Entitätsübergreifend
12 Min|
Von der Remissionsbeurteilung zur Präzisionstherapie
MRD bei lymphatischen Neoplasien
Die Behandlung lymphatischer Neoplasien hat sich durch zielgerichtete Substanzen, monoklonale Antikörper und zelluläre Therapien grundlegend verändert. Mit zunehmend wirksamen Behandlungsstrategien werden immer tiefere Remissionen erreicht, sodass die konventionelle Beurteilung anhand von Morphologie, klinischer Untersuchung und Bildgebung an ihre Nachweisgrenzen stößt. Die Bestimmung der messbaren Resterkrankung (measurable residual disease, MRD) schließt diese diagnostische Lücke: Mit einer Sensitivität von bis zu 10⁻⁶ kann sie residuelle maligne Zellen weit unterhalb der Schwelle einer klassischen kompletten Remission nachweisen und quantifizieren. MRD-Negativität zählt bei zahlreichen lymphatischen Neoplasien zu den stärksten Prädiktoren für das progressionsfreie sowie das Gesamtüberleben (PFS, OS) und wird zunehmend zur Risikostratifizierung und Therapiesteuerung herangezogen (Tab. 1).
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