Kongressberichte | Beiträge ab Seite 3
EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
RR DLBCL: Glofitamab + GemOx unabhängig von prognostischen Markern TMTV und ctDNA überlegen wirksam
Der CD20xCD3‑bispezifische Antikörper Glofitamab ist in Kombination mit Gemcitabin und Oxaliplatin (Glofit-GemOx) bei Erkrankten mit vorbehandeltem rezidivierten/refraktären diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom (RR DLBCL) zugelassen, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) infrage kommen. Grundlage bildete die Phase-III-Studie STARGLO, die nach 3 Jahren signifikante Verbesserungen von Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreiem Überleben (PFS) vs. Rituximab-GemOx (R‑GemOx) gezeigt hatte [1]. In einer aktuellen STARGLO-Analyse, vorgestellt beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026, konnten die Marker basales totales metabolisches Tumorvolumen (TMTV) und zirkulierende Tumor‑DNA (ctDNA) zu Therapiebeginn und longitudinal als prognostische Biomarker identifiziert und zur Vorhersage langfristiger Therapieergebnisse genutzt werden. Glofit-GemOx blieb gegenüber R-GemOx überlegen wirksam, unabhängig vom Status der Biomarker [2].
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
CLL: Hinzunahme von Venetoclax ist wirksame Strategie bei Resistenz gegenüber BTK-Inhibition
Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) spielen in der Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) eine tragende Rolle. Allerdings können Resistenzmutationen in den Genen BTK und PLCG2 zur Resistenz gegenüber BTKi und zur Progression der Erkrankung führen. Eine beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellte Phase-II-Studie untersuchte eine Strategie, dieser Resistenzbildung proaktiv zu begegnen. Erkrankte mit CLL, bei denen unter Therapie mit dem BTKi Ibrutinib eine Resistenzmutation nachgewiesen wurde, erhielten zusätzlich Venetoclax. Dies führte zur Rückentwicklung der Mutationen, verlängerte das progressionsfreie Überleben (PFS) und ermöglichte den Erkrankten außerdem ein Absetzen der Therapie [1].
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
Nachhaltiger klinischer Nutzen von Belantamab Mafodotin bei RRMM auch bei hohem Risiko
Therapien, die auf das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) abzielen, haben die Behandlungslandschaft beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) grundlegend verändert. Bereits in der Erstanalyse der DREAMM-8-Studie, in der Belantamab Mafodotin (BPd) untersucht worden war, zeigte sich eine deutliche Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im BPd-Arm. Während des EHA-Kongresses wurde eine Post-hoc-Analyse der Patient:innen vorgestellt, die im BPd-Arm der DREAM-8-Studie sehr lange überlebt hatten [1].
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
Cilta-Cel punktet erneut beim Multiplem Myelom: Zytogenetische Untergruppenanalyse der Studie Cartitude-4
Bei vorbehandelten Patient:innen mit Lenalidomid-refraktärem multiplem Myelom hatten sich in der CARTITUDE-4-Studie schon signifikante Vorteile hinsichtlich des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens durch Ciltacabtagene Autoleucel (Cilta-Cel) gezeigt [1]. Während des EHA-Kongresses wurde eine Subgruppenanalyse dieser Studie von Patient:innen vorgestellt, die ein hohes zytogenetisches Risiko hatten und eine Überbrückungstherapie bekommen hatten [2].
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
DLBCL: OLYMPIA-3-Studie mit Odronextamab + CHOP
In der Phase-III-Studie OLYMPIA-3 (Teil 1B) wurde die Kombination des bispezifischen Antikörpers Odronextamab (Odro) mit CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednisolon) bei 40 Patient:innen mit zuvor unbehandeltem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in zwei verschiedenen Dosierungsschemata untersucht [1]. Das Sicherheitsprofil war insgesamt beherrschbar, mit Neutropenie (57,5%), Zytokin-Freisetzungssyndrom (55,0%) und Anämie (42,5%) als häufigsten unerwünschten Ereignissen, während die vorläufige Wirksamkeit mit objektiven Ansprechraten von 90-95% und vollständigen Remissionsraten von 85% in beiden Schemata ermutigend war. Aufgrund der vergleichbaren Ergebnisse wurde das Dosierungsschema „160 mg wöchentlich, dann alle 3 Wochen“ für die randomisierte Phase-III-Studie ausgewählt.
