-Spitzenverband registriert sprunghaften Anstieg bei Pflegefällen
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen sprunghaften Anstieg bei den Pflegefällen festgestellt. „Wuchs die Zahl der Pflegebedürftigen in früheren Jahren etwa um 326.000 Fälle pro Jahr, gab es 2023 auf einmal ein Plus von 361.000 Fällen. Das ist ein Anstieg von 11%“, sagte der GKV-Vizevorsitzende Gernot Kiefer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gebe noch keine abschließende Antwort darauf, woher dieser Anstieg komme. „Denkbar ist, dass es ein einmaliger Nachholeffekt der Pandemie ist: Viele ältere Menschen haben sich möglicherweise erst spät wieder getraut, die Prüfer des Medizinischen Dienstes ins Haus zu lassen. Sollte dies jedoch ein neuer Trend sein, wird sich die Lage in der Pflege noch einmal deutlich kritischer darstellen.“ Der Anstieg werde sich nicht ewig in dieser Dynamik fortsetzen, sagte Kiefer. „Ab der zweiten Hälfte der 2030er Jahre wird sich die Kurve etwas abflachen, wenn die Welle der Babyboomer abebbt.“
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Gesundheitspolitik
Rotes Kreuz warnt vor Scheitern von Lauterbachs Zielen für Versorgung
Gesundheitskioske und Primärversorgungszentren sollten vor allem sozial Schwächeren und Älteren die medizinische Versorgung erleichtern. Daraus wird wohl erst mal nichts. Aber Hausärzt:innen können hoffen.
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Gesundheitspolitik
Schwangerschaftsabbruch: Keine schnelle Neuregelung zu erwarten
Nach Vorschlägen einer Expertenkommission zur Liberalisierung des Abtreibungsrechts sind kurzfristige Neuregelungen durch die Ampel-Regierung nicht zu erwarten. Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann sprach am 15. April vor Journalisten in Berlin von einem sehr sensiblen Thema, das stark in persönliche Bereiche gehe. Es gelte, unterschiedliche Güter gegeneinander abzuwägen. „Und wir wollen eine Debatte führen, die uns letztlich weiterbringt in dieser Frage, und das ist nichts, was man unter Zeitdruck und „jetzt machen wir das ganz schnell“ führen kann. Das wäre wirklich der falsche Weg.“
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Medizin
Sicherheit der intraoperativen Blutkonservierung in der Krebschirurgie – erste Ergebnisse der REMOVE-Studie
Die Ergebnisse der Zertifizierungsstudie REMOVE zum Medizinprodukt CATUVAB® im Hinblick auf die Entfernung von Tumorzellen aus dem Operationsblut während Operationen mit hohem Blutverlust werden auf dem NATA24-Jahressymposium (Network for the Advancement of Patient Blood Management, Hemostasis and Thrombosis) das vom 18. bis 20. April 2024 in Bologna, Italien stattfindet, vorgestellt. Das Medizinprodukt zielt darauf ab, dass Krebspatient:innen durch Blutrückgewinnung ihr eigenes Blut erhalten und so die mit allogenen (Spender-) Bluttransfusionen verbundenen Risiken minimiert werden können.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: 50.000 Ärzte in letzten 10 Jahren zu wenig ausgebildet
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stimmt die deutsche Bevölkerung auf große Lücken in der medizinischen Versorgung ein. „Wir haben 50.000 Ärztinnen und Ärzte in den letzten 10 Jahren nicht ausgebildet. Daher werden uns in den nächsten Jahren flächendeckend die Hausärztinnen und Hausärzte fehlen. Wir werden in eine ganz schwierige Versorgungssituation kommen“, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“. Den künftigen Mangel „kann man sich noch gar nicht richtig vorstellen“, warnte er.
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Gesundheitspolitik
Vorsorge-Gutscheine gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland künftig durch Vorsorge-Gutscheine senken. „Wir wollen deutschlandweit bei Kindern und Jugendlichen, bei 25-Jährigen, bei 35-Jährigen und bei 50-Jährigen mit einem Gutschein-System alle auffordern, sich die Werte messen zu lassen: den Blutdruck, auch den Risikofaktor Zuckerkrankheit“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“.
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Medizin
Niedrigrisiko-MDS: Luspatercept ab Erstlinie einsetzbar
Die EU-Kommission hat die Zulassung von Luspatercept um die Erstlinienbehandlung erwachsener Patient:innen mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund von Myelodysplastischen Neoplasien (MDS) mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko erweitert. Diese Zulassung gilt für alle Mitgliedsstaaten der EU.
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Gesundheitspolitik
Kliniken vor Umbau – Lauterbach erwartet „starke Dynamik“ ab Herbst
Patientinnen und Patienten bekommen es laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ab Herbst 2024 schrittweise mit einer deutlich spezialisierteren Kliniklandschaft in Deutschland zu tun. Dann werde es eine „starke Dynamik“ geben, sagte Lauterbach am 11. April in Berlin. Lauterbach äußerte sich zum Auftakt einer Reihe von Gesprächen zur geplanten Klinikreform mit kommunalen Spitzenverbänden, Selbstverwaltung und Ländern. Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass der Zeitplan für das gesundheitspolitische Großprojekt gehalten werden könne.
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Gesundheitspolitik
Bundestag berät über besseren Schutz von Frauen vor Abtreibungsgegnern
Frauen, die sich zu einer Abtreibung beraten lassen wollen, haben häufig nicht nur mit einer schwierigen Situation, sondern auch mit Anfeindungen zu tun. Ein neues Gesetz soll sie stärker schützen.
