Journal Hämatologie
Experten

Beiträge von Josef Gulden

Rezidivierte oder refraktäre follikuläre (FL) und diffus-großzellige B-Zell-Lymphome (DLBCL) sprechen gut auf die beiden neuartigen bispezifischen CD20xCD3-Antikörper Mosunetuzumab und Glofitamab an. Der Next-Generation-Immunmodulator Golcadomid stellt ein anderes Therapieprinzip dar und hat ebenfalls vielversprechende Wirksamkeit in diesen Indikationen gezeigt; er wurde deshalb in einer Phase-Ib-Studie, die beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurde, in zwei Armen mit je einem der beiden T-Zell-Engager kombiniert (1).
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ASH 2025
Angeborene Knochenmarksstörungen: Whole-Genome-Transkriptom-Sequenzierung kann mehr Diagnosen sichern
ASH 2025

Angeborene Knochenmarksstörungen: Whole-Genome-Transkriptom-Sequenzierung kann mehr Diagnosen sichern

Die präzise Differenzierung angeborener Störungen der Knochenmarksfunktion ist wegen der häufig überlappenden klinischen und pathologischen Zeichen schwierig. Da es sich um monogenetisch verursachte Erkrankungen handelt, ist eine genetische Diagnose obligat, aber über die optimale Methode besteht noch keine Einigkeit. Eine beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellte Studie lässt die Sequenzierung des gesamten Transkriptoms als die effektivste Technologie erscheinen.
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ASH 2025
DLBCL: Neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat in der Erstlinie hochwirksam
ASH 2025

DLBCL: Neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat in der Erstlinie hochwirksam

Auch mit der verfeinerten Variante der R-CHOP*-Immunchemotherapie, bei der Vincristin durch das Antikörper-Toxin-Konjugat Polatuzumab Vedotin ersetzt wird (R-Pola-CHP), bleiben noch Optimierungsspielräume für die Erstlinientherapie des diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL). Ein neues Immuntoxin, das mit dem Antikörper Zilovertamab an das auf den meisten lymphatischen Malignomen exprimierte Oberflächenmolekül ROR-1 (Receptor tyrosine kinase-like Orphan Receptor 1) andockt, wurde deshalb in der europäisch-koreanischen Phase-II-Studie WaveLINE-007 getestet. Deren zweite Interimsanalyse wurde beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt [1].
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ASH 2025
Blutausstrich bei Leukämie
ASH 2025

CLL/SLL: Neuer Erstlinien-Standard für ältere Patient:innen?

Inhibitoren der Bruton-Tyrosinkinase (BTK) haben sich in den letzten Jahren in der Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und des kleinen lymphozytischen Lymphoms (SLL) fest etabliert, insbesondere der kovalente Inhibitor Ibrutinib. Eine globale Phase-III-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando, USA, vorgestellt wurde, verglich beim neu-diagnostizierten CLL/SLL einen neuen nicht-kovalenten BTK-Inhibitor, Pirtobrutinib, randomisiert mit einer Immunchemotherapie aus Bendamustin und Rituximab (BR).
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ASH 2025
ITP: Neue Therapie scheint krankheitsmodifizierend zu wirken
ASH 2025

ITP: Neue Therapie scheint krankheitsmodifizierend zu wirken

Die Therapie der Immunthrombozytopenie (ITP) hat in den letzten beiden Jahrzehnten Fortschritte gemacht, ist aber noch weit von einer sicheren Heilung entfernt. Ein neuer Antikörper gegen einen Signalweg, der die Funktion von B-Lymphozyten beeinflusst, könnte eine weitere Verbesserung bringen, wie eine Phase-II-Studie zeigt, die bei der Jahrstagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurde [1].
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ASH 2025
ASH 2025

Multiples Myelom: Tiefere und länger anhaltende molekulare Remissionen unter Belantamab Mafodotin

Die Therapie des Multiplen Myeloms (MM) entwickelt sich rasch weiter: Die Triple-Therapie mit dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab, Bortezomib und Dexamethason (DVd) wurde in den letzten Jahren von der Kombination aus dem Anti-BCMA-Antikörper-Toxin-Konjugat Belantamab Mafodotin, Bortezomib und Dexamethason (BVd) übertroffen, was progressionsfreies (PFS) und Gesamtüberleben (OS) angeht. Wie nun beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando berichtet wurde, sind die Remissionen unter BVd auch tiefer und dauerhafter als unter DVd [1].
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ASH 2025
Das Foto zeigt einen blauen Brustkorb mit roten Gefäßen und Lymphknoten als medizinische Animation zur Stadieneinteilung und Prognose bei Lymphomen
ASH 2025

