Journal Hämatologie

Lymphome | Beiträge ab Seite 21

Beiträge zum Thema Lymphome

Medizin
 4 Min|

Langzeitdaten stützen die Anwendung von Axicabtagen-Ciloleucel beim r/r LBCL

Die CAR-T-Zell-Therapie Axicabtagen-Ciloleucel (Axi-Cel) kann in der Zweitlinie eingesetzt werden zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und hochmalignem B-Zell-Lymphom (HGBL), das innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss einer Erstlinien-Chemoimmuntherapie rezidiviert oder gegenüber dieser refraktär ist. Darüber hinaus ist Axi-Cel auch in späteren Therapielinien indiziert (1). Aktuelle Langzeitergebnisse der Studien ZUMA-1 und ZUMA-7 bestätigen das kurative Potenzial des innovativen Therapieansatzes (2, 3). Damit geeignete Patient:innen von einer Therapie mit CAR-T-Zellen profitieren können, ist eine frühzeitige Vorstellung in einem qualifizierten Zentrum und anschließend eine gute Kommunikation zwischen Zentrum und Zuweisenden wichtig.
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CLL
 5 Min|

CLL: Effektive Therapie mit BTK-Inhibitoren der nächsten Generation

Seit der Zulassung von Ibrutinib 2013 in den USA und 2014 in der EU haben Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) die Therapielandschaft bei verschiedenen Lymphom-Entitäten, wie der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL), dem Mantelzell-Lymphom (MCL) und dem Morbus Waldenström revolutioniert. Während die 5-Jahres-Überlebensrate von Patient:innen mit CLL in den 1970er Jahren noch bei 65,1% lag, hat sich dieser Wert auf 87,2% im Jahr 2021 durch die neuen zielgerichteten Therapien verbessert, wie Daten des Surveillance Epidemiology and End Results (SEER) Program des National Cancer Institute der USA zeigen. Außerdem zeichnet sich die BTKi-Therapie durch eine geringe Toxizität aus, von der vor allem ältere Patient:innen profitieren. Auf einem Symposium im Rahmen der Jahrestagung 2023 der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) gaben Expert:innen einen Überblick zu den BTKi-Therapien der nächsten Generation und zum Umgang mit auftretenden Nebenwirkungen.
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DLBCL
 6 Min|

Therapie des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms: Bispezifischer Antikörper erzielt mOS von 19,4 Monaten

Bispezifische Antikörper (BsAb) finden in Indikationen wie der akuten lymphoblastischen B-Zell-Leukämie schon länger Anwendung, beim diffusen großzelligen Lymphom (DLBCL) stellen sie einen neuartigen Wirkansatz dar. Nun erhielt bereits der zweite BsAb die Zulassung unter besonderen Bedingungen durch die Europäische Kommission. Basis der Zulassung war eine multizentrische Phase-I/II-Studie, in der das mediane Gesamtüberleben (mOS) von DLBCL-Patient:innen bei 19,4 Monaten lag (1).
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Hodgkin-Lymphom
 8 Min|

Hodgkin-Lymphom: Mit ctDNA-Analyse Subtypen identifizieren

Trotz hoher Heilungsraten in der Erstlinientherapie bleibt das rezidivierte und refraktäre Hodgkin-Lymphom (r/r HL) eine Herausforderung. Die Sequenzierung zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) dient zur Definition von HL-Subtypen, die durch Unterschiede in Genetik, Tumor-Microenvironment (TME) und klinischen Zeichen hervorstechen und auf die Identifizierung neuer Therapieansatzpunkte hoffen lassen.
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Medizin
 4 Min|

DLBCL und FL: Optionen in der Erstlinie und in der Rezidivsituation

Beim DLBCL stehen inzwischen zahlreiche Therapieoptionen zur Verfügung, die das Behandlungsspektrum sowohl in der Erstlinie als auch in späteren Therapielinien erweitern und Patient:innen neue Perspektiven eröffnen. Die aktuelle Onkopedia-Leitlinie empfiehlt u. a. das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Polatuzumab Vedotin in Kombination mit R-CHP (Pola-R-CHP) als Firstline-Therapie für DLBCL-Patient:innen im Alter > 60 Jahren mit erhöhtem Risiko (IPI 2–5), sowie für jüngere Patient:innen mit erhöhtem Risiko (< 60 Jahre, aaIPI 2–3) als Alternative zu R-CHOEP (1).
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Medizin
 3 Min|

Mein erster Patient: Ein Kurzvideo-Erfahrungsbericht für die CLL-Erstlinie von Dr. Piet Habbel

Bei der Wahl der CLL-Erstlinientherapie sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt: „Worauf muss ich beim Start mit Ibrutinib und Venetoclax (I+V) achten?“ oder „Welche Patient:innen sind für I+V geeignet?“ In so einer Situation kann ein Erfahrungsbericht hilfreich sein. Dr. med. Piet Habbel (Praxis am Volkspark, Berlin) beschreibt im Video, weshalb die Entscheidung bei seinem Patienten auf I+V fiel.
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Lymphome
 3 Min|

Lymphome: Neue Therapieoptionen durch bispezifische Antikörper und ADC

Fachärzt:innen diskutierten auf einem Industriesymposium während des DGHO 2023 neue Behandlungsmöglichkeiten für Lymphome. So wurde der bispezifische Antikörper Mosunetuzumab für das rezidivierte oder refraktäre (r/r) follikuläre Lymphom (FL) neu zugelassen. Ein weiterer bispezifischer Antikörper, nämlich Glofitamab, zeigte sehr gute Studiendaten für die Behandlung des r/r diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL). Ferner steht in einer Kombination, welche das Antikörper-Drug-Konjugat (ADC) Polatuzumab Vedotin beinhaltet, ein neuer Standard in der Erstlinien-Behandlung des DLBCL zur Verfügung.
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DLBCL
 2 Min|

