Dr. rer. nat. Annette Junker
Beiträge von Dr. rer. nat. Annette Junker
EHA 2026
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EHA 2026
Paroxysmale nächtliche Hämoglobinämie: Bei der Behandlung mit Komplement-Inhibitoren kommt es auf die Überwachung an
Die Komplementinhibitor-Therapie (Ci-Therapie) hat den natürlichen Verlauf der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinämie (PNH) verändert. Sowohl proximale (C3-Inhibitoren) als auch terminale (C5-Inhibitoren) Ci haben in der Behandlung der PNH ihren festen Platz, gehen jedoch jeweils mit spezifischen Vor- und Nachteilen einher. Unter terminaler Ci-Therapie wird die intravaskuläre Hämolyse (IVH) zwar gut kontrolliert, allerdings ist das Risiko für eine extravaskuläre Hämolyse (EVH) erhöht. Eine engmaschige Nachsorge ist daher unerlässlich. Welche Bedeutung die Durchflusszytometrie (HSFC) in diesem Zusammenhang hat und worauf dabei zu achten ist, zeigte eine beim EHA vorgestellte Fallkontrollstudie [1].
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EHA 2026
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EHA 2026
Erstlinienbehandlung der CLL: Endergebnisse der CLL14-Studie validieren einjährige Therapie mit Ven-Obi
Die einjährige Behandlung mit Venetoclax-Obinutuzumab (Ven-Obi) gehört bei zuvor unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) inzwischen zum Versorgungsstandard. Grundlage dafür waren die Ergebnisse der randomisierten CLL14-Studie [1]. Auf dem EHA-Kongress wurden nun die finalen Studiendaten vorgestellt, die neue Erkenntnisse zu den Langzeitergebnissen fast zehn Jahre nach Therapieende liefern.
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EHA 2026
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EHA 2026
Presidential-Symposium II: Die Zukunft für Hämophilie-Patient:innen gestalten
Die Entwicklung der Hämophilie-Therapie lässt sich als ein Weg von einer lebensbedrohlichen Erkrankung hin zu einer heute weitgehend kontrollierbaren chronischen Erkrankung zusammenfassen. Als letzter Vortrag während des 2. Präsidentensymposiums beim EHA 2026 skizierte Dr. Pratima Chowdary, University Collage, London, diesen Weg und wies auf die Zukunft einer personalisierten Medizin auch für Hämophilie-Patient:innen hin [1].
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EHA 2026
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EHA 2026
Nachhaltiger klinischer Nutzen von Belantamab Mafodotin bei RRMM auch bei hohem Risiko
Therapien, die auf das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) abzielen, haben die Behandlungslandschaft beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM) grundlegend verändert. Bereits in der Erstanalyse der DREAMM-8-Studie, in der Belantamab Mafodotin (BPd) untersucht worden war, zeigte sich eine deutliche Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im BPd-Arm. Während des EHA-Kongresses wurde eine Post-hoc-Analyse der Patient:innen vorgestellt, die im BPd-Arm der DREAM-8-Studie sehr lange überlebt hatten [1].
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EHA 2026
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EHA 2026
Cilta-Cel punktet erneut beim Multiplem Myelom: Zytogenetische Untergruppenanalyse der Studie Cartitude-4
Bei vorbehandelten Patient:innen mit Lenalidomid-refraktärem multiplem Myelom hatten sich in der CARTITUDE-4-Studie schon signifikante Vorteile hinsichtlich des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens durch Ciltacabtagene Autoleucel (Cilta-Cel) gezeigt [1]. Während des EHA-Kongresses wurde eine Subgruppenanalyse dieser Studie von Patient:innen vorgestellt, die ein hohes zytogenetisches Risiko hatten und eine Überbrückungstherapie bekommen hatten [2].