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EHA 2026
3 Min|
EHA 2026
RR CLL/SLL: Pirtobrutinib im Vergleich zu BTK-Inhibitoren der zweiten Generation
Die BRUIN CLL-314-Studie, die auf dem amerikanischen Hämatologenkongress ASH 2025 vorgestellt wurde, hatte die Nichtunterlegenheit von Pirtobrutinib gegenüber Ibrutinib hinsichtlich der Gesamtansprechrate (ORR) bei Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer (RR) chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und kleinem lymphozytären Lymphom (SLL) gezeigt. Während des EHA-Kongresses wurde nun eine Studie vorgestellt, die den Vergleich der Wirksamkeit und der Sicherheit von Pirtobrutinib zu den BTK-Inhibitoren der zweiten Generation im Fokus hatte.
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EHA 2026
2 Min|
EHA 2026
Multiples Myelom: Herstellung von Anitocabtagene Autoleucel im Rahmen klinischer Studien
Im Rahmen des EHA-Kongresses 2026 wurden die ersten Erfahrungen mit der klinischen Studienherstellung von Anitocabtagene Autoleucel (Anito-cel) präsentiert. Die gepoolten Daten aus den Studien iMMagine-3 und GEM-AnitoFIRST zeigen, dass Anito-cel bei Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem (RRMM) oder neu diagnostiziertem multiplem Myelom (NDMM) mit hoher Zuverlässigkeit und in einer medianen Durchlaufzeit von 18 Tagen hergestellt werden kann [1].
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CLL
3 Min|
ASCO 2026
CLL/SLL: Erstlinientherapie mit Sonrotoclax + Zanubrutinib zeigt hohe Raten nicht-nachweisbarer MRD in Phase-I-Studie
Orale BTKi-BCL2i-Kombinationen mit fester Therapiedauer sind wirksame und praktikable Optionen für die Erstlinienbehandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Allerdings sind alle derzeitigen Regime, einschließlich jener mit BTKi der zweiten Generation, durch niedrige uMRD-Raten von 29-47% limitiert. Bei Patient:innen mit therapienaiver CLL oder kleinzelligem lymphatischen Lymphom (SLL) war die Kombination des BCL2-Inhibitors Sonrotoclax und des BTK-Inhibitors (BTKi) Zanubrutinib gut verträglich und erreichte Raten nicht-nachweisbarer minimaler Resterkrankung bei 10⁻⁴-Sensitivität (uMRD4) von über 80%, Hochrisiko-Zytogenetik eingeschlossen. Dies geht aus aktualisierten Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten einer Phase-I/Ib-Studie hervor, die auf dem ASCO 2026 als Poster präsentiert wurde [1].
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Anämien
2 Min|
Geneditierung hilft bei β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit
Die Geneditierungstherapie mit patienteneigenen Stammzellen ist eine neue Behandlungsoption für Menschen mit β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit. Neue Daten belegen die Wirksamkeit mit hohen Raten an Transfusionsabhängigkeiten und Freiheit von vaso-okklusiven Ereignissen.
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Entitätsübergreifend
6 Min|
EBMT 2026
CAR-T-Zell-Therapien rücken immer mehr in den wissenschaftlichen Fokus
Das Motto der Jahrestagung der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026 lautete „Advancing the Art of Patient Care“. Damit unterstreicht die Fachgesellschaft einmal mehr die traditionell enge Partnerschaft zwischen ärztlicher Community und betroffenen Patient:innen. Wissenschaftlich richtet die EBMT den Blick weiterhin auf ihre beiden zentralen Säulen – Stammzelltransplantationen und zelluläre Therapien. Letztere, insbesondere CAR‑T‑Zell-Therapien, gewinnen zunehmend an Bedeutung, was sich auch in den hochrangigen Abstracts zu dieser Thematik widerspiegelte.
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DLBCL
2 Min|
EMBT 2026
CAR-T bei LBCL und Myelom: neue Daten und Perspektiven
Im Rahmen eines Industriesymposiums auf dem EBMT-Kongress standen Lisocabtagen-Maraleucel (Liso-cel) beim großzelligen B-Zell-Lymphom (LBCL) und Idecabtagen-Vicleucel (Ide-cel) beim Multiplen Myelom im Fokus. Real-World-Daten und Langzeitbeobachtungen zeigen Verträglichkeitsvorteile und offene Fragen zum klinischen Einsatz.
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Hämophilie
2 Min|
GTH 2026
Hämophilie: Konstanter Blutungsschutz und verbesserte Lebensqualität durch effektive Prophylaxe
Eine reine Blutungsprophylaxe bei Betroffenen mit Hämophilie A war gestern. Inzwischen findet ein Paradigmenwechsel hin zu einer verbesserten Lebensqualität statt. Die subkutane Applikation des bispezifischen Antikörpers Emicizumab verbindet einen konstanten Blutungsschutz mit langen Dosisintervallen. Dies zahlt auf die Lebensqualität der Erkrankten ein, wie aktuelle Real-World-Daten bestätigen.