Rezidiviertes/refraktäres follikuläres Lymphom: deutliche Verbesserung des R2-Protokolls

Das rezidivierte oder refraktäre follikuläre Lymphom (RR FL) ist schwierig zu therapieren; abgesehen von einer erneuten Chemoimmuntherapie steht etwa die Kombination aus den CD20-Antikörper Rituximab und dem Immunmodulator Lenalidomid (R2) zur Verfügung. Nach ermutigenden Phase-Ib/II-Daten wurden in der globalen Phase-III Studie EPCORE FL-1 diese Kombination um den bispezifischen CD20xCD3-Antikörper Epcoritamab ergänzt und randomisiert gegen R2 alleine getestet, wie beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando berichtet wurde.
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ASH 2025
ASH 2025

DLBCL: Bispezifischer Antikörper anstelle von Rituximab erhöht Wirksamkeit von R-CHOP

Ein langjähriger Standard in der Therapie des neu diagnostizierten diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms ist die Chemoimmuntherapie mit Rituximab und CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison). Erste Daten einer Phase-III-Studie, die beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurden, weisen darauf hin, dass der Ersatz des CD20-Antikörpers Rituximab durch den bispezifischen CD20xCD3-Antikörper Odronextamab die Wirksamkeit noch verbessern könnte [1].
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ASH 2025
ASH 2025

Ältere Patient:innen mit DLBCL: Wirkung von R-mini-CHOP durch bispezifischen Antikörper deutlich verstärkt

Patient:innen mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), die aufgrund ihres Alters, ihres Allgemeinzustands oder wegen Komorbiditäten nicht das gängige R-CHOP-Protokoll, sondern nur eine dosisreduzierte Version (R-mini-CHOP) erhalten können, haben damit eine schlechtere Prognose. Beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando wurden Zwei-Jahres-Resultate der Phase-Ib/II-Studie EPCORE NHL-2 präsentiert, in der R-mini-CHOP mit dem bispezifischen Antikörper Epcoritamab kombiniert worden war [1].
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ASH 2025
ASH 2025

LBCL bei älteren Patient:innen: Gute Wirksamkeit für Epcoritamab

Ein gewisser Anteil von Patient:innen mit großzelligen B-Zell-Lymphomen (LBCL) kann wegen ihres Alters oder wegen Komorbiditäten die potentiell kurative Erstlinien-Chemoimmuntherapie mit R-CHOP oder R-CHP plus Polatuzumab Vedotin nicht erhalten. Der bispezifische CD20xCD3-Antikörper Epcoritamab, bisher zugelassen für DLBCL und follikuläre Lymphome nach mindestens zwei Vortherapien, hat hier in einer Phase-II-Studie als Monotherapie vielversprechende Wirkung gezeigt, wie beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando berichtet wurde [1].
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ASH 2025
Das Bild zeigt die Mikroskopische Aufnahme eines diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms, einer Form des Non-Hodgkin-Lymphoms.
ASH 2025

Neues Protokoll für ältere und gebrechliche Patient:innen mit DLBCL

Die Erstlinientherapie des DLBCL mit R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison) oder Pola-R-CHP (mit zusätzlichem Polatuzumab Vedotin) ist im Allgemeinen sehr erfolgreich mit hohen Heilungsraten. Hohes Alter und Gebrechlichkeit, wie sie für einen Teil der Patient:innen charakteristisch sind, verlangen nach weniger aggressiven, aber möglichst genauso wirksamen Therapieprotokollen, von denen ein sehr vielversprechendes beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurde.
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ASH 2025
Die Abbildung zeigt ein diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) als 3D-Illustration.
ASH 2025

Bispezifischer Antikörper bei älteren Patient:innen mit DLBCL in Monotherapie und subkutan wirksam

Für Patient:innen mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), die aufgrund ihres Alters und/oder Begleiterkrankungen nicht die übliche Chemoimmuntherapie erhalten können, besteht dringender Bedarf für Chemotherapie-freie Erstlinientherapien. In einer beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando vorgestellten Phase-II-Studie entfaltete der bispezifische Antikörper Mosunetuzumab als Monotherapie in subkutaner Gabe bei solchen Patient:innen in einer Phase-II-Studie beachtliche Wirkung.
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DLBCL
Resistenz von CAR-T-Zellen ist meist vom Tumor-Microenvironment verursacht
ESMO 2025