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EHA 2026
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EHA 2026
RR CLL/SLL: Pirtobrutinib im Vergleich zu BTK-Inhibitoren der zweiten Generation
Die BRUIN CLL-314-Studie, die auf dem amerikanischen Hämatologenkongress ASH 2025 vorgestellt wurde, hatte die Nichtunterlegenheit von Pirtobrutinib gegenüber Ibrutinib hinsichtlich der Gesamtansprechrate (ORR) bei Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer (RR) chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und kleinem lymphozytären Lymphom (SLL) gezeigt. Während des EHA-Kongresses wurde nun eine Studie vorgestellt, die den Vergleich der Wirksamkeit und der Sicherheit von Pirtobrutinib zu den BTK-Inhibitoren der zweiten Generation im Fokus hatte.
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ASH 2025
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ASH 2025
Nemtabrutinib zeigt bei Patienten mit R/R follikulärem Lymphom weiterhin eine vielversprechende Antitumorwirksamkeit
Kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKis) haben als Monotherapie bei rezidiviertem oder refraktärem (R/R) follikulärem Lymphom (FL) eine klinische Wirksamkeit gezeigt. Jedoch sind die Ergebnisse hinsichtlich Ansprechraten und progressionsfreiem Überleben (PFS) begrenzt. Nemtabrutinib, ein potenter, nicht-kovalenter, reversibler BTKi, der einmal täglich (QD) oral (PO) eingenommen wird, hat schon eine vielversprechende Antitumoraktivität bei verschiedenen B-Zell-Malignomen gezeigt. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde die aktualisierte Wirksamkeit und Sicherheit aus Kohorte G der Phase-II-Studie bellwave-003 vorgestellt [1].
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ASH 2025
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ASH 2025
RRMM: Erste In-vivo-CAR-T-Zelltherapie vielversprechend
KLN-1010 ist eine In-vivo-CAR‑T-Zelltherapie. Das heißt, statt T‑Zellen aus dem Blut zu entnehmen, sie im Labor gentechnisch umzuprogrammieren und dann zurück zu infundieren wie bei der klassischen Ex‑vivo-CAR‑T-Zell-Therapie erzeugt KLN-1010 die CAR‑T-Zellen direkt im Körper. Zielstruktur ist der Oberflächenmarker BCMA. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurden die vorläufigen Ergebnisse aus der Studie inMMyCAR am Menschen vorgestellt [1].
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ASH 2025
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ASH 2025
AlloSCT mit haploidentischen Spendern bei AML meist besser als mit passenden Geschwister-Spendern
Ein Rückfall der Erkrankung stellt für Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) nach einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (alloSCT) eine große Herausforderung dar. Während des diesjährigen ASH-Kongress wurde eine Analyse der Europäischen Gesellschaft für Blut- und Knochenmarktransplantation (EBMT) vorgestellt, in der die Ergebnisse nach einer alloSCT von einem haploidentischen Spender (HAPLO), einem passenden Geschwister-Spender (MSD) oder einem 10/10 HLA-kompatiblen unverwandten Spender (MUD) verglichen worden waren [1].
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ASH 2025
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ASH 2025
Neuer monoklonaler Antikörper bei myeloproliferativen Neoplasien wirksam und verträglich
Essentielle Thrombozythämie (ET) und Myelofibrose (MF) werden bei etwa 30% der Patient:innen durch Mutationen im Calreticulin-Gen verursacht und führen zu einer erheblichen Morbidität und Mortalität. Während der ASH-Tagung 2025 wurde eine Analyse vorgestellt, die die molekularen Eigenschaften und molekularen Reaktionen auf die Behandlung beim Menschen mit dem neuartigen Antikörper INCA033989 untersucht hatte. Diese vorläufigen Ergebnisse aus Dosiseskalationskohorten aus zwei Phase-I-Studien zeigten, dass die Therapie gut vertragen wurde [1].