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Multiples Myelom
2 Min|
DKK 2026
Therapie des rezidivierten Multiplen Myeloms: Überlebensvorteil bei frühem Einsatz der CAR-T-Zelltherapie
Die einmalige Infusion von Ciltacabtagen-Autoleucel (Cilta-cel) führt bei Patient:innen mit rezidiviertem Multiplem Myelom (MM) zu einer signifikanten Verlängerung des progressionsfreien (PFS) und des Gesamtüberlebens (OS).
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Entitätsübergreifend
2 Min|
DKK 2026
Multiples Myelom, Myelofibrose und Impfen: Praxis-Tipps für Hämato-Onkolog:innen
Neue Leitlinien-Updates zum Multiplen Myelom (MM) und zur Myelofibrose bringen relevante Änderungen für die klinische Praxis. Auch aktuelle Empfehlungen zum Impfen bei hämato-onkologischen Erkrankungen wurden beim Deutschen Krebskongress 2026 vorgestellt.
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Hämophilie
2 Min|
GTH 2026
Moderne Hämophilie-Therapie verhindert Blutungen und hält Gelenke gesund
In einem effektiven Behandlungsmanagement der Hämophilie ist die Verhinderung von Blutungen lediglich der erste Schritt. Ebenso wichtig ist die Gesunderhaltung der Gelenke, Vermeidung von Gelenkveränderungen sowie Schmerzen, sodass eine Teilhabe gesichert ist. Als erster Vertreter einer neuen FVIII-Klasse steht mit Efanesoctocog alfa eine Therapieoption mit verlängerter Halbwertszeit zur Verfügung, die signifikant auf die Lebensqualität der Betroffenen einzahlt.
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Lymphome
2 Min|
EBMT and EHA European CAR T-cell Meeting 2026
CAR-T-Zelltherapien bei RR LBCL und RRMM: Real-World-Daten zum Thema Sicherheit zeigen Unterschiede auf
Mit der steigenden Verfügbarkeit von CAR-T-Zelltherapien wächst auch das Interesse an den beobachteten Nutzen-Risiko-Profilen aus der Versorgungsforschung. Da klinische Head-to-Head-Studien fehlen, können Real-World-Daten wichtige Einblicke für Therapieentscheidungen liefern, so die Einschätzung von Dr. med. Gabriel Brisou, Hämatologe in Marseille, Frankreich.
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CLL
2 Min|
DKK 2026
CLL: Nicht-kovalenter BTKi Pirtobrutinib überzeugt nach BTKi-Vortherapie
Pirtobrutinib ist seit April 2025 als erster nicht-kovalenter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Erkrankter mit rezidivierter oder refraktärer CLL (r/r CLL) nach BTKi-Vorbehandlung zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 hatte die Substanz bei Erkrankten mit r/r CLL nach BTKi-Vortherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Zeit bis zur nächsten Therapie gegenüber einer Vergleichstherapie signifikant verlängert – bei guter Verträglichkeit [1].
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Hämophilie
3 Min|
GTH 2026
Non-Faktor-Therapie mit Marstacimab bei Hämophilie: Positive Erfahrungen im Praxisalltag
Seit einem Jahr steht Marstacimab zur Routineprophylaxe bei Patient:innen mit schwerer Hämophilie A oder B ohne Hemmkörper ab 12 Jahren in Deutschland zur Verfügung. Mittlerweile werden bereits 30 Patient:innen mit dem monoklonalen Antikörper gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor (TFPI) behandelt. Er wird einmal wöchentlich mittels Fertigpen in fixer Dosierung subkutan injiziert und hat damit das Potenzial, die Behandlungslast der Betroffenen zu verringern.
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Follikuläres Lymphom
3 Min|
DKK 2026
Tafasitamab + Lenalidomid und Rituximab beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom
Im Dezember 2025 wurde die Kombination aus Tafasitamab, einem humanisierten, CD19-gerichteten monoklonalen Antikörper, mit Lenalidomid und Rituximab (R2) für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL), Grad 1-3a, nach mindestens einer Vortherapie zugelassen. Grundlage war die Phase-III-Studie inMIND. Diese erste duale CD19+CD20-Immunkombination stellt einen Fortschritt für die ambulante Versorgung des follikulären Lymphoms dar und wurde auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin näher beleuchtet.
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Multiples Myelom
2 Min|
DKK 2026
NDMM: Quadruplet-Therapie ist neuer Therapiestandard
Beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom (NDMM) spielt in der Erstlinie jetzt die Quadruplet-Therapie eine große Rolle. Unabhängig davon, ob eine Stammzelltransplantation (SZT) in Frage kommt oder nicht, sollen die Patient:innen leitliniengerecht einen CD38-Antikörper zusätzlich zu Bortezomib (V), Lenalidomid (R) und Dexamethason (d) erhalten [1].
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