Resistenz von CAR-T-Zellen ist meist vom Tumor-Microenvironment verursacht

Die Einführung der T-Zellen mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) hat die Therapie von Lymphomen, vor allem des diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms, stark vorangebracht. Allerdings entwickelt etwa die Hälfte der Patient:innen eine Refraktärität gegenüber den therapeutischen Zellen. Die Gründe dafür scheinen zu einem Großteil im Tumor-Microinvironment zu liegen, wo bestimmte Prozesse die Funktion der CAR-T-Zellen hemmen, so die Ergebnisse einer Studie, die beim ESMO-Kongress vorgestellt wurde.
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Lymphome
Rezidiviertes/refraktäres extranodales NK-/T-Zell-Lymphom: Viererkombination vielversprechend
ESMO 2025

Rezidiviertes/refraktäres extranodales NK-/T-Zell-Lymphom: Viererkombination vielversprechend

Der nasale Typ des extranodalen NK-/T-Zell-Lymphoms (ENKTL) ist ein seltener, aber sehr aggressiver Subtyp von Non-Hodgkin-Lymphomen, der mit Infektionen durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) assoziiert ist und eine höhere Inzidenz in asiatischen Populationen hat. Eine chinesische Phase-II-Studie zeigt bei rezidivierten oder refraktären Patient:innen, die eine sehr schlechte Prognose aufweisen, ermutigende Ergebnisse für eine Viererkombination.
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Non-Hodgkin-Lymphom
DLBCL und CLL: Neue Studiendaten zu verschiedenen Therapieansätzen vorgestellt
ICML 2025

DLBCL und CLL: Neue Studiendaten zu verschiedenen Therapieansätzen vorgestellt

Auf der International Conference on Malignant Lymphomas (ICML) in Lugano wurden für das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) und die chronische lymphatische Leukämie (CLL) neue Therapieansätze vorgestellt. Im Fokus standen das Antikörper-Toxin-Konjugat Polatuzumab vedotin, der bispezifische Antikörper Glofitamab und eine neuartige Wirkstoffklasse: BTK-Degrader.
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Hodgkin-Lymphom
Neue Therapieoption beim rezidivierten/refraktären Hodgkin-Lymphom?
ICML 2025

Neue Therapieoption beim rezidivierten/refraktären Hodgkin-Lymphom?

Auf der International Conference on Malignant Lymphomas (ICML) 2025 in Lugano wurden neue Daten zur Phase-II-Studie LuminICE-203 vorgestellt: Ein neu entwickelter bispezifischer Antikörper zeigte in Kombination mit allogenen natürlichen Killerzellen aus Nabelschnur-Blut vielversprechende Wirksamkeit beim rezidivierten oder refraktären (r/r) Hodgkin-Lymphom, mit einer objektive Ansprechrate von 87,5%. Mehr als die Hälfte der Patient:innen erreichte eine Komplettremission. Die Therapie erwies sich zudem als gut verträglich und könnte künftig eine kosteneffiziente Alternative zu bisherigen Zelltherapien darstellen.
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DLBCL
DLBCL
EHA 2025

Polatuzumab Vedotin in Kombination mit Rituximab und Gemcitabin/Oxaliplatin als Option beim r/r DLBCL

Das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) kann sowohl in der Erstlinie als auch in der rezidiviert/refraktären Situation (hier bei fehlender Transplantations-Option) mit dem Antikörper-Toxin-Konjugat Polatuzumab Vedotin behandelt werden. Im Rezidiv ist die Kombination mit Rituximab und Bendamustin vorgesehen. Das ist jedoch nicht unproblematisch, da Bendamustin T-Zell-toxisch ist und dadurch die Möglichkeiten für künftige Therapien etwa mit CAR-T-Zellen einschränkt. In der globalen Phase-III-Studie POLARGO, die auf der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 vorgestellt wurde, wurden 270 Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem (r/r) DLBCL, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet waren, randomisiert. Sie erhielten eine Kombination aus bis zu 8 Zyklen aus Rituximab, Gemcitabin und Oxaliplatin entweder alleine oder mit Polatuzumab Vedotin (1).
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