Journal Hämatologie
Gesundheitspolitik

Praxen reagieren bereits

Blumenthal-Beier beklagte, durch die demografische Entwicklung und weitere geplante Reformen würden die Hausärzt:innen mehr Menschen versorgen müssen. Andererseits stiegen die Kosten für Personal und Mieten sprunghaft. Das sei für die Praxen nicht mehr zu schaffen. Es gebe bereits Praxen, die schon aufgrund des Gesetzentwurfes jegliche Einstellungen und Praxiserweiterungen auf Eis gelegt hätten. Auch gebe es genug Hausärzt:innen, die mit 63 Jahren sagten: „Wenn das kommt, dann habe ich die Schnauze voll.“

„Zappenduster in der Versorgung“ auf dem Land?

Enttäuscht zeigte sich der Verbandschef nicht nur von der Regierung, sondern auch der Mehrheit der Bundesländer, die das Spargesetz letztlich mitgetragen haben. Blumenthal-Beier sagte „massive Versorgungsprobleme in dünn besiedelten Region“ voraus. Er hätte von den Ländern daher erwartet, dass sie stärker um die Hausarztpraxen kämpfen. „Wenn dieser Schritt nicht kommt, dann wird es wirklich zappenduster in der Versorgung“, sagte er. 

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Der Verbandschef sieht mit dem Sparpaket die einzelnen Bereiche unterschiedlich stark belastet. Dies sei „kein faires Kürzungsprogramm“. Besonders seien der ambulante Bereich betroffen, aber auch Kliniken. Nicht adäquat werde bei der Pharmabranche und den Krankenkassen gekürzt.

Quelle:

dpa