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ASH 2025
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ASH 2025
Langzeitbehandlung mit Odronextamab bei R/R FL ist sicher und sehr effektiv
Der bispezifische Antikörper Odronextamab zeigte in der Phase-II-Studie ELM-2 eine überzeugende Wirksamkeit bei einem insgesamt gut verträglichen Sicherheitsprofil bei stark vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem (R/R) follikulärem Lymphom (FL) (1). Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde über die längerfristigen Ergebnisse in der globalen FL-Population der ELM-2-Studie berichtet, einschließlich der Wirksamkeit und Sicherheit bei Patient:innen, die auf eine Q4W-Dosierung umgestellt wurden (2).
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ASH 2025
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ASH 2025
CML: Langfristig verbesserte QoL unter Asciminib-Therapie
Eine langfristige Therapie mit Tyosinkinase-Inhibitoren (TKI) für Patient:innen mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) ist wirksam, geht jedoch mit unerwünschten Ereignissen (AEs) einher, die die Lebensqualität (QoL) beeinträchtigen können. Selbst geringfügige AEs können die QoL beeinträchtigen, was zu einer mangelnden Therapietreue und in der Folge zu schlechten klinischen Ergebnissen führen kann. Eine Studie, die während des diesjährigen ASH-Kongresses präsentiert wurde, hatte nach 96 Wochen die QoL der Patient:innen im Fokus (1).
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ASH 2025
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ASH 2025
Langfristiger Nutzen von Isa-VRd bei neu diagnostiziertem Multiplem Myelom
Basierend auf den Studien BENEFIT, IMROZ, REST und ISASOCUT ist Isa-VRd zum Standard der Behandlung für Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplen Mylom (NDMM) geworden, die für eine Transplantation nicht in Frage kommen (TI). Ein kürzlich verabschiedeter internationaler Konsens zum Genom-Staging hat für Patient:innen mit MM die Definition des hohen Risikos (HR) auf der Grundlage einer NGS-basierten Definition sowie des Serum-Beta-2-Mikroglobulin-Spiegels neu definiert und standardisiert. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde eine Studie vorgestellt, in der unter Verwendung der o.g. neuen genomischen Konsensus-Staging-Klassifikation die anhaltende MRD-Negativität (sMRD) bei HR-Patient:innen untersucht worden war [1].
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ASH 2025
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ASH 2025
RR DLBCL: Einhaltung der NCCN-Empfehlungen ist lebensverlängernd
Der therapeutische Ansatz bei rezidiviertem oder refraktärem (RR) diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in den Vereinigten Staaten hat sich mit dem Aufkommen von chimären Antigenrezeptor-T-Zell-Therapien (CAR-T) und bispezifischen Antikörpern (BsAbs) verändert. Infolgedessen empfiehlt das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) nun die Monotherapie mit BsAbs für die Drittlinien- und Spätbehandlung von RR DLBCL und CAR-T für Patient:innen, die innerhalb von 12 Monaten nach der Erstlinienbehandlung einen Rückfall erleiden, wobei eine hochdosierte Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation (ASCT) für spätere Rückfälle (>12 Monate) vorbehalten ist. Während des ASH-Kongresses 2025 wurde eine Analyse vorgestellt, in der untersucht worden war, inwieweit Patient:innen mit RR DLBCL in den USA nach den NCCN-Empfehlungen behandelt werden oder nicht, und welche Auswirkungen das für sie hat [1].
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ASH 2025
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ASH 2025
Allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation bei Patient:innen mit TP53-mutierter akuter myeloischer Leukämie
Die Behandlung von Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) mit TP53-Mutationen ist bekanntermaßen schwierig, da häufig Resistenzen gegen konventionelle Chemotherapien auftreten und die Prognose dadurch eher schlecht ausfällt. Der potenzielle Nutzen einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (allo-HCT) für Patient:innen mit aktiver Erkrankung ist nach wie vor unzureichend geklärt. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde diesbezüglich eine Analyse von AML-Patient:innen aus dem EBMT-Register vorgestellt (1).
