News | Beiträge ab Seite 129
Gesundheitspolitik
Nationalakademie Leopoldina legt Ad-hoc-Stellungnahme zur Eindämmung der 4. Welle vor
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina veröffentlichte die Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Klare und konsequente Maßnahmen ‒ sofort!“. Das angehängte Papier konzentriert sich auf dringend notwendige Maßnahmen mit dem Ziel, die 4. Infektionswelle schnell und effizient einzudämmen.
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Gesundheitspolitik
DIVI spricht sich für Impfpflicht aller Erwachsenen aus
Das Präsidium der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) spricht sich geschlossen für eine Impfpflicht aller Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre aus. „Es gilt unsere Patienten zu schützen, Menschenleben zu retten und auch unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren“, fasst DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx die Überlegungen der Intensiv- und Notfallmediziner zusammen. Die Impfpflicht für Erwachsene sei alternativlos, so das Präsidium einstimmig, um die Pandemie auch langfristig hinter sich zu lassen.
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Gesundheitspolitik
DGI fordert umgehende Anpassung der Testpflicht im Gesundheitswesen
Das geändert Infektionsschutzgesetz sieht eine Testpflicht für nahezu alle Beschäftigten im Gesundheitswesen vor – unabhängig von ihrem Impfstatus. Die Regelung führt zu einer großen organisatorischen und zeitlichen Belastung des derzeit ohnehin unter enormen Druck stehenden Gesundheitssystems. Eine umgehende Anpassung hin zu einer realistischen und umsetzbaren Regelung sei deshalb nötig, fordert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI).
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Gesundheitspolitik
10 Jahre Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland
„Die Bedürfnisse und Nöte von schwerstkranken, sterbenden und auch suizidgefährdeten Menschen müssen in den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen deutlich mehr Berücksichtigung finden.“ so Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der ‚Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland‘, welches nach coronabedingter Verschiebung um ein Jahr diesen Mittwoch mit einem Bürgerforum und einem Festakt in Berlin nachgefeiert werden sollte: „In Anbetracht steigender Coronazahlen mussten wir die Feierlichkeiten leider absagen. Gerade jetzt möchten wir aber dringend darauf hinwirken, insbesondere in den vor uns liegenden Monaten das individuelle Leid schwerkranker Menschen und ihrer Familien im Blick zu behalten und als Team mit ihnen zusammen Nähe, Gemeinschaft und Momente der Lebensfreude und Begegnung zu ermöglichen.“
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Gesundheitspolitik
Die Delta-Variante von SARS-CoV-2 verbreitet sich in Westafrika rasant
Während die hochansteckende Delta-Variante sich in Deutschland und den meisten europäischen Ländern bereits durchgesetzt hat, war über seine Ausbreitung in Afrika bisher wenig bekannt. DZIF-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten nun in einer Studie in Benin, Westafrika, zeigen, dass sich diese von der WHO als besorgniserregend eingestufte Variante innerhalb von nur 2 Monaten zur dominanten Virusform entwickelte. Ein ebenfalls drastischer Anstieg an COVID-19-Erkrankungen in Benin hängt damit vermutlich eng zusammen.
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Medizin
Myelofibrose: Neue Dosierungsempfehlungen für Ruxolitinib
In die aktuelle Fachinformation für den oralen JAK-Inhibitor Ruxolitinib wurden neue Dosierungsempfehlungen zur Behandlung von krankheitsbedingter
Splenomegalie oder Symptomen bei Erwachsenen mit primärer Myelofibrose (MF) aufgenommen (1). Diese geben eine differenziertere Dosierung zu Therapiebeginn sowie eine Dosisanpassung vor, wenn im Behandlungsverlauf eine Thrombozytopenie auftritt (1).
Splenomegalie oder Symptomen bei Erwachsenen mit primärer Myelofibrose (MF) aufgenommen (1). Diese geben eine differenziertere Dosierung zu Therapiebeginn sowie eine Dosisanpassung vor, wenn im Behandlungsverlauf eine Thrombozytopenie auftritt (1).
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Medizin
Behandlung ohne Chemotherapie bei Morbus Waldenström
Der Morbus Waldenström kann mit derzeit vorhandenen Standardtherapien nicht geheilt werden. Das Ziel der Therapien ist deshalb, die Krankheit möglichst lange zu kontrollieren ohne dabei die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten einzuschränken. Unter der Leitung von Professor Dr. Christian Buske, Ärztlicher Direktor und Leiter des Instituts für Experimentelle Tumorforschung am Universitätsklinikum Ulm, wurde jetzt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin III (Professor Dr. Hartmut Döhner) die finale Analyse der sogenannten iNNOVATE Studie im angesehenen Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. In dieser Studie wurde die Kombination der Medikamente Ibrutinib und Rituximab gegen eine alleinige Rituximab-Therapie bei zuvor unbehandelten oder bereits behandelten Patientinnen und Patienten mit Morbus Waldenström geprüft.
