Josef Gulden
Beiträge von Josef Gulden
DLBCL
EHA: Hohe Ansprechraten in der Erstlinie mit Epcoritamab + R-CHOP beim DLBCL
Seit vor über 20 Jahren die R-CHOP-Kombination (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison) in die Therapie des diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) eingeführt wurde, ist es nicht mehr gelungen, die Gesamtüberlebenszeiten bei dieser Erkrankung signifikant zu verlängern – bislang auch nicht mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Polatuzumab Vedotin. Mit bispezifischen Antikörpern wie Epcoritamab stehen mittlerweile Substanzen mit neuartigen Wirkmechanismen zur Verfügung, und bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Madrid, Spanien, wurde eine Studie vorgestellt, in der dieses Medikament mit der bislang wirksamsten Therapie vielversprechende Ergebnisse zeigte (1).
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DLBCL
Das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom: immer weniger Chemotherapie
Unter den Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) vom B-Zell-Typ stellt das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) die häufigste Variante dar. Waren etwa 2 Jahrzehnte lang Immunchemotherapien mit Anti-CD20-Antikörpern der therapeutische Standard, stehen seit Kurzem vor allem in refraktären oder rezidivierten Stadien immer mehr neue immun- und zelltherapeutische Ansätze wie T-Lymphozyten mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) und bispezifische Antikörper zur Verfügung. Ein Antikörper-Toxin-Konjugat (ADC) hat es mittlerweile sogar in die Initialtherapie geschafft.
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AML
AML mit IDH1-Mutation: Ivosidenib ist Venetoclax überlegen
Etwa 6-10% aller akuten myeloischen Leukämien (AML) tragen eine Mutation im Gen für die Isocitratdehydrogenase 1 (IDH1), für die eine Kombination des IDH1-Inhibitors Ivosidenib mit einer hypomethylierenden Substanz (HMA) zugelassen ist. Eine Real-World-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego vorgestellt wurde, zeigt, dass sie der Kombination aus Venetoclax und HMA überlegen ist (1).
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Mantelzell-Lymphom
Mantelzell-Lymphom im Rezidiv: Kombination mit Venetoclax erhöht Wirksamkeit von Ibrutinib
Ibrutinib, ein oraler Inhibitor der Bruton-Tyrosinkinase (BTK) ist beim rezidivierten oder refraktären Mantelzell-Lymphom (MCL) zugelassen. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2023 in San Diego wurden erste Ergebnisse der Phase-III-Studie SYMPATICO vorgestellt, in der Ibrutinib mit dem BCL2-Inhibitor Venetoclax kombiniert wird (1).
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Follikuläres Lymphom
Follikuläres Lymphom im Rezidiv: Mosunetuzumab mit langanhaltender Wirksamkeit
Die Behandlung des follikulären Lymphoms (FL) wird vor allem nach einem Rezidiv schwierig. T-Lymphozyten mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) haben hier in den letzten Jahren Fortschritte erzielt. Darüber hinaus werden bispezifische Antikörper entwickelt, die auch in weit fortgeschrittenen Fällen eindrucksvolle Ergebnisse liefern: Das zeigt sich z.B. in einem 3-Jahres-Update der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie für den bispezifischen monoklonalen Antikörper Mosunetuzumab, das bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego vorgestellt wurde (1).
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Non-Hodgkin-Lymphom
LBCL im Rezidiv: Lang anhaltende Komplettremissionen mit Glofitamab vor allem bei niedriger Tumorlast
Großzellige B-Zell-Lymphome (LBCL) sind in rezidivierten oder gar refraktären (r/r) Fällen schwierig zu behandeln, selbst wenn in den letzten Jahren hier T-Lymphozyten mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) weitere Fortschritte gebracht haben. Weil auch damit nicht alle Patient:innen langfristig krankheitsfrei bleiben, wurden kürzlich zwei bispezifische Antikörper, Glofitamab und Epcoritamab, in die Klinik eingeführt, die auch in weit fortgeschrittenen Fällen eindrucksvolle Ergebnisse geliefert haben. Für Glofitamab konnte Martin Hutchings, Kopenhagen, bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego ein Update der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie mit 2-Jahres-Daten vorstellen (1).
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