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ASH 2025
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ASH 2025
Pirtobrutinib zeigt gute und dauerhafte Wirksamkeit bei R/R CLL/SLL
Kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (cBTKi) haben die Behandlungslandschaft der chronischen lymphatischen Leukämie/des kleinen lymphozytären Lymphoms (CLL/SLL) in den letzten Jahren dramatisch verändert, insbesondere in der Erstlinienbehandlung. Allerdings tritt irgendwann eine cBTKi-Resistenz oder -Unverträglichkeit auf. Pirtobrutinib ist ein selektiver, nicht-kovalenter BTKi, der bei Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer (R/R) CLL und SLL eingesetzt wird. Während der diesjährigen ASH-Tagung wurden die finalen Ergebnisse der Phase-I/II-Studie BRUIN nach einer Nachbeobachtungszeit von mehr als 5 Jahren vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf der Wirksamkeit und Sicherheit von Pirtobrutinib bei Patient:innen mit CLL/SLL nach einer cBTKi-Behandlung lag [1].
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MDS
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ESMO 2025
Myelodysplastisches Syndrom mit hohem Risiko: Neue Wege beschreiten mit Bexmarilimab
Bexmarilimab ist ein experimentelles Immuntherapeutikum, das zur Behandlung des myelodysplastischen Syndroms (MDS) untersucht wird. Es zielt auf den Clever-1-Rezeptor ab, der auf Makrophagen exprimiert wird und das Immunsystem unterdrückt. Während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin wurden die Ergebnisse einer Phase I/II Studie mit Bexmarilimab bei Patient:innen mit Hochrisiko-MDS (HR-MDS) vorgestellt, die so überzeugend waren, dass eine Phase-III-Studie in Planung ist [1].
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Anämien
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EHA 2025
Dauerhafter Nutzen von Exa-cel bei Sichelzellanämie und Beta-Thalassämie bestätigt
Die Follow-up-Daten der Zulassungsstudien bestätigen für Patient:innen mit schwerer Sichelzellkrankheit (SCD) oder transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie (TDT) weiterhin den dauerhaften Nutzen der neuartigen Therapie mit Exagamglogene autotemcel (Exa-cel). Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Kongresses der European Hematology Association (EHA) 2025 präsentiert [1, 2]. Die Europäische Kommission hatte das Verfahren im Dezember 2023 zur Behandlung von Patient:innen mit Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie zugelassen. Diese Zulassung basiert auf den Daten der Studien CLIMB-111 und CLIMB-121 [3, 4].
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GvHD
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EHA 2025
Anti-CD25-Antikörper reduziert GVHD und Mukositis nach Stammzelltransplantation
Methotrexat (MTX) stellt bislang einen zentralen Baustein in der Prophylaxe der Graft-versus-Host-Erkrankung (GVHD) nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSCT) dar. Die Anwendung von MTX ist jedoch mit unerwünschten Nebenwirkungen wie einer verzögerten hämatopoetischen Regeneration und oraler Mukositis assoziiert. Im Rahmen des Kongresses der European Hematology Association (EHA) 2025 wurden nun Studienergebnisse präsentiert, in denen die Wirksamkeit und Sicherheit eines humanisierten, monoklonalen Anti-CD25-Antikörpers als Alternative zu MTX zur GVHD-Prophylaxe bei Patient:innen untersucht wurde, die zuvor eine CAR-T-Therapie und anschließend eine HSCT erhalten hatten [1].
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Transfusionsmedizin
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EHA 2025
Maribavir hochwirksam bei Infektionen mit dem Cytomegalievirus
Maribavir (MBV) ist ein orales antivirales Medikament, das in Europa zur Behandlung refraktärer oder resistenter Cytomegalievirus-(CMV-)Infektionen oder -Erkrankungen nach hämatopoetischer Zelltransplantation (HCT) zugelassen ist. Auf der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 wurden retrospektive Praxisdaten aus Transplantationszentren zur Anwendung von Maribavir vorgestellt.
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