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Gesundheitspolitik
Ambulante Operationen – Gleiche Bedingungen für gleiche Leistungen
„Vor 2 Jahren hat der Gesetzgeber die Spitzenverbände der Krankenkassen, der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte beauftragt, eine neu überarbeitete Liste aller ambulant erbringbaren und stationsersetzenden Untersuchungen und Behandlungen aufzustellen, die ohne einen stationären Aufenthalt durchgeführt werden können“, sagt Dr. Albert Beyer, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. „Die dort verzeichneten Leistungen sollen dann von Kliniken und Praxen unter einheitlichen Bedingungen angeboten werden. Von einer Umsetzung sind wir allerdings immer immer noch weit entfernt.“
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Gesundheitspolitik
Altersmediziner fordern eine Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitsberufe
Zum besseren Schutz der älteren Bevölkerung und der Bewohner von Pflegeeinrichtungen fordert die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) eine Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitsberufe. Die zunehmende Anzahl von Impfdurchbrüchen bei der älteren Bevölkerung erfordere rasches und konsequentes Handeln.
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Gesundheitspolitik
Verlässliche medizinische Informationen breit verfügbar machen
Die Corona-Pandemie hat die Defizite der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen in besonderer Deutlichkeit offenbart. Gleichzeitig ist offensichtlich geworden, wie wichtig verlässliche, fundierte medizinisch-wissenschaftliche Informationen sind. Umso dringlicher müssen jetzt die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, um die medizinische Versorgung von Patienten und Patientinnen zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. fordert daher von der künftigen Gesundheitspolitik, Leitlinienwissen verstärkt in digitale Versorgungsstrukturen zu implementieren. Aus Sicht der AWMF braucht es eine nationale Strategie, um evidenzbasiertes Wissen in digitalen Gesundheitsanwendungen, Patienteninformationen oder Arztinformationssystemen zu integrieren.
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Gesundheitspolitik
Seed-Finanzierungsrunde für Digital-Health Start-up Cliniserve
Bayern Kapital, die Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern, beteiligt sich im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde erneut an Cliniserve. Das Software-as-a-Service-Unternehmen (SaaS) aus dem Bereich Digital Health entwickelt eine App, die Kommunikation und Prozessplanung zwischen Patienten und Pflegenden sowie zwischen dem Pflegepersonal in Gesundheitseinrichtungen deutlich vereinfacht. Die Lösung von Cliniserve soll unter anderem Laufwege verringern und so mehr Zeit für die persönliche Betreuung von Patienten schaffen. Neben Bayern Kapital und weiteren Bestandsinvestoren der Pre-Seed-Runde im Herbst 2019, darunter Plug and Play, steigt im Zuge der aktuellen Finanzierungsrunde im insgesamt siebenstelligen Bereich nun erstmals auch Miele Venture Capital bei dem jungen Münchener Unternehmen ein.
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Medizin
CRISPR/Cas9: Sehr gute Behandlungsergebnisse mit Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie
Der Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie liegen jeweils erblich bedingte Gendefekte zugrunde. Hoffnung auf Heilung bot bis vor einiger Zeit einzig eine Stammzelltransplantation. Mit Hilfe der CRISPR/Cas9-Gentherapie könnte sich das zukünftig ändern. Diese Annahme unterstreichen auch die bisher mehr als 15 Patienten mit diesen Gendefekten, die auch in der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) erfolgreich behandelt wurden.
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Medizin
Immuntherapie: die Tricks der Lymphome
Zelluläre Immuntherapien sind bei Non-Hodgkin-Lymphomen bisher wenig wirksam. Einen möglichen Grund hat ein Team um den MDC-Forscher Armin Rehm entdeckt. Wie es in „Cell Reports“ berichtet, verändern die Krebszellen große Blutgefäße, über die Immunzellen normalerweise in die Lymphknoten einwandern.
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Gesundheitspolitik
Kliniken bleiben durch Corona weiter im Ausnahmezustand
Bei der Neuordnung der Krankenhaus-Finanzierung sollte das bestehende Fallpauschalen-System vereinfacht statt noch komplizierter gemacht werden. Zudem plädieren die Kliniken in privater Trägerschaft an die zukünftige Bundesregierung, die Corona-Politik mit Weitsicht zu betrachten und zu gestalten.
