News | Beiträge ab Seite 133
Medizin
Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
Patienten, die an der seltenen Autoimmunerkrankung Immunthrombozytopenie (ITP) leiden, sind häufig einem hohen Leidensdruck ausgesetzt. Blutungssymptome, Thrombozytopenie aber auch Fatigue und emotionale Belastungen bis hin zur Depression schränken die Lebensqualität der Patienten stark ein. Die Querschnitts-Befragung I-WISh war als cross-sektionale Umfrage designt, die ITP-Patienten und die behandelnden Ärzte einbezog. Die Studie untersuchte u.a. die Belastungen, denen Patienten durch ihre Erkrankung ausgesetzt sind und evaluierte den Einfluss der ITP auf die Lebensqualität. Weiterhin widmete sich die Studie den diagnostischen Schwierigkeiten bei der ITP, verglich die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Ärzten und Patienten im Hinblick auf das Management der Erkrankung und untersuchte, ob ein Bedarf an neuen Behandlungsoptionen besteht. Eine aktuelle Analyse der I-WISh-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2020 vorgestellt wurde, zeigte, wie stark die Erkrankung das emotionale Wohlbefinden der Patienten in Mitleidenschaft zieht (1). Weitere Beiträge zur I-WISh-Studie verdeutlichten den negativen Einfluss des Symptoms Fatigue (2) und machten klar, dass sich Patienten um die Nebenwirkungen einer Kortikosteroid-Therapie sorgen (3).
Lesen Sie mehr
Medizin
Ramucirumab: Bestätigter Standard in der Zweitlinie des fortgeschrittenen Magenkarzinoms
Auf der virtuellen Jahrestagung 2020 der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) war die Therapie des fortgeschrittenen Magenkarzinoms ein wichtiges Thema, denn diese Patienten haben per se eine schlechte Prognose. Mit Ramucirumab (Cyramza®) (1), einem Antikörper gegen den Rezeptor 2 des Vascular Endothelial Growth Factors (VEGF), hat sich ein neuer Standard für die Zweitlinientherapie etabliert, der diesen Patienten eine Chance auf ein verbessertes Überleben geben kann. Im Rahmen eines Symposiums gab Prof. Dr. med. Stefan Kasper-Virchow, Ärztlicher Koordinator des Westdeutschen Magen- und Darmzentrums (WMDZ) in Essen, einen Überblick.
Lesen Sie mehr
Medizin
Impfungen bei Krebs: Immunsystem aktiv stärken
Bei der Diagnose einer Krebserkrankung ist es wichtig, dass Arzt und auch Patient Impfungen als ganz bedeutenden Bestandteil vom Gesamtbehandlungskonzept erkennen“, bringt es Univ.-Prof.in Dr.in Ursula Wiedermann-Schmidt auf den Punkt. In einer Online-Schulung zum Thema „Impfungen bei Krebs“ räumt die Expertin mit unbegründeten Ängsten auf, gibt klare Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema und liefert zahlreiche praktische Tipps – vom richtigen Impfzeitpunkt bis hin zur Kostenrückerstattung.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Was die Zulassung des Corona-Impfstoffs in Großbritannien bedeutet
Paukenschlag in Großbritannien: Das Land mit den meisten Corona-Toten in Europa beginnt nächste Woche mit Impfungen. Dort kommt der Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer zum Einsatz – weitere Länder könnten bald folgen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Bund plant Nationale Gesundheitsreserve an 19 Standorten
In vielen Praxen, Kliniken und Pflegeheimen war Schutzausrüstung Mangelware, als die Pandemie im Frühjahr begann – das ist inzwischen im Griff. Für künftige Notlagen will sich der Staat besser wappnen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Krankenkassen verdoppeln Finanzierungsanteil für Krebsberatung
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Finanzierung von Krebsberatungsstellen neu geregelt. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen künftig 80 statt 40% übernehmen, wie der CDU-Politiker der "Neue Osnabrücker Zeitung" am Freitag sagte. "Das ist ein wichtiges Signal für Krebskranke und ihr Umfeld. Auch in der Pandemie gilt ihnen unsere volle Unterstützung", betonte Spahn.
Lesen Sie mehr
Medizin
S3-Leitlinie zum Hodgkin-Lymphom aktualisiert
Das Leitlinienprogramm Onkologie hat unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) die S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Hodgkin-Lymphoms bei erwachsenen Patienten ab 18 Jahren überarbeitet und neue Empfehlungen formuliert, etwa zu bildgebenden Untersuchungsverfahren, der Therapie von Subgruppen und der Rehabilitation. Ziel der S3-Leitlinie ist es, die Versorgung von Betroffenen mit Hodgkin-Lymphom zu optimieren und evidenzbasierte Therapiestandards zu etablieren.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
EU sichert sich Biontech-Impfstoff - Spahn zuversichtlich
Europa hat beim Ringen um den ersehnten ersten Corona-Impfstoff eine entscheidende Hürde genommen. Der Vertrag mit den Herstellern ist perfekt. Doch ein Ende der Pandemie ist nicht schnell in Sicht.