DLBCL: Epcoritamab ab der Drittlinie zugelassen

Im September 2023 wurde Epcoritamab als erster subkutan zu applizierender bispezifischer CD3xCD20-Antikörper als Monotherapie für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem (r/r) diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) nach mindestens 2 Linien einer systemischen Therapie zugelassen. Wie bei einer Fachpressekonferenz im Rahmen der DGHO-Jahrestagung zu hören war, erreicht ein Großteil der Behandelten tiefe, anhaltende Remissionen, die mit bemerkenswerten Überlebensraten assoziiert sind (1).
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Multiples Myelom
 7 Min|

Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom: Antiemetische Strategien bei Selinexor-Behandlung

Das orale Medikament Selinexor wird zur Behandlung des rezidivierten/refraktären Multiplen Myeloms (r/r MM) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt. Um die Therapie zu optimieren und mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren, spielt eine effektive antiemetische Prophylaxe eine wichtige Rolle. Ein zeitgemäßes antiemetisches Primärprophylaxe-Schema für die Selinexor-Behandlung wird empfohlen, um mögliche Therapieabbrüche oder Dosisverschiebungen zu vermeiden.
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Medizin
 2 Min|

Zulassung von Brentuximab vedotin + AVD beim Hodgkin-Lymphom im Stadium III

Die Europäische Kommission hat Brentuximab vedotin in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit zuvor unbehandeltem CD30+ Hodgkin-Lymphom im Stadium III zugelassen. Brentuximab vedotin ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das gegen CD30 gerichtet ist, einen definierenden Marker des Hodgkin-Lymphoms. In Europa wurde es bereits als Therapie für erwachsene Patient:innen in 6 verschiedenen Indikationen zugelassen, darunter auch für Patient:innen mit bisher unbehandeltem CD30+ Hodgkin-Lymphom im Stadium IV. Die Entscheidung folgt auf eine positive Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) vom 14. September 2023.
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CLL
 2 Min|

Zeitlich begrenzte CLL-Erstlinientherapie: Ibrutinib + Venetoclax auch bei unmutiertem IGHV-Status gut wirksam

Viele Jahre war die Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) durch die Kombination verschiedener Chemotherapeutika mit einem Anti-CD20-Antikörper geprägt. Heute wird die Therapielandschaft durch zielgerichtete Substanzen, speziell Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) wie Ibrutinib und BCL2-Inhibitoren wie Venetoclax geprägt. Diese ermöglichen den Einsatz chemotherapiefreier Regime, die kontinuierlich oder auch zeitlich begrenzt eingesetzt werden können.
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CLL
 3 Min|

CLL: Zeitlich begrenzte Therapie möglich

Eine nachgewiesene chronisch lymphatische Leukämie (CLL) ist nicht zwingend bereits behandlungspflichtig. Ein „Watch and Wait“ ist Standard im frühen Stadium. Während der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) 2023 diskutierten Expert:innen darüber, womit danach eine Erstlinientherapie durchgeführt werden sollte, zumal viele zielgerichtete Therapien zur Verfügung stehen.
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Medizin
 3 Min|

DLBCL: Zulassung unter besonderen Bedingungen für Epcoritamab

Die Europäische Kommission (EK) hat eine Zulassung unter besonderen Bedingungen für Epcoritamab als Monotherapie für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) nach 2 oder mehr Linien einer systemischen Therapie erteilt hat. Epcoritamab ist der erste und einzige subkutane T-Zell-aktivierende bispezifische Antikörper, der für die Behandlung dieser Patient:innenpopulation in der Europäischen Union (EU) zugelassen ist.
 
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Medizin
 3 Min|

NLPHL: Weiterer infektiöser Auslöser entdeckt

Forschenden um Prof. Lorenz Thurner ist es im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes am José Carreras Zentrum der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) gelungen, einen möglichen weiteren infektiösen Auslöser bei Hodgkin-Lymphomen zu identifizieren: das Bakterium Rothia mucilaginosa. Zudem wurde für das Mantelzelllymphom gezeigt, dass eine Reaktivität der Lymphom-B-Zell-Rezeptoren gegen ein bestimmtes körpereigenes Protein (LRPAP1) mit einer besseren Prognose vergesellschaftet ist. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig auch für neue therapeutische Ansätze in der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs genutzt werden.
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Medizin
 4 Min|

CXCR4-Diagnostik bei Marginalzonenlymphom und sekundärer Hypertonie

Im Rahmen der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) präsentierten internationale Expert:innen erstmalig vielversprechende klinische Studiendaten zum Einsatz der Leitsubstanz (68Ga)Ga-PentixaFor (internationaler Freiname Gallium (68Ga) Boclatixafortid) im Rahmen der CXCR4-Theranostik bei sekundärer Hypertonie. Außerdem gaben sie einen Überblick über die bisherigen aussichtsreichen Ergebnisse von (68Ga)Ga-PentixaFor als therapieentscheidendes Bildgebungsmittel zum primären Staging beim Marginalzonenlymphom.
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CLL
 9 Min|

CLL-Therapie: Eine Erfolgsgeschichte

Für die Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) steht seit Januar 2023 eine überarbeitete Version der Onkopedia-Leitlinie CLL zur Verfügung (1). Die neuen Therapieoptionen werden ­bereits vielfach in der klinischen Praxis eingesetzt. Von dieser zunehmend personalisierten Therapie profitieren die Patient:innen. Im Interview erläutert Dr. Manuela Hoechstetter, München, wichtige ­Neuerungen für die Praxis.
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