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Gesundheitspolitik
Europaparlament will Antibiotikaresistenzen stärker bekämpfen
Das Europaparlament will zum Schutz von Menschenleben einen besseren Umgang mit Antibiotika erreichen. Die Abgeordneten legten am 10. April in Brüssel ihre Position zu einer umfassenden Reform der EU-Pharma-Gesetzgebung fest, wie das Parlament mitteilte. Ziel ist unter anderem, die Entwicklung neuer Präparate anzukurbeln.
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Medizin
NK-Zell-Leukämien: Verbesserte Forschung durch neues Mausmodell
Ein von der Veterinärmedizinischen Universität Wien geleitetes Team von Wissenschafter:innen hat ein neues Mausmodell zur besseren Analyse von NK-Zell-Leukämien entwickelt. Diese seltenen, aber teilweise äußerst aggressiven Formen von Leukämie werden durch das unkontrollierte Wachstum von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) verursacht. Die Forscher:innen erwarten sich vom Einsatz des Mausmodells deutliche Fortschritte in der Erforschung und Behandlung dieser Leukämie-Variante (1).
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Gesundheitspolitik
Pflege vor Kipppunkten – Beitrag könnte um 0,2% steigen
Den Beitragszahlern droht schon bald eine weitere Erhöhung der Pflegebeiträge. „Wir stehen vor der Notwendigkeit, den Beitragssatz zur Pflegeversicherung voraussichtlich zum kommenden Jahreswechsel anzuheben – und zwar nach dem derzeitigen Rechenstand um etwa zwei Beitragszehntel“, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm am 9. April bei der Vorstellung des neuen DAK-Pflegereports in Berlin. Die Studienautoren schlagen zudem wegen wachsenden Personalnotstands Alarm, während es zugleich immer mehr Pflegebedürftige gibt.
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Gesundheitspolitik
Abtreibungsdebatte: Spitze der Unionsfraktion droht mit Klage
Unionsfraktionsmanager Thorsten Frei rechnet mit einer Klage der Unionsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht, falls die Ampelkoalition Schwangerschaftsabbrüche in den ersten 12 Wochen generell straffrei stellen sollte. Falls sich die Koalition entsprechende Vorschläge einer Arbeitsgruppe unabhängiger Experten der Bundesregierung zu eigen mache, „würde das zwangsläufig dazu führen“, dass man in Karlsruhe klagen werde, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Abgeordneten am 9. April in Berlin.
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Gesundheitspolitik
Scholz sichert Unterstützung für Pharmastandort Deutschland zu
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly investiert 2,3 Milliarden Euro in ein neues Werk in Rheinland-Pfalz. Kanzler Scholz betont, dies sei eine der größten Investitionen in den Pharmastandort Deutschland seit Jahrzehnten.
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Gesundheitspolitik
Spitzengespräch über Krankenhausreform geplant
Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage vieler Krankenhäuser soll es am 11. April in Berlin ein Spitzengespräch von Bund, Ländern und Gesundheitsverbänden zur geplanten Krankenhausreform geben. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) kündigte am 8. April an, er wolle bei dem Treffen auf mehr Geld für die Kliniken noch in diesem Jahr dringen.
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ITP
ITP: Fallbeispiel zeigt erfolgreiches Shared Decision Making
Shared Decision Making (SDM) ist ein Kommunikationsprozess zwischen Ärzt:innen und Patient:innen, bei dem eine gleichberechtigte Entscheidung über eine medizinische Behandlung getroffen wird. Dabei bringen Ärzt:innen ihr Fachwissen ein, während Patient:innen ihre Einstellung zur Krankheit, ihr Lebensumfeld und ihre Bedürfnisse in die Entscheidungsfindung einbringen. Wo es bei der Umsetzung im Praxisalltag bei der Behandlung von Patient.innen mit Immunthrombozytopenie (ITP) hapert, war Thema in einem Symposium im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH).
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Medizin
DLBCL: Strahlentherapie verbessert Überleben junger Patient:innen
Das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) kann mit einer Immunchemotherapie heute in vielen Fällen gut behandelt werden. In bestimmten Situationen kann eine anschließende Strahlentherapie das Outcome deutlich weiter verbessern. Die Langzeitanalyse einer Studie bei jüngeren DLBCL-Patient:innen mit hohem Rückfallrisiko, die auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2024 vorgestellt wurde, bestätigt den Nutzen der Bestrahlung von großen Lymphomherden (1, 2).
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Gesundheitspolitik
Selbstzahler-Leistungen in der Kritik
In der Ampel-Koalition mehren sich die Stimmen, Patientinnen und Patienten besser vor wissenschaftlich zweifelhaften Selbstzahler-Leistungen in der Arztpraxis zu schützen. „Es braucht unübersehbar ein Update des in die Jahre gekommenen Patientenrechtegesetzes“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, am 4. April der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Verbessert werden müsse etwa der Schutz vor nicht evidenzbasierten Behandlungen, vor Behandlungen also, bei denen die Wirksamkeit nicht erwiesen ist.
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Gesundheitspolitik
Leichter Anstieg bei neuen Auszubildenden in der Pflege
Im vergangenen Jahr haben rund 1.800 Menschen mehr als im Jahr 2022 einen Ausbildungsvertrag in der Pflege abgeschlossen. Das sei nach – allerdings vorläufigen – Zahlen eine Steigerung um 3%, berichtete das Statistische Bundesamt am 27. März.
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Gesundheitspolitik
Migranten mit dem Stethoskop – Bedeutung ausländischer Ärzt:innen wächst
64.000 Ärzt:innen aus dem Ausland helfen mit, das deutsche Gesundheitswesen am Laufen zu halten. In manchem Krankenhaus ginge nichts ohne sie.
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