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Gesundheitspolitik
Online-Schulungen zu Digitalisierungsthemen
Mit der Fertigstellung der Online-Schulung zum E-Rezept hat das Beratungs- und Schulungsunternehmen DG Digitales Gesundheitswesen das Kursangebot zu den Anwendungen der Telematikinfrastruktur komplettiert. Damit stehen Beschäftigten in Praxen und Kliniken jetzt insgesamt sechs Online-Kurse zur Verfügung, mit deren Hilfe sie sich begleitend zum Berufsalltag effektiv auf die Herausforderungen vorbereiten können, die Neuerungen wie die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) oder die elektronische Patientenakte (ePA) mit sich bringen.
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Medizin
Darmkrebs: Wie lassen sich erneute Metastasen verhindern?
Rückfälle nach einer Entfernung von Metastasen schränken die langfristig erfolgreiche Behandlung von Darmkrebs oft ein. Daher hat ein interdisziplinäres Team von Ärztinnen und Ärzten unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin die groß angelegte FIRE-9/PORT-Studie initiiert. Ziel der nun startenden klinischen Studie ist es, den Beitrag einer zusätzlichen Chemotherapie zum Therapieerfolg bei Patientinnen und Patienten – nach erfolgreicher Behandlung von Metastasen – zu untersuchen und eine Standardtherapie zu etablieren. Auf diese Weise sollen sich Rückfälle verzögern oder ganz vermeiden lassen.
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Medizin
AML: Personalisierte Therapie bei IDH-1-Mutation
Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die häufigste akut verlaufende Leukämieform in Deutschland und tritt meist bei älteren Patientinnen und Patienten auf. Aufgrund von Begleiterkrankungen können diese jedoch meist nicht mit einer intensiven Chemotherapie behandelt werden. Standard-Medikament für die Behandlung der AML bei älteren Patientinnen und Patienten sind die Substanzen Azacitidin und Decitabin. Eine internationale Studie mit maßgeblicher Beteiligung der Ulmer Universitätsmedizin zeigt nun, dass die Behandlungsergebnisse durch die Kombination mit neuen Medikamenten zu einem signifikant besseren Therapieansprechen führt.
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Gesundheitspolitik
Fehlende Pflegekräfte auf Intensivstationen
Immer mehr Betten auf Deutschen Intensivstationen sind gesperrt und stehen nicht mehr zur Verfügung. Zu diesem Ergebnis kommen die Initiatoren einer Umfrage unter 643 Intensivmedizinern der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN). „Dahinter steckt keine böse Absicht – es fehlt schlicht das geschulte Pflegepersonal!“, erklärt der Past Präsident der DIVI, Professor Uwe Janssens, Chefarzt Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin St.-Antonius-Hospital. Die schon vor der Pandemie nachweisbaren Probleme in der Intensivmedizin haben sich verstärkt. „Die zurückliegenden, zermürbenden Monate haben zu einer Verschlechterung der Stimmung und zu weiteren Kündigungen von Stammpflegekräften geführt!“ So ist in der kommenden Zeit ist mit einer spürbaren Einschränkung in der Versorgung der Bevölkerung zu rechnen.
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Medizin
Highlights der DGHO Jahrestagung 2021
Es war noch kein „Back to Normal“, aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin: Als eine der ersten Fachveranstaltungen ihrer Art machte die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie wieder eine Vor-Ort-Teilnahme möglich. 4.000 Personen hatten sich für den Kongress im hybriden Format angemeldet, davon nahmen gemäß Veranstaltervorgabe täglich bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im City Cube Berlin teil. Das 4-tägige Programm bot zahlreiche Informations-, Diskussions- und Fortbildungsformate sowie hochkarätig besetzte Vorträge zu brandaktuellen wissenschaftlichen und klinischen Fragestellungen der Hämatologie und Onkologie. Das Feedback vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Endlich konnten wir wieder reden.“
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Gesundheitspolitik
Österreich führt 3G-Regel am Arbeitsplatz ein
Am 1. November tritt in Österreich die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft. Ab diesem Tag müssen Beschäftigte nachweisen können, dass sie geimpft, regelmäßig getestet oder von COVID-19 genesen sind, wie die Regierung am Mittwoch bekanntgab. Dies gilt nicht für Menschen, die keinen Kontakt zu Kolleginnen oder Kollegen haben – zum Beispiel Lkw-Fahrer.
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