Journal Hämatologie

PNH | Beiträge ab Seite 2

Überblick
Doctor hold Blood sample for PNH Disease test. Medical testing concept with laboratory background.

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie: Symptome und Therapieoptionen

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine erworbene klonale Erkrankung der hämatopoetischen Stammzelle. Durch eine somatische Mutation im PIGA-Gen auf dem X-Chromosom kommt es zum Fehlen des GPI-Ankers auf Blutzellen. Dadurch fehlen komplementregulierende Proteine wie CD55 und CD59, was Erythrozyten, Thrombozyten und andere Blutzellen für die autologe Komplementaktivierung anfällig macht. Die Folge ist eine chronische intravaskuläre Hämolyse, eine gesteigerte Thromboseneigung und teils Knochenmarkinsuffizienz.
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Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, erworbene hämatologische Erkrankung, die durch komplementvermittelte Hämolyse und Thrombosen als Hauptkomplikation gekennzeichnet ist. Hier besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. Hoffnungen ruhen auf neuen Inhibitoren wie dem bereits zugelassenen zielgerichteten C3-Komplement-Inhibitor Pegcetacoplan, die in den proximalen Abschnitt der Komplementkaskade eingreifen. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2023 wurden aktuelle klinische Daten vorgestellt, die die Wirksamkeit und Sicherheit der Medikation im Langzeitverlauf bis zu 3 Jahren belegen – ganz gleich, ob vorab eine gegen den Komplementfaktor C5 gerichtete Behandlung erfolgt war oder nicht (1).
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PNH: Proximale Komplement-Inhibitoren im Aufwind

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, erworbene hämatologische Erkrankung, die durch komplementvermittelte Hämolyse und Thrombose gekennzeichnet ist; es besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. Fortschritte werden von neuen Inhibitoren erwartet, die in den proximalen Abschnitt der Komplementkaskade eingreifen. Dadurch wird, anders als bei gegen den Komplementfaktor C5 gerichteten Substanzen, die PNH-typische intravasale und extravasale Hämolyse gleichermaßen gehemmt. Iptacopan, einer dieser Inhibitoren, überzeugt in klinischen Studien mit ausgezeichneter Wirksamkeit und guter Verträglichkeit, wie bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2023 zu hören war.
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PNH: Proximaler Komplement-Inhibitor Pegcetacoplan überzeugt auch im Langzeitverlauf

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, erworbene hämatologische Erkrankung, die durch komplementvermittelte Hämolyse und Thrombosen als Hauptkomplikation gekennzeichnet ist. Hier besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. Hoffnungen ruhen auf neuen Inhibitoren wie dem bereits zugelassenen zielgerichteten C3-Komplement-Inhibitor Pegcetacoplan, die in den proximalen Abschnitt der Komplementkaskade eingreifen. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2023 wurden aktuelle klinische Daten vorgestellt, die die Wirksamkeit und Sicherheit der Medikation im Langzeitverlauf bis zu 3 Jahren belegen – ganz gleich, ob vorab eine gegen den Komplementfaktor C5 gerichtete Behandlung erfolgt war oder nicht (1).
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PNH: Phase-III-Studie COMMODORE 2 untermauert das günstige Nutzen-Risiko-Profil von Crovalimab

Nachdem Eculizumab als erstes zugelassenes Medikament gegen die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) lange der Blockbuster war, konnte nun in der COMMODORE 2-Studie für den C5-Komplement-Inhibitor (C5i) Crovalimab dessen Nicht-Unterlegenheit im Vergleich zu Eculizumab gezeigt werden. Diese Studie wurde während des EHA (European Hematology Association) 2023 in Frankfurt vorgestellt und diskutiert.
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PNH: Hoffnungen ruhen auf proximalen Komplement-Inhibitoren

Für Erkrankte mit der seltenen, chronischen und komplementvermittelten Erkrankung paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. Fortschritte werden von innovativen Hemmstoffen erwartet, die – anders als zugelassene, gegen den Komplementfaktor C5 gerichtete Optionen – bereits in den proximalen, dem terminalen C5-Weg vorgeschalteten Abschnitt der Komplementkaskade eingreifen. Dadurch wird die PNH-typische intravasale und extravasale Hämolyse gleichermaßen gehemmt. Iptacopan, einer dieser Inhibitoren, punktet in Studien mit ausgezeichneter Wirksamkeit und guter Verträglichkeit, so Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2023.
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Medizin

