Journal Hämatologie

CRISPR/Cas9-Geneditierung

Weitere Anämien
Fanconi-Anämie
Klinik, Genetik, etablierte und innovative Therapieansätze für die Hämatopoese

Fanconi-Anämie

Die Fanconi-Anämie (FA) ist eine seltene, autosomal oder X-chromosomal rezessiv vererbte Erkrankung, die durch Keimbahnmutationen in 23 DNA-Reparaturgenen verursacht wird und zu einer ausgeprägten genomischen Instabilität in Zellen führt. Klinisch ist die FA durch eine charakteristische Trias aus angeborenen Fehlbildungen, progredientem Knochenmarkversagen und einer stark erhöhten Inzidenz von Malignomen (insbesondere Leukämien und soliden Tumoren) gekennzeichnet. Im Gegensatz dazu führen heterozygote Keimbahnmutationen in 3 FA-Genen (BRCA1/FANCS, BRCA2/FANCD1, PALB2/FANCN) nicht zum Bild einer FA, sind jedoch mit einem deutlich erhöhten Krebsrisiko assoziiert. Aufgrund der gestörten DNA-Reparatur in sämtlichen Körperzellen ist eine kausale Heilung der FA nicht möglich, allerdings lässt sich das Knochenmarkversagen durch eine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (alloSCT) oder auch durch eine Stammzell-Gentherapie behandeln. Innovative Ansätze wie z.B. das in vivo Genom-Editing könnten künftig eine bedeutende Rolle in der langfristigen Betreuung und Therapie dieser Patient:innen spielen.
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Anämien
CRISPR/Cas9-Geneditierungstherapie Exa-cel zeigt anhaltenden klinischen Nutzen bei Beta-Thalassämie und Sichelzellkrankheit
Beta-Thalassämie/Sichelzellkrankheit

CRISPR/Cas9-Geneditierungstherapie Exa-cel zeigt anhaltenden klinischen Nutzen

Bei der Behandlung von Betroffenen mit transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie (TDT) bzw. schwerer Sichelzellkrankheit (SCD) zeigen Follow-up-Daten zur CRISPR/Cas9-Geneditierungstherapie mit Exagamglogene autotemcel (Exa-cel) einen transformativen, dauerhaften klinischen Nutzen. Ein Update der Zulassungsdaten belegt als längste Nachbe­obachtungszeit bei SCD-Betroffenen mehr als 5,5 Jahre, bei TDT-Betroffenen mehr als 6 Jahre.
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Medizin
Abwehrzellen aufrüsten: Neue CRISPR-Methode stärkt CAR-T-Zellen im Kampf gegen Krebs

Abwehrzellen aufrüsten: Neue CRISPR-Methode stärkt CAR-T-Zellen im Kampf gegen Krebs

CAR-T-Zellen haben die Behandlung bestimmter Blutkrebserkrankungen revolutioniert – doch allzu oft reicht ihre Wirkung nicht aus. Ein Forschungsteam am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und an der Medizinischen Universität Wien hat nun eine neue Strategie entwickelt, um CAR-T-Zellen gezielt zu verbessern: Durch den Einsatz der „Genschere“ CRISPR gelang die Entdeckung unerwarteter genetischer Veränderungen, die CAR-T-Zellen zu deutlich wirksameren Krebstherapeutika machen [1].
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