Lesen Sie mehr
Medizin
r/r AML: Überlebensvorteil unter Gilteritinib-Therapie nach allogener Stammzelltransplantation
Gilteritinib (XOSPATATM) ist seit Ende 2019 als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (r/r-AML) mit einer FLT3-Mutation zugelassen. Die Zulassung beruhte auf Daten der Phase-III-Studie ADMIRAL, die einen signifikanten Vorteil von Gilteritinib im Gesamtüberleben im Vergleich zur Salvage-Chemotherapie zeigte (1, 2). Zum diesjährigen virtuellen Kongress der Japanese Society of Hematology (JSH) wurden weitere Ergebnisse zur ADMIRAL-Studie präsentiert, die einen Trend hinsichtlich eines Überlebensvorteils bei Wiederaufnahme der Gilteritinib-Therapie nach einer allogenen Stammzelltransplantation zeigen (3).
Lesen Sie mehr
Medizin
COVID-19: Management und Prävention von Hotspots in der Onkologie
Patienten mit Krebs und COVID-19 haben ein erhöhtes Risiko für ungünstige Verläufe. Die Gesamtmortalität und Schwere der Erkrankung ist bei onkologischen Patienten signifikant höher als für die Allgemeinbevölkerung (13% Krebs + COVID vs. 6% nur COVID (global)). Dies gilt insbesondere, wenn weitere Risikofaktoren wie Alter, männliches Geschlecht und ein ECOG-Status 2+ hinzukommen. Prof. Dr. Carsten Bokemeyer informierte auf dem DGHO 2020 über Management und Präventionsmöglichkeiten von Hotspots in der Onkologie.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Kampagne macht auf Thema psychische Gesundheit aufmerksam
Die Bundesregierung und Organisationen aus dem Bereich Prävention wollen mit einer Kampagne auf das Thema psychische Gesundheit aufmerksam machen. Die "Offensive Psychische Gesundheit" solle dazu beitragen, dass Menschen ihre eigenen psychischen Belastungen und Grenzen besser wahrnehmen und auch mit Menschen in ihrem Umfeld offener darüber sprechen können, hieß es am Montag zum Start der Kampagne in Berlin in einer gemeinsamen Mitteilung von Bundesgesundheits-, Bundesfamilien- und Bundesarbeitsministerium. Ob am Arbeitsplatz, in Schule, Ausbildung oder Privatleben – der Alltag sei oft stressig. "Die Corona-Pandemie hat die Herausforderungen für viele Menschen noch erhöht."
Lesen Sie mehr
Medizin
NSCLC: Gutes Ansprechen unter Lorlatinib auch bei stark vorbehandelten Patienten
Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) sind in der Therapie des Anaplastische Lymphomkinase (ALK)-positiven nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) im fortgeschrittenen Stadium von zentraler Bedeutung (1, 2). Lorlatinib (3) (Lorviqua®) ist der einzige ALK-TKI, der nach Progress unter einem ALK-TKI der zweiten Generation – wie Alectinib – zugelassen ist (1). Erstmals wurden nun Real-World-Daten aus Deutschland zu dem ALK-TKI der dritten Generation vorgestellt, der auch bei klinisch problematischen Mutationen – wie der häufigen G1202R-Mutation – wirksam ist (3-5). Dr. Nikolaj Frost präsentierte während des diesjährigen virtuellen ESMO-Kongresses Daten aus Deutschland, die im Rahmen des German Early Access Program (EAP; deutsches Härtefall-Programm) erhoben wurden (4). Die Real-World-Daten belegen eine gute Wirksamkeit von Lorlatinib auch bei intensiv vortherapierten Patienten (2, 4).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Zehn Thesen für eine zukunftsfähige Gesundheitsvorsorge
Mit einem Zehn-Punkte-Plan macht sich ein breites Bündnis gesundheitspolitischer Akteure für einen höheren Stellenwert der Gesundheitsvorsorge in Deutschland stark. „Konsequent gedachte Vorsorge muss weit über die Grenzen des Gesundheitssystems hinaus reichen und viele gesellschaftliche Bereiche wie Bildung, Arbeit, Verkehr und Umwelt miteinschließen“, so Prof. Dr. med. Reinhard Busse, wissenschaftlicher Leiter der Initiative. Der Gesundheitsökonom von der Technischen Universität Berlin hat die sogenannte "Berliner Erklärung" auf dem virtuellen Hauptstadtkongress vorgestellt. Hervorgegangen ist sie aus der im Frühjahr 2019 gegründeten Initiative "Gesundheitsvorsorge der Zukunft" von Springer Medizin (Ärzte Zeitung) und dem forschenden Pharmaunternehmen Pfizer.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Krankenkasse: Wegen Corona 100 Mal mehr Anträge auf Ratenzahlung
Wegen der Wirtschaftskrise in der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen offenbar Probleme, für ihre Beschäftigten die fälligen Beiträge an die Krankenkassen abzuführen. Allein bei der Techniker Krankenkasse (TK) hat sich die Zahl der Stundungsanträge um das 60-fache erhöht, wie Vorstandschef Jens Baas den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte. "Auch die Zahl der Anträge auf Ratenzahlung ist 100 Mal so hoch wie vorher", sagte er. Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre.
Lesen Sie mehr
Medizin
Polycythaemia vera und Myelofibrose: Kennzeichen Fatigue, Juckreiz und Bauchschmerzen
Im Rahmen der MPN Patiententage informierte Prof. Dr. med. Philipp le Coutre von der Charité Berlin am 18. August in einem Online-Webinar zu Symptomen und Therapiemöglichkeiten der seltenen Erkrankungen Polycythaemia vera (PV) und Myelofibrose (MF). Die MPN Patiententage finden mehrmals im Jahr an verschiedenen Standorten statt, um Betroffene und Angehörige über Myeloproliferative Neoplasien (MPN) aufzuklären – seltene Erkrankungen des Knochenmarks, die durch Störungen der Blutbildung gekennzeichnet sind.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Virologe Streeck: Nicht nur auf reine Ansteckungszahlen schauen
Der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck regt eine Debatte über Umfang und Dauer der staatlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie an. "Ich plädiere für einen Strategiewechsel", sagte der Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn der "Welt am Sonntag". "Wir dürfen uns bei der Bewertung der Situation nicht allein auf die reinen Infektionszahlen beschränken", sagte er. Zwar steige die Zahl der positiv getesteten Menschen in Deutschland und Europa signifikant an. "Gleichzeitig sehen wir aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen."
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
ECDC: Schulschließung im Kampf gegen Corona nur letztes Mittel
Schulschließungen im Kampf gegen Corona sollten nach einer Empfehlung des europäischen Seuchenzentrums ECDC so weit wie möglich vermieden werden. Sie sollten nur "das letzte Mittel" sein, sagte die ECDC-Direktorin Andrea Ammon am Mittwoch bei einer Anhörung des Europaparlaments.
Lesen Sie mehr
Medizin
Gentherapien: Erfolge bei der Therapie genetischer Erkrankungen
bluebird bios Gentherapien zeigen Erfolge bei der Behandlung von 3 seltenen genetischen Erkrankungen, der transfusionsabhängigen Beta-Thalassämie (TDT), der Sichelzellkrankheit (SCD) sowie der zerebralen Adrenoleukodystrophie (CALD). Dies belegen neueste Studiendaten, die u.a. beim virtuellen Jahreskongress der European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) vorgestellt wurden. Ziel der Forschungsarbeit ist es, Patienten mit potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen und begrenzten Therapieoptionen neue Behandlungsmöglichkeiten zu bieten.
Lesen Sie mehr
Medizin
MM: Verbesserte Lebensqualität durch subkutane statt intravenöse Daratumumab-Gabe
Das Multiple Myelom (MM) ist nach wie vor eine Erkrankung mit einem sehr hohen medical need. Zwar hat sich das Gesamtüberleben(OS) durch neue Therapieoptionen insgesamt signifikant verbessert, doch nach wie vor besteht keine Heilungschance – auf kurze Remissionsphasen folgen unweigerlich Rezidive. Um so bedeutsamer ist die Verbesserung der Lebensqualität während der Therapie. Eine Möglichkeit ist die subkutane statt intravenöse Gabe von Daratumumab (Darzalex®), wie Prof. Dr. med. Hartmut Goldschmidt, Heidelberg, auf einer Pressekonferenz erläuterte.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Krebsmedikamente gepanscht – Urteil gegen Apotheker rechtskräftig
In einem Skandal um jahrelang gepanschte Medikamente hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Haftstrafe gegen einen Apotheker aus dem Ruhrgebiet bestätigt. Der BGH in Karlsruhe lehnte die Revision des Mannes als unbegründet ab, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Das Urteil des Essener Landgerichts vom Juli 2018 gegen den damals 48-jährigen Apotheker aus Bottrop ist damit rechtskräftig. Wegen Tausender unterdosierter Krebsmedikamente zwischen 2012 und 2016 hatte Peter S. eine Haftstrafe von zwölf Jahren erhalten. Dem Gericht zufolge streckte er lebenswichtige Medizin seiner Patienten aus Habgier.
Lesen Sie mehr