Neue Therapie-Strategien bei ITP und PNH

Bei seltenen hämatologischen Erkrankungen ist das therapeutische Repertoire oft recht begrenzt. Umso mehr kommt es darauf an, neue Möglichkeiten - etwa bei der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) und der Immunthrombozytopenie (ITP) - für die Patient:innen individuell auszuschöpfen. So fand die 67. Jahrestagung der GTH (Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V.) unter dem Motto „the patient as a benchmark” statt. Welchen Stellenwert haben dabei das Arzt-Patientengespräch, innovative Coaching-Programme und neue patient:innenfreundliche Therapieoptionen? Dies diskutierten Expert:innen anhand der aktuellen Datenlage und herausfordernden Patient:innenfällen aus ihrem Praxisalltag im Rahmen des Sobi-Symposiums „Partizipative Entscheidungsfindung bei ITP & PNH“.
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Medizin

Wirksamkeit von Crovalimab bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie bestätigt

Aktuelle positive Ergebnisse der internationalen Phase-III-Studie COMMODORE 2 zeigen, dass Crovalimab bei Patient:innen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH), die zuvor nicht mit einem Komplementinhibitor behandelt wurden, die Krankheit kontrollieren kann. Die Studie erreichte die co-primären Wirksamkeitsendpunkte: Vermeidung von Transfusionen und Kontrolle der Hämolyse (1). Das günstige Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von Crovalimab wurde zusätzlich von den Ergebnissen der separaten Phase-III-Studie COMMODORE 1 bestätigt, in die Patient:innen mit PNH eingeschlossen waren, die von derzeit zugelassenen C5-Inhibitoren auf Crovalimab umgestellt wurden (1). Mehrere deutsche Zentren sind an den Studien beteiligt.
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Medizin

PNH: LNP023 zeigt sich in Studie APPLY-PNH gegenüber Anti-C5-Therapie überlegen

Im Rahmen des ASH-Kongresses wurden detaillierte Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie APPLY-PNH bekannt gegeben. Die aktuellen Daten zeigen bei der überwiegenden Mehrheit der PNH (Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie)-Patient:innen, die die orale Monotherapie LNP023 erhielten, einen klinisch bedeutsamen, signifikanten Anstieg der Hb-Werte im Vergleich zur Anti-C5-Therapie (1). In der Studie wurden beide primären Endpunkte und 5 von 7 sekundäre Endpunkte erreicht. Dabei zeigte das Prüfpräparat während der 24-wöchigen randomisierten Behandlungsphase der Studie eine Überlegenheit gegenüber der Anti-C5-Therapie bei erwachsenen Patient:innen mit PNH, die trotz vorheriger Behandlung mit einer Anti-C5-Therapie eine Restanämie aufwiesen. Das Sicherheitsprofil der LNP023-Monotherapie entsprach in der Studie den zuvor ermittelten Daten, wobei keine schwerwiegenden Infektionen durch bekapselte Bakterien auftraten (1,3,4).
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Medizin

PNH: Switch von Hochdosis-Eculizumab auf Ravulizumab sicher und gut verträglich

Die Interimsanalyse einer Phase-IV-Studie bestätigt Sicherheit und gute Verträglichkeit eines Switch von Hochdosis-Eculizumab auf gewichtsbasiertes Ravulizumab bei Patient:innen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH). Innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 183 Tagen war keine Durchbruch-Hämolyse aufgetreten, therapiebedingte Nebenwirkungen (AEs) waren mild bis moderat und es wurde kein Fall einer Meningokokken-Infektion beobachtet (1).
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Medizin

PNH: Oraler Faktor-B-Inhibitor Iptacopan zeigt vielversprechende Wirksamkeit

Die multizentrische Phase-III-Studie APPLY-PNH untersucht den Faktor-B-Inhibitor Iptacopan als orale Monotherapie bei Patient:innen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) und Restanämie nach intravenöser Anti-C5-Standardtherapie (SoC). Beim ASH 2022 wurden vielversprechende primäre Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aus dem 24-wöchigen randomisierten Behandlungszeitraum vorgestellt (1).
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Update zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, durch eine oder mehrere erworbene Mutationen hervorgerufene hämatologische Erkrankung aus der Gruppe der Knochenmarkversagen-Erkrankungen („bone marrow failure syndromes“, BMFS, Abb. 1). Unbehandelt sind die Hauptmerkmale bei hämolytischer PNH intravasale Hämolyse, Thrombophilie, Zytopenie und schleichende Fatigue. Thromboembolische Ereignisse waren historisch für eine deutlich verringerte Überlebenszeit von PNH-Patient:innen verantwortlich (1). Die Zytopenien reichen von subklinischen Formen bis zur Panzytopenie. Das variable klinische Erscheinungsbild der Krankheit erschwert – insbesondere bei fehlender oder missinterpretierter Hämoglobinurie – manchmal eine adäquate Diagnostik. Als Teil der BMFS kann die PNH vordergründig als primär hämolytische PNH (um die es im Folgenden vor allem gehen soll) oder als „Begleiterscheinung“ anderer BMFS wie Aplastischer Anämie (AA) oder myelodysplastischer Syndrome (MDS) auftreten.
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Update zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, durch eine oder mehrere erworbene Mutationen hervorgerufene hämatologische Erkrankung aus der Gruppe der Knochenmarkversagen-Erkrankungen („bone marrow failure syndromes“, BMFS, Abb. 1). Unbehandelt sind die Hauptmerkmale bei hämolytischer PNH intravasale Hämolyse, Thrombophilie, Zytopenie und schleichende Fatigue. Thromboembolische Ereignisse waren historisch für eine deutlich verringerte Überlebenszeit von PNH-Patient:innen verantwortlich (1). Die Zytopenien reichen von subklinischen Formen bis zur Panzytopenie. Das variable klinische Erscheinungsbild der Krankheit erschwert – insbesondere bei fehlender oder missinterpretierter Hämoglobinurie – manchmal eine adäquate Diagnostik. Als Teil der BMFS kann die PNH vordergründig als primär hämolytische PNH (um die es im Folgenden vor allem gehen soll) oder als „Begleiterscheinung“ anderer BMFS wie Aplastischer Anämie (AA) oder myelodysplastischer Syndrome (MDS) auftreten.
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PNH: Neuer oraler Faktor-B-Inhibitor Iptacopan zeigt in Phase-II-Studie Wirksamkeit in der Erstlinie

Behandlungsstandard bei der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) sind monoklonale Antikörper gegen die Komplement-Komponente 5 (C5). Allerdings bleiben trotz der Therapie 20 bis 50% der Patienten aufgrund einer weiterhin bestehenden extravaskulären Hämolyse transfusionsabhängig und weitere 20 bis 40% zeigen nach wie vor eine Anämie unterschiedlicher Ausprägung. Nun konnte erstmals ein Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse bei der PNH seine Wirksamkeit und gute Verträglichkeit zeigen. Wie bei der virtuellen EHA-Jahrestagung 2021 zu hören war, führte der neue orale Faktor-B-Inhibitor Iptacopan, der sowohl die intra- als auch die extravaskuläre Hämolyse bei der PNH hemmt, in einer Phase-II-Studie zu einer Normalisierung verschiedener hämolytischer Marker und zur Überwindung der Anämie (1).
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Update zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine sehr seltene Erkrankung mit unspezifischer und äußerst variabel ausgeprägter Symptomatik mit intravasaler Hämolyse, Thrombophilie sowie Zytopenien und beruht auf einer erworbenen Mutation im PIGA-Gen (Phosphatidylinositol Glycan Anker Biosynthese Klasse A, PIG-A) der hämatopoetischen Stammzelle, die zu einem Verlust von Glycosylphosphatidylinositol (GPI)-verankerten Oberflächenmolekülen führt. Die GPI-Defizienz setzt die Erythrozyten ungeschützt der Komplement-vermittelten intravasalen Hämolyse aus und begünstigt thrombembolische Ereignisse bevorzugt in atypischen Lokalisationen. Die Komplement-Inhibition mit C5-Antikörpern ist als effektive Therapie der PNH zur Unterdrückung der Hämolyse, Thrombophilie und ihrer Folgen etabliert.
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Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH)

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine sehr seltene erworbene Erkrankung mit einer Prävalenz von ca. 16 pro 1 Million Einwohner und einer Inzidenz von 1,3 Fällen pro 1 Million Einwohner. Sie ist durch eine unspezifische und in ihrer Schwere sehr variabel ausgeprägte Symptomatik gekennzeichnet, was dazu führt, dass die PNH vermutlich unterdiagnostiziert wird (1). Typisch für die PNH sind eine intravasale Hämolyse, eine Thrombophilie und Zytopenien verschiedener Ausprägung. Sie kann zusammen mit einem Knochenmarksversagen, wie z.B. einer Aplastischen Anämie oder einem Myelodysplastischen Syndrom